♥ Silberkraft Kollektion
Schimmel entfernen, beseitigen und bekämpfen - Schimmelbeseitigung
Wer Schimmel entfernen will, sollte zuerst wissen, wie stark der Befall ist und woher die Feuchtigkeit kommt. Schwarze Flecken in Fugen, Stockflecken an Wänden oder ein muffiger Geruch sind typische Anzeichen. Hier findest du Schimmelentferner zum Sprühen und Schimmeltests für die Raumluft.
Sichtbaren Schimmel auf Fliesen, Fugen, Wänden und Decken behandelst du mit einem Schimmelspray, zum Beispiel mit Aktivchlor. Chlor kann Textilien und farbige Flächen bleichen, teste es also an einer unauffälligen Stelle und lüfte gut. Riecht es muffig, ohne dass du Schimmel siehst, hilft ein Raumlufttest mit Petrischalen. Soll ein Labor die Proben auswerten, wähle einen Test unter Schimmel-Labortest. Alle Sprays findest du unter Schimmelentferner.
Bei mehr als etwa 0,5 m², Schimmel tief im Material oder unklarer Ursache beauftragst du am besten einen Fachbetrieb.
Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.
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Schweregrad-Check: Schimmelbefall richtig einschätzen
Wähle die Situation, die zu dir passt.
Prüfe mit Petrischalen, ob in der Raumluft mehr Schimmel wächst als draußen.
Oberflächlichen Befall auf Fliesen, Fugen oder Putz selbst entfernen und die Feuchtequelle abstellen.
Raumluft und Fleck im Labor untersuchen lassen und die Feuchtequelle suchen.
Sanierung durch einen Fachbetrieb. Danach kannst du an den sanierten Stellen prüfen, ob noch Schimmel wächst.
Welches Produkt passt zu deiner Situation?
Bad & Dusche
Schwarze Punkte auf Fliesen und Fugen.
Wand & Fensterlaibung
Kleine Flecken an Wand, Mauerwerk oder Dichtungen.
Mehrere Räume prüfen
Muffiger Geruch, aber kein sichtbarer Fleck.
Verdeckter Befall?
Geruch ohne Flecken oder nach einem Wasserschaden.
Schimmel auf einen Blick
- Etwa 70 % Feuchte an der Wandoberfläche reichen über längere Zeit für Schimmelwachstum.
- Bis etwa 0,5 m² oberflächlichen Befall mit bekannter Ursache kannst du meist selbst entfernen, darüber hilft ein Fachbetrieb.
- 40 bis 60 % Luftfeuchte im Raum gelten als Richtwert.
- Etwa 7 bis 10 Tage nach Probeneingang kommt der Bericht bei unseren Tests mit Laboranalyse.
Schimmel erkennen: Anzeichen und Arten
Schimmel beginnt oft unsichtbar hinter Möbeln, unter Tapeten oder in Silikonfugen. Typische Anzeichen sind ein muffiger, erdiger Geruch, Stockflecken an Wänden und dunkle Punkte in Fugen oder an der Fensterlaibung.
Die Farbe verrät wenig: Schwarze, grüne, weiße oder rote Beläge können von ganz unterschiedlichen Schimmelpilzen stammen, etwa von Penicillium, Aspergillus, Cladosporium oder Alternaria. Welche Gattungen wachsen, lässt sich nur im Labor bestimmen. Für das Vorgehen spielt die Art meist keine Rolle: Schimmel in Wohnräumen sollte immer entfernt und die Ursache beseitigt werden.
Gesundheit: Schimmel in Innenräumen kann Allergien auslösen, die Atemwege reizen und Atemwegsinfekte begünstigen. Besonders betroffen sind Menschen mit Allergien oder Asthma und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Hast du Beschwerden, die du mit Schimmel in Verbindung bringst, lass sie ärztlich abklären.
