Florfliegenlarven
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Klassifikation
Überblick
Die Schwarze Kirschenblattlaus (Myzus cerasi), auch als cherry blackfly bekannt, ist eine Pflanzenlaus aus der Ordnung der Hemiptera und der Familie Aphididae. Als kosmopolitisch verbreitete Art besiedelt sie weite Teile Europas und Asiens. Sie saugt an den Trieben von Prunus-Arten und bildet dort große Kolonien, die zu Blattrollen und Schäden an den Pflanzen führen.1
Auf einen Blick
Erkennen
Myzus cerasi ist eine kleine bis mittelgroße Blattlausart mit charakteristischer Morphologie. Adulte Exemplare besitzen einen glänzenden, sehr dunkelbraunen bis schwarzen Körper mit einem sklerotisierten Dorsum.1 Die Körperform apterer Formen wird zudem als mandelförmig beschrieben. Die Körpergröße der apteren Formen liegt bei 1–1,5 mm.2 Siphunculi und Cauda sind vollständig schwarz gefärbt. Bei apteren Sommer-Virginoparen zeigt sich die Cauda schwärzlich bis schwarz. Die Beine und Antennen weisen eine gelbe und schwarze Färbung auf. Konkret sind die Tibien abgesehen von ihren Spitzen gelb gefärbt.1 Juvenile Stadien beziehungsweise Nymphen sind braun gefärbt. Belastbare morphologische Detaildaten zu Flügelgeäder, Eiern oder Puppen liegen in den verfügbaren Quellen nicht vor.12
Porträt
Myzus cerasi ist eine weltweit verbreitete Art aus der Ordnung der Hemiptera, die als Echter Pflanzenlauge den Saft von Pflanzen saugt. Die Art ist holozyklisch und dioezisch, wobei sie im Lebenszyklus zwischen Wirtspflanzen der Gattung Prunus und krautigen Pflanzen wechselt. Als typischer Lebensraum werden die jungen Triebspitzen von Prunus-Arten besiedelt. Dort bilden die Tiere große Kolonien, die zu auffälligen Einrollungen der Blätter und Schäden an den neuentstehenden Blättern führen. Erwachsene Exemplare besitzen einen stark sklerotisierten, glänzenden Rücken. Die Färbung adulter Tiere variiert von sehr dunkelbraun bis tiefschwarz. Im Gegensatz dazu weisen juvenile Stadien eine braune Körperfärbung auf. Die Apteren der Sommergeneration erreichen eine Körpergröße von 1-1,5 mm und zeigen eine glänzende, mandelförmige Gestalt. Siphunculi und Cauda sind bei Myzus cerasi vollständig schwarz gefärbt. Die Beine und Antennen zeichnen sich durch eine gelbe und schwarze Musterung aus. Bei apteren Sommer-Virginoparae sind die Tibien mit Ausnahme ihrer Spitzen gelb gefärbt. Die Cauda dieser Morphen ist dunkel bis schwarz. Als sekundäre Wirte nutzt die Art Vertreter verschiedener Pflanzenfamilien, wobei gelegentlich auch Vorkommen auf Equisetum dokumentiert sind. Die breite geografische Verbreitung sowie das Spektrum an Wirtspflanzen bieten Ansatzpunkte für Bekämpfungsstrategien. Neben dem Hauptwirt Prunus avium und Prunus cerasus sind zahlreiche Synonyme wie Aphis cerasi Müller, 1776 historisch überliefert. Belastbare morphologische Daten zu spezifischen Geschlechtsunterschieden über den gesamten Lebenszyklus jenseits der bekannten Morphen sind nach aktuellem Kenntnisstand unvollständig.1
Systematik
Die Schwarze Kirschenblattlaus wird wissenschaftlich als Myzus cerasi (Fabricius, 1775) bezeichnet. Die Erstbeschreibung erfolgte durch den Entomologen Johann Christian Fabricius im Jahr 1775 unter dem protonymischen Namen Aphis cerasi. Im Verlauf der taxonomischen Geschichte wurde die Art in die Gattung Myzus überführt, wobei auch Kombinationen wie Myzoides cerasi verwendet wurden. Zu den bekannten heterotypischen und homotypischen Synonymen zählen unter anderem Aphis cerasi Müller, 1776, Aphis aparines Kaltenbach, 1843 sowie Myzus pruniavium Börner, 1926. Der Artname leitet sich von der Hauptwirtspflanze, den Kirschen (Prunus), ab. Im deutschen Sprachraum ist die Art als Schwarze Kirschenblattlaus bekannt. Im englischen Sprachraum wird sie als "black cherry aphid" oder "cherry blackfly" bezeichnet. Belastbare historische Details zu früheren Familienzuordnungen außerhalb der Aphididae liegen in den vorliegenden Daten nicht vor.1
