Lexikon-Eintrag

Schwarze Bohnenlaus Aphis fabae

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Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Klassifikation

Taxonomie

Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Insekten (Insecta)
Ordnung
Schnabelkerfe (Hemiptera)
Familie
Aphididae
Gattung
Aphis

Überblick

Einleitung

Die Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae) ist ein häufiger Vertreter der Röhrenblattläuse innerhalb der Familie Aphididae.1 Als polyphage und wirtswechselnde Art besiedelt sie neben Gehölzen als Winterwirten zahlreiche krautige Sommerwirte.12 Durch ihre Saugtätigkeit und Virenübertragung tritt sie wirtschaftlich bedeutsam als Pflanzenschädling an Kulturpflanzen auf.1

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Als natürlicher Feind der Schwarzen Bohnenlaus fungiert insbesondere der Marienkäfer mitsamt seinen Larven.
  • Zur Bekämpfung der Schädlinge können neben Insektiziden auch Behandlungen mit Seifenlauge eingesetzt werden.
  • Neben den klassischen Nutzpflanzen gehört auch das Drüsige Springkraut zu den befallenen Sommerwirten.4
  • Nach Funddaten wurden Exemplare von Aphis fabae im September unter anderem an Daucus carota, Cicerbita sp. und Cirsium ciliatum nachgewiesen.
  • Zu den dokumentierten Wirtspflanzen zählen außerdem Vertreter verschiedener Familien wie Amaranthus viridis, Coriandrum sativum und Solanum nigrum.4

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae) ist ein charakteristischer Vertreter der Röhrenblattläuse mit einer Körperlänge von 1,5 mm bis 3 mm.1 Der Körper sowohl der geflügelten als auch der ungeflügelten Morphinen ist breit oval geformt.12 Farblich erscheinen die adulten Tiere matt schwarz bis dunkelgrün12, wobei das Abdomen gelegentlich weiße Wachsmarkierungen aufweist.1 Die Fühler und die Beine sind hell gefärbt und tragen jeweils dunkle Spitzen. Auf dem Abdomen befinden sich zwei gut entwickelte, prominente Siphonen.2 Belastbare morphologische Details zu Kopf, Mundwerkzeugen oder dem Flügelgeäder fehlen in den vorliegenden Primärdaten. Larven und Nymphen entsprechen in ihrer ovalen Körperform und der matten, schwarz-dunkelgrünen Färbung weitgehend den Adulten.2 Spezifische Beschreibungen zu Eiern, Puppen oder dem Sexualdimorphismus sind im Rahmen der verfügbaren Quellen nicht dokumentiert.

Porträt

Beschreibung

Die Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae) ist ein weit verbreiteter Vertreter der Röhrenblattläuse innerhalb der Familie Aphididae und zeichnet sich durch eine polyphage Lebensweise aus. Im natürlichen Lebensraum fällt die Art durch dichte Kolonien auf, die bevorzugt an Triebspitzen und Blütenständen krautiger Pflanzen oder Gehölze entstehen.1 Das äußere Erscheinungsbild variiert zwischen geflügelten und ungeflügelten Morphen, wobei die Nymphen und ungeflügelten Adulten eine Körperlänge von 1,5 mm bis 3,0 mm erreichen und matt schwarz gefärbt sind.12 Charakteristisch für das Feld-Erscheinungsbild sind zudem helle Fühler und Beine mit dunklen Spitzen sowie gelegentliche weiße Wachsmarkierungen auf dem Abdomen.2 Unter dem Mikroskop lassen sich am Hinterleib zwei prominente Siphonen erkennen, die zur Abwehr von Feinden dienen. Als wirtswechselnde Art vollzieht Aphis fabae einen Generationswechsel zwischen holzartigen Primärwirten wie dem Pfaffenhütchen und dem Gewöhnlichen Schneeball sowie zahlreichen krautigen Sekundärwirten. Die Überwinterung erfolgt primär als Ei an diesen Winterwirten, bevor im April geflügelte Migranten zu den Sommerwirten fliegen. Auf den Sommerwirten entwickeln sich aufeinanderfolgende Generationen durch parthenogenetische Vermehrung, was zu raschem Populationswachstum in Kolonien führt.1 Häufig werden diese Kolonien von Ameisen besucht, die den zuckerhaltigen Honigtau erntereif nutzen.2 Im Herbst wandern geschlechtliche Morphen zurück zu den Primärwirten, um die Ablage der Überwinterungseier zu sichern. Neben direkten Saugschäden an den Leitbündeln der Pflanzen führt der Befall zu charakteristischem Einrollen der Blätter und Verkrümmungen. Zudem fungiert die Art als Vektor für zahlreiche phytopathogene Viren und begünstigt durch Honigtausekretion die Ansiedlung von Schwärzepilzen.1 Belastbare morphologische Abgrenzungen zu nah verwandten Arten innerhalb der Gattung Aphis erfordern oft mikroskopische Detailanalysen der Chaetotaxie und der Siphonenstrukturen.