Ursachen: Ohne Feuchtigkeit kein Schimmel
Schimmel braucht vor allem Feuchtigkeit. Dafür muss eine Wand nicht sichtbar nass sein: Es reicht, wenn an ihrer Oberfläche über längere Zeit etwa 70 bis 80 Prozent relative Feuchte herrschen. Das passiert vor allem an kalten Stellen, an denen sich Kondenswasser bildet, zum Beispiel an Wärmebrücken, in Außenecken, an Fensterlaibungen und hinter Schränken an Außenwänden.
- Viel Feuchtigkeit in der Raumluft durch Kochen, Duschen und Wäschetrocknen, dazu zu wenig Lüften
- Kühle oder ungleich geheizte Räume
- Möbel dicht an kalten Außenwänden
- Wasserschäden, undichte Leitungen oder Dächer, aufsteigende Feuchte
- Baumängel wie Wärmebrücken oder fehlende Dämmung
Mit unserem Taupunktrechner siehst du, ab welcher Wandtemperatur sich bei deiner Raumluft Kondenswasser bildet.
Selbst entfernen oder Fachbetrieb?
Kleinen, nur oberflächlichen Befall bis etwa 0,5 m² mit bekannter Ursache kannst du meist selbst entfernen. Bei größeren Flächen, Schimmel tief im Material, unklarer Ursache oder nach einem Wasserschaden gehört die Sanierung in die Hand eines Fachbetriebs. So empfiehlt es auch das Umweltbundesamt. Wer allergisch auf Schimmel reagiert oder ein geschwächtes Immunsystem hat, sollte auch kleine Flächen nicht selbst behandeln. Wohnst du zur Miete, sprich den Schimmel frühzeitig beim Vermieter an.
Schimmeltests im Vergleich
- Selbsttest Raumluft: zeigt, ob und wie viele Schimmelkolonien aus der Raumluft wachsen, im Vergleich zur Außenluft. Du wertest nach etwa 10 Tagen selbst aus. Sinnvoll für einen ersten Check in mehreren Räumen.
- Raumluft mit Laboranalyse: Das Labor bestimmt die gewachsenen Schimmelgattungen, innen und außen im Vergleich. Sinnvoll bei muffigem Geruch ohne sichtbaren Fleck.
- Oberfläche mit Laboranalyse: zeigt, welche Schimmelgattungen am Fleck wachsen. Die Probe nimmst du vor dem Reinigen. Sinnvoll bei unklaren Flecken an Wand, Fuge oder Fenster.
- Sanierungserfolgskontrolle: prüft, ob an sanierten Stellen noch Schimmelpilze oder Bakterien wachsen. Sinnvoll nach einer Sanierung oder einem Wasserschaden.
Alle Tests sind Stichproben. Sie zeigen, ob eine auffällige Belastung vorliegt, ersetzen aber nicht die Bewertung vor Ort durch Sachverständige.
Kleinen Befall entfernen: so gehst du vor
- Schützen: Trage Kunststoffhandschuhe, eine einfache Atemschutzmaske und bei Arbeiten über Kopf eine Schutzbrille. Schließe die Türen zu anderen Räumen und öffne das Fenster.
- Erst testen, dann reinigen: Willst du wissen, welche Schimmelpilze wachsen, nimm die Oberflächenprobe vor dem Reinigen. Nach Chlor oder Schimmelspray wächst im Test oft nichts mehr an.
- Glatte Flächen wie Fliesen, Glas und Fugen wischst du mit Wasser und Haushaltsreiniger feucht ab. Bei hartnäckigen Verfärbungen sprühst du ein Schimmelspray mit Aktivchlor auf, lässt es nach Etikett einwirken (beim Schimmelentferner Spray mit Chlor 2 bis 3 Stunden) und wischst es ab. Stark befallene Silikonfugen lassen sich meist nicht mehr reinigen und sollten erneuert werden.