Lebensweise
Myzus cerasi ist eine holozyklische und diözoische Pflanzenlaus, die zwischen Prunus-Arten als Primärwirt und verschiedenen krautigen Pflanzen als Sekundärwirten wechselt. Die Art ernährt sich als Phytophage durch das Saugen von Pflanzensaft an den wachsenden Triebspitzen und Blättern. An den Primärwirten Prunus cerasus und Prunus avium bilden sich große Kolonien, die zu starkem Einrollen der Blätter und Schäden an neu austreibenden Blättern führen. Aptere Sommer-Virginop Aree besitzen einen glänzenden, schwarz gefärbten Körper mit sclerotisiertem Dorsum. Siphunculi und Cauda sind vollständig schwarz, während die Beine und Antennen überwiegend gelb bis schwarz gefärbt sind. Juvenile Stadien weisen eine braune Färbung auf. Aptere Adulte erreichen eine Körperlänge von 1 bis 1,5 mm und besitzen eine mandelförmige Gestalt. Als Sekundärwirte dienen Pflanzen verschiedener Familien, darunter Galium verum, sowie selten auch Vertreter der Pteridophyta wie Equisetum sp..1 Zu den natürlichen Regulationsfaktoren zählen mikrobielle Erreger wie Bacillus thuringiensis, wobei unter Laborbedingungen Konzentrationen von 10 ng/μL des Toxins FDP-41 eine Mortalität von 70% innerhalb von 72 Stunden bewirken.1 Belastbare Daten zu genauen Entwicklungsdauern bei spezifischen Temperaturen, der exakten Anzahl der Larvalstadien sowie zur physiologischen Diapause und Kältetoleranz fehlen in der aktuellen Datenlage für Myzus cerasi weitgehend.
Lebensweise
Myzus cerasi ernährt sich durch das Saugen von Pflanzensaft an verschiedenen Wirtspflanzen. Die Art bildet dabei große Kolonien an den wachsenden Triebspitzen von Prunus-Arten, darunter Prunus cerasus und Prunus avium. Durch diese Besiedlung an den Triebspitzen kommt es zum Einrollen der Blätter. Zudem verursacht die Art Schäden an neu entstehenden Blättern.1 Tiere sind unter anderem an der Unterseite der Blätter anzutreffen. Im Lebensverlauf zeigt die Art ein dioezisches Verhalten mit einem Wirtswechsel. Dabei alterniert Myzus cerasi zwischen Prunus-Gehölzen und Kräutern aus mehreren Pflanzenfamilien. In seltenen Fällen wird dieser Wirtswechsel auch auf Equisetum beobachtet. Die Fortpflanzung der Art verläuft holozyklisch.2 Weiterführende Verhaltensweisen wie spezifische Abwehrmechanismen oder Orientierungsmechanismen sind in den vorliegenden Daten nicht näher belegt.
Lebensweise
Myzus cerasi besiedelt als phytophaga Art bevorzugt die wachsenden Triebspitzen von Prunus-Arten wie Prunus cerasus und Prunus avium. Dort saugt die Art den Pflanzensaft aus dem Gewebe und bildet große Kolonien, die zu starkem Einrollen der Blätter und Schäden an den neu entstehenden Blättern führen. Im Zuge ihres Entwicklungszyklus verhalten sich die Tiere holozyklisch und wirtswechselnd (dioecious), wobei sie zwischen Prunus-Gehölzen und verschiedenen Kräutern als Sommerwirten – darunter Vertreter der Rubiaceae wie Galium verum sowie selten auch Schachtelhalme (Equisetum sp.) – alternieren. Die Vermehrung findet terrestrisch statt, wobei Funde auf der Blattunterseite von Prunus avium belegt sind. Neben wilden und domestizierten Kirschsorten umfasst das Wirtspflanzenspektrum auch Pflanzenarten anderer Familien. Die weltweite Verbreitung erstreckt sich über die nördliche Hemisphäre, mit Nachweisen in Europa, Teilen Asiens und dem Kaukasus.1
Verbreitung
Die Schwarze Kirschenblattlaus (Myzus cerasi) ist eine weit verbreitete Art der Hemiptera und gilt als kosmopolitisch in der nördlichen Hemisphäre. Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Europa sowie Teile Asiens, wobei die Art unter anderem in Ländern wie Georgien, Armenien und Pakistan nachgewiesen ist. In Europa und der DACH-Region kommt sie flächendeckend überall dort vor, wo ihre Hauptwirte wachsen. Als terrestrisch lebende Art besiedelt sie bevorzugt Waldränder, Streuobstwiesen und Gärten in Siedlungsbereichen. Das typische Habitat umfasst die jungen Triebspitzen und Blattunterseiten von Wild- und Kulturkirschenarten wie Prunus avium und Prunus cerasus. Im Zuge ihres Wirtswechsels nutzt die Art neben Gehölzen auch krautige Pflanzen aus verschiedenen Familien sowie selten Equisetum als Sommerwirte. Belastbare Daten zur genauen Vertikalverbreitung in Höhenstufen fehlen, jedoch ist die Art in gebirgigen Regionen wie dem Kaukasus bis in mittlere Lagen dokumentiert. Aggregierte Beobachtungsdaten bestätigen das regelmäßige Auftreten in ganz Mitteleuropa an geeigneten Wirtspflanzen. Die Art bildet an den Triebspitzen große Kolonien aus, die zu starkem Einrollen der Blätter führen.2
Verbreitung
Sichtungen
Jahresverlauf
Die Aktivitätsdynamik von Myzus cerasi ist eng an den jahreszeitlichen Kreislauf ihrer Hauptwirte angepasst. Die Art ist holozyklisch und diözisch, womit sie zwischen Prunus-Arten als Primärwirt und krautigen Pflanzen als Sekundärwirten wechselt. Im Frühjahr beginnt die Aktivität mit dem Schlupf der Nymphen, was beispielsweise durch Funde von Nymphen an Prunus avium im April belegt ist. Im Jahresverlauf bildet die Art große Kolonien an den austreibenden Trieben der Wirtspflanzen, die zu Blattrollen führen.1 Das öffentliche Suchinteresse spiegelt diese phänologische Aktivität wider und verzeichnet deutliche Peaks in den Monaten April und Mai.2 Belastbare quantitative Daten zur genauen Generationsfolge pro Jahr oder spezifischen Temperaturschwellenwerten der Aktivität liegen aus der aktuellen Literaturlage für Myzus cerasi nicht detailliert vor. Die Überwinterung erfolgt typischerweise im Stadium von Eiern an den Gehölzen des Primärwirts, woraus im darauffolgenden Frühjahr die Fundamentgeneration hervorgeht. Detaillierte Untersuchungen zu Tages- oder Nachtaktivitäten fehlen in der wissenschaftlichen Literatur bisher.
Jahresverlauf
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Praxiswissen
Myzus cerasi wird als bedeutender Schädling im Obstbau eingestuft, da die Art durch das Saugen an Pflanzensaft erhebliche Schäden an Kultur- und Wildkirschen verursacht. Durch die Bildung großer Kolonien an den wachsenden Triebspitzen kommt es zu starkem Einrollen der Blätter sowie zu Schäden an neu entstehenden Blättern. Die Befallsanzeichen zeigen sich primär an den Triebspitzen von Prunus-Arten wie Prunus cerasus und Prunus avium. Als Bekämpfungsmaßnahmen wurden in Labor- und Feldstudien der Einsatz von Bacillus thuringiensis untersucht, wobei sich diese Biopestizide als wirksam zur Reduzierung der Populationsgröße erwiesen. Allerdings wird die Wirksamkeit von Umweltbedingungen beeinflusst, zudem wurde eine reduzierte Exposition gegenüber dem Wirkstoff FDP-41 beobachtet. Unter Laborbedingungen sind 10 ng/μL von FDP-41 erforderlich, um innerhalb von 72 Stunden eine Mortalitätsrate von 70% zu erreichen.1 Belastbare Daten zu weiteren spezifischen Präventions- und Monitoringmethoden fehlen in der aktuellen Datenlage. Wegen der unzureichenden Evidenz zu integrierten oder chemischen Standardverfahren jenseits der genannten Biopestizide sind weiterführende Studien erforderlich.
Praxiswissen
Myzus cerasi tritt als pflanzenfressende Insektenart an verschiedenen Wild- und Kulturkirschenarten auf. Die Art besiedelt bevorzugt die wachsenden Triebspitzen von Prunus-Arten, insbesondere von Prunus cerasus und Prunus avium. Durch die Bildung großer Kolonien an den Wirtspflanzen saugt das Insekt Pflanzensaft ab. Dies führt zu einer Schädigung der sich neu bildenden Blätter. Ein charakteristisches Symptom des Befalls ist das Einrollen der Blätter. Belastbare finanzielle Schadenssummen oder spezifische Bekämpfungskosten fehlen in den vorliegenden Daten weitgehend. Dennoch zeigt sich wirtschaftliche Relevanz im Obstbau durch die Beeinträchtigung der Wirtspflanzen. Als Gegenmaßnahmen werden unter anderem Labor- und Feldstudien zu Biopestiziden wie Bacillus thuringiensis und spezifischen Wirkstoffen untersucht.1
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