Systematik

Name & Einordnung

Die Schwarze Bohnenlaus wird wissenschaftlich als Aphis fabae bezeichnet und gehört zur Familie der Röhrenblattläuse (Aphididae).1 Innerhalb der Ordnung der Hemiptera wird die Art der Gattung Aphis zugeordnet.3 Der deutsche Trivialname leitet sich von der bevorzugten Wirtspflanze, der Bohne, sowie der charakteristischen Körperfärbung ab.1 Belastbare historische Daten zur genauen Erstbeschreibung sowie detaillierte Etymologien des Artnamens fehlen in den vorliegenden Quellen. Synonyma und alte Kombinationen sind in den verfügbaren Primärquellen ebenfalls nicht spezifisch dokumentiert. Die Art ist ein weltweit verbreiteter Vertreter der Insektenfauna mit Auftreten in zahlreichen Regionen der Nordhalbkugel.2 Frühere Familien- oder Gattungszuordnungen außerhalb der Aphididae sind nicht bekannt. Aufgrund der begrenzten Datenlage zu nomenklatorischen Details müssen weiterführende taxonomische Historien an dieser Stelle offen bleiben.

Aus der Community

Kurze Videos

Aus der silbarkrift.community, aufgenommen mit OpenInsect

1 Video

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Die Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae) zeichnet sich durch eine wirtswechselnde und polyphage Biologie aus, bei der sie zwischen holzigen Primärwirten und krautigen Sekundärwirten wechselt.1 Als primäre Winterwirte dienen verholzende Pflanzenarten wie das Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus), der Gewöhnliche Schneeball (Viburnum opulus) sowie Philadelphus-Arten, an denen die Überwinterung im Eistadium erfolgt.12 Im Frühjahr schlüpfen die Stammmütter, aus denen sich nach mehreren Generationen geflügelte Morphen entwickeln, die im April den Wirtswechsel vollziehen. Auf den krautigen Sommerwirten, zu denen diverse Kultur- und Wildpflanzen wie Bohnen, Rüben und Kartoffeln gehören, bilden sich daraufhin in dichten Kolonien zahlreiche weitere Generationen aus. Die ungeflügelten und geflügelten Nymphen erreichen eine Körperlänge von 1,7 mm bis 2,7 mm und besitzen eine matt schwarze bis dunkelgrüne Grundfärbung. Charakteristisch für die morphologische Ausprägung sind helle Fühler und Beine mit dunklen Spitzen sowie zwei auffällige Siphonen am Hinterleib. Die Ernährung erfolgt sowohl bei den Larvalstadien als auch bei den Adulten durch das Saugen von Pflanzensaft an den Triebspitzen und Blättern, was zu physiologischen Schäden und dem typischen Einrollen der Blätter führt. Als Stoffwechselprodukt scheiden die Läuse Honigtau aus, welcher die Ansiedlung von Schwärzepilzen begünstigt. Im Herbst erfolgt die Rückwanderung der geflügelten Sexualtiere zu den Primärwirten, wo nach der Paarung die Ablage der Überwinterungseier stattfindet. Die Art ist in gemäßigten und wärmeren Regionen der Nordhalbkugel weit verbreitet. Zu den natürlichen Gegenspielern gehören vor allem Marienkäfer und deren Larven, die als effektive Prädatoren in den Kolonien wirken.1 Darüber hinaus wird die Art häufig von Ameisen aufgesucht, welche die Kolonien frequentieren.2 Belastbare physiologische Parameter zur exakten Entwicklungsdauer bei unterschiedlichen Temperaturen fehlen in der aktuellen Datenlage für diese Art weitgehend.1