- Poröse Flächen wie Putz und gestrichene Wände wischst du mit einem alkoholischen Reiniger mit 70 bis 80 Prozent Alkohol ab, nicht mit Essig. Nimm Alkohol nur in kleinen Mengen, lüfte gut und halte offenes Feuer fern. Chlor kann farbige Flächen bleichen, teste es vorher an einer unauffälligen Stelle.
- Feucht arbeiten: Schimmel nie trocken abbürsten oder fegen. Wechsle die Tücher häufig und verpacke Material, das sich nicht mehr reinigen lässt, in Müllsäcken.
- Ursache beheben: Bleibt die Wand feucht, kommt der Schimmel zurück, auch nach jeder Behandlung mit einem Schimmelentferner.
Ein Schimmelentferner hellt Flecken auf und reinigt die Fläche. Dauerhaft hilft nur, die Feuchtigkeit zu beseitigen und stark befallenes Material zu ersetzen.
Wichtig: Mische chlorhaltige Schimmelentferner nie mit säurehaltigen Reinigern wie Essig- oder Kalkreiniger, dabei kann giftiges Chlorgas entstehen.
Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.
Das solltest du tun
- Handschuhe und Atemschutz tragen
- Feuchtequelle finden und abstellen
- Befallene, waschbare Textilien heiß waschen, wenn das Material es verträgt
Das solltest du lassen
- Schimmel trocken abbürsten, dabei werden Sporen aufgewirbelt
- Schimmel überstreichen, er wächst unter der Farbe weiter
- Essig auf Putz verwenden, das kann das Schimmelwachstum sogar fördern
Vorbeugen: So bleibt es trocken
- Stoßlüften: mehrmals täglich 5 bis 10 Minuten bei weit geöffnetem Fenster, vor allem nach Duschen, Kochen und Wäschetrocknen
- Heizen: auch selten genutzte Räume nicht auskühlen lassen
- Abstand: Möbel 5 bis 10 cm von Außenwänden entfernt aufstellen
- Kontrolle: Luftfeuchte mit einem Hygrometer prüfen, Richtwert 40 bis 60 Prozent
- Wasserschäden: sofort melden und fachgerecht trocknen lassen
Weiterlesen im Ratgeber
Lebenszyklus des Schimmelpilzes
Vom unsichtbaren Keim zum sichtbaren Befall
Saisonale Schimmelgefahr
Wann ist das Risiko für Schimmelbildung am höchsten?
Häufige Fragen (FAQ)
Ist Schimmel in der Wohnung gefährlich?
Hilft Essig gegen Schimmel an der Wand?
Ab wann sollte ich einen Fachbetrieb beauftragen?
Wie erkenne ich Schimmel hinter Tapete oder Möbeln?
Selbsttest oder Laboranalyse – was ist der Unterschied?
Kann ich Schimmel einfach überstreichen?
Was unterscheidet Schimmelentferner mit und ohne Chlor?
Wer zahlt bei Schimmel in der Mietwohnung?
Artenlexikon
Alle Arten aus unserem wissenschaftlichen Lexikon

Gießkannenschimmel
Aspergillus

Schwärzepilze
Alternaria

Schwarze Hefe
Aureobasidium pullulans

Botrytis (Grauschimmel)
Botrytis

Borstenkugelpilz
Chaetomium

Schwärzeschimmel
Cladosporium

Fusarium-Schimmelpilze
Fusarium

Pinselschimmel
Penicillium

Köpfchenschimmel
Rhizopus

Stachybotrys (Schwarzschimmel)
Stachybotrys

Grünschimmel
Trichoderma

Schwärzepilze
Dematiaceae

Mucor (Köpfchenschimmel)
Mucor

Edelschimmel
Penicillium roqueforti

Käseschimmel
Penicillium camemberti

Koji-Schimmelpilz
Aspergillus oryzae

Schwärzepilz
Alternaria alternata

Gelber Gießkannenschimmel
Aspergillus flavus

Rauchgrauer Gießkannenschimmel
Aspergillus fumigatus

Bunter Gießkannenschimmel
Aspergillus versicolor

Schwarzer Gießkannenschimmel
Aspergillus niger

Grauschimmelfäule
Botrytis cinerea

Kugeliger Borstenkugelpilz
Chaetomium globosum

Schwärzepilz
Cladosporium cladosporioides