Lebensweise

Verhalten

Die Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae) zeigt ein wirtswechselndes Verhalten zwischen holzartigen Primärwirten und krautigen Sommerwirten. Im Frühjahr fliegen die geflügelten Individuen im April von ihren Winterwirten wie dem Pfaffenhütchen zu verschiedenen Sommerwirten ab. Auf diesen krautigen Pflanzen bilden die Tiere Kolonien aus, in denen sie in mehreren Generationen leben. Charakteristisch für dieses Kolonieleben ist das Einrollen der Blätter und die Verkrümmung der Triebspitzen an den Befallsstellen. Im Herbst erfolgt schließlich die gerichtete Rückwanderung der Läuse zu den Winterwirten, wo die Eiablage stattfindet. Belastbare Daten zu weiteren Verhaltensweisen wie spezifischer Orientierung, Kommunikation oder Abwehr fehlen im Detail, jedoch ist die Art häufig mit Ameisen vergesellschaftet.1

Lebensweise

Ökologie

Die Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae) besetzt als polyphage Art eine weitreichende ökologische Nische in gemäßigten und wärmeren Regionen der Nordhalbkugel.1 Als wirtswechselnde Art vollzieht sie einen Generationswechsel zwischen verholzten Winterwirten wie dem Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus), dem Gewöhnlichen Schneeball (Viburnum opulus) oder Philadelphus-Arten sowie zahlreichen krautigen Sommerwirten. Auf diesen Sommerwirten, zu denen Nutzpflanzen wie Bohnen, Kartoffeln und Rüben sowie diverse Wildkräuter zählen, bildet die Art in dichten Kolonien mehrere Generationen aus.12 Durch ihre saugende Ernährungsweise verursacht sie charakteristische Schäden wie das Einrollen von Blättern und die Verkrümmung von Triebspitzen. Zudem scheiden die Läuse Honigtau aus, auf dem sich Schwärzepilze ansiedeln können. Im Nahrungsnetz dient Aphis fabae als wichtige Nahrungsquelle für verschiedene natürliche Feinde, wobei insbesondere Marienkäfer und deren Larven als bedeutende Antagonisten wirken.1 Häufig werden die Kolonien zudem von Ameisen aufgesucht, die den Honigtau nutzen.2 Neben den direkten Saugschäden fungiert die Art als Vektor für zahlreiche phytopathogene Viren.1

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Die Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae) ist eine weltweit verbreitete Art, die in zahlreichen Regionen der Nordhalbkugel mit gemäßigtem oder wärmerem Klima vorkommt.1 Als kosmopolitische Art besiedelt sie terrestrische Habitate und ist in Europa sowie angrenzenden Regionen flächendeckend anzutreffen.2 Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile der paläarktischen Region.12 Die Art zeichnet sich durch eine polyphage Lebensweise aus, wodurch sie auf unterschiedlichen Kontinenten heimisch geworden ist. Belastbare Daten zur genauen historischen Einschleppung auf andere Kontinente fehlen in der primären Literatur weitgehend, jedoch gilt sie heute als global etabliert.2 In Mitteleuropa und im DACH-Raum tritt Aphis fabae als relativ häufiger Vertreter der Röhrenblattläuse auf. Das Vorkommen der Art ist eng an das Vorhandensein ihrer spezifischen Wirtspflanzen gekoppelt, da sie einen Wirtswechsel zwischen Gehölzen und krautigen Pflanzen vollzieht. Für die Überwinterung ist die Art auf primäre Wirtspflanzen wie das Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) und den Gewöhnlichen Schneeball (Viburnum opulus) angewiesen. Im Frühjahr wandern die geflügelten Generationen auf zahlreiche krautige Sommerwirte ab, zu denen neben Nutzpflanzen wie Bohnen, Kartoffeln und Rüben auch verschiedene Wildpflanzen gehören.1 Darüber hinaus belegt die Datenlage eine Vielzahl weiterer Wirtsarten aus unterschiedlichen Pflanzenfamilien, darunter Apiaceae, Asteraceae und Polygonaceae.2 In Siedlungsbereichen besiedelt die Art regelmäßig Gärten und landwirtschaftliche Nutzflächen, wo sie auf entsprechenden Kultur- und Wildpflanzen Kolonien bildet.1 Spezifische Untersuchungen zur vertikalen Höhenverbreitung liegen in der systematischen Literatur kaum vor, jedoch ist ein Vorkommen in niederen bis mittleren Höhenlagen durch Nachweise belegt.2

Verbreitung

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Nackenheim, Langgasse, 55299 Nackenheim, Germany

    04.02.2026

  • Germany

    28.09.2025

  • Ellenerbrok-Schevemoor, 28 Bremen-Osterholz, Deutschland

    19.09.2025

  • Jürgeshof, 18146 Rostock-Ost, Deutschland

    14.09.2025

  • Deutschland

    12.09.2025

Daten: iNaturalist

Sichtungen

Community-Analyse

OpenInsect
13
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der silbarkrift.community
Zuletzt am 29.10.2026
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Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Die Aktivitätsdynamik von Aphis fabae ist stark an einen wirtswechselnden Lebenszyklus im Jahresverlauf gekoppelt. Die Überwinterung erfolgt ausnahmslos im Eistadium an holzigen Primärwirten wie dem Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) und dem Gewöhnlichen Schneeball (Viburnum opulus). Im April verlassen die geflügelten Generationen diese Winterwirte und vollziehen den Flug zu verschiedenen krautigen Sommerwirten. Auf diesen Sommerwirten kommt es zur Ausbildung mehrerer aufeinanderfolgender Koloniegenerationen. Im Herbst setzt die umgekehrte Migration ein, bei der die Rückwanderung zu den Primärwirten zur dortigen Ablage der Überwinterungseier erfolgt.1 Begleitend zeigt das öffentliche Suchinteresse in Mitteleuropa deutliche saisonale Peaks in den Monaten Mai und Juni, was mit der Hauptaktivitäts- und Vermehrungsphase auf den Sommerwirten korreliert. Belastbare quantitative Daten zu tageszeitlichen Aktivitätsmustern oder spezifischen Temperaturschwellenwerten für den Flugbeginn liegen für Aphis fabae aus den vorliegenden Primärquellen nicht vor.

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae) wird klassifikatorisch als landwirtschaftlicher Schädling eingestuft, da sie durch ihre Saugtätigkeit erhebliche Ernteverluste an Nutzpflanzen verursacht. Als typische Befallsanzeichen treten das Einrollen der Blätter sowie eine charakteristische Verkrümmung der Triebspitzen auf. Zusätzlich scheiden die Tiere Honigtau aus, auf dem sich in der Folge Schwärzepilze ansiedeln und die Photosyntheseleistung der Pflanzen mindern. Neben direkten Schäden fungiert die Art als Vektor für zahlreiche phytopathogene Viren, die zu weiteren Ernteausfällen führen können. Das Schadpotenzial erstreckt sich auf diverse Sommerwirte wie Bohnen, Kartoffeln und Rüben, auf denen sich in den Kolonien mehrere Generationen ausbilden. Belastbare Daten zu quantitativen Schadschwellen im integrierten Pflanzenschutz fehlen in der aktuellen Quellenlage weitgehend. Für die biologische Bekämpfung spielen natürliche Gegenspieler wie der Marienkäfer und dessen Larven eine wesentliche Rolle. Ergänzend können die Schädlinge mechanisch oder chemisch durch den Einsatz von Insektiziden sowie Seifenlauge reguliert werden. Präventive Maßnahmen stützen sich vor allem auf die Vermeidung oder Konturierung von Winterwirten wie dem Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) und dem Gewöhnlichen Schneeball (Viburnum opulus), an denen die Art im Eistadium überwintert.1

Praxiswissen

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae) tritt als polyphager Schädling in der Landwirtschaft auf und verursacht direkte sowie indirekte Schäden an verschiedenen Kulturpflanzen. Zu den betroffenen Kulturen gehören insbesondere Bohnen, Kartoffeln und Rüben. Durch den Saugakt der Läuse kommt es typischerweise zum Einrollen der Blätter und zur Verkrümmung der Triebspitzen. Zusätzlich scheiden die Insekten Honigtau aus, auf dem sich Schwärzepilze ansiedeln können, was zu einer Qualitätsminderung der Ernteprodukte führt. Darüber hinaus fungiert Aphis fabae als Vektor für zahlreiche phytopathogene Viren, wodurch Sekundärschäden an den betroffenen Pflanzen entstehen. Belastbare zahlenmäßige Angaben zu totalen Ernteausfällen oder spezifischen Bekämpfungskosten fehlen in den vorliegenden Daten jedoch weitgehend.1

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_Bohnenlaus
  2. gbif.org/species/2072167
  3. Taxonomie-Daten (System)
  4. Literaturzusammenfassung: Aphis fabae