Lexikon-Eintrag

Grünstreifige Kartoffellaus Macrosiphum euphorbiae

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Grünstreifige Kartoffellaus (Macrosiphum euphorbiae), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Klassifikation

Taxonomie

Akzeptierter Name
Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Insekten (Insecta)
Ordnung
Schnabelkerfe (Hemiptera)
Familie
Aphididae
Gattung
Macrosiphum
Art
Macrosiphum euphorbiae

Wissenschaftlicher Name Macrosiphum euphorbiae (Thomas, 1878)

Überblick

Einleitung

Die Grünstreifige Kartoffellaus (Macrosiphum euphorbiae) ist eine pflanzensaugende Insektenart aus der Familie der Röhrenläuse (Aphididae) und tritt als bedeutender Schädling an Kartoffeln sowie verschiedenen anderen Kulturpflanzen auf. Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, hat sich die Art mittlerweile in den gemäßigten Regionen Europas und Asiens verbreitet und ist in allen Kartoffelanbaugebieten anzutreffen. Neben direkten Schäden durch das Saugen an Pflanzengeweben dient sie als Vektor für zahlreiche Pflanzenviren.1

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Die Beine sind länger als bei anderen Blattläusen, hellgrün gefärbt und weisen dunklere Spitzen auf.
  • Die Siphunculi sind blass, zylindrisch mit dunklen Spitzen und operculi, und erreichen etwa ein Drittel der Körperlänge.
  • Die cauda (Schwanzstruktur) ist schwertförmig, trägt 6 bis 12 Haare und ist deutlich kürzer als die Siphunculi.
  • Die Nymphen durchlaufen im Verlauf von etwa zehn Tagen mehrere Häutungen.
  • Ein Weibchen produziert im Zuge der parthenogenetischen Fortpflanzung über drei bis sechs Wochen bis zu siebzig Jungtiere.
  • In Nordamerika wird die Art stark von der Braconiden-Wespe Aphidius nigripes parasitiert.
  • Tomatensorten mit glatten Blättern werden gegenüber behaarten Blättern bevorzugt; anfällige Tomatenpflanzen weisen höhere Saccharose-, geringere Chinasäure- sowie höhere Alanin- und Tyrosinspiegel auf.
  • Bei Kopfsalat zeigen sich Butterhead-Sorten meist mäßig bis stark resistent, während Crisphead-Sorten anfällig sind.
  • Zu den übertragenen Viren zählen unter anderem das Salat-Mosaikvirus, das Bärtige-Schwertlilien-Mosaikvirus, das Narzissen-Gelbstreifen-Virus, das Tulpen-Breaking-Virus, das Rübenmilder Gilbungsvervirus und das Rübenvergilbungsvirus.1

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Grünstreifige Kartoffellaus (Macrosiphum euphorbiae) ist eine Pflanzenlaus aus der Familie der Aphididae und zeichnet sich durch einen birnenförmigen Körper aus. Ungeflügelte Weibchen erreichen eine Körperlänge von etwa vier Millimetern und zeigen eine grüne oder gelegentlich pinke Grundfärbung, die häufig von einem dunkleren Rückenfstreifen ergänzt wird. Der Kopf trägt nach außen gerichtete Tuberkel, auf denen die Antennen inserieren. Diese Fühler übertreffen die Körperlänge und weisen an den Segmentübergrenzen dunkle Ringe auf. Im Gegensatz dazu besitzen geflügelte Weibchen einen gleichmäßig dunkler gefärbten Körper sowie Appendizes und ein grünes Abdomen. Die Beine sind länger als bei vielen anderen Blattlausarten ausgeprägt, wobei sie blassgrün gefärbt und an den Spitzen verdunkelt sind. Das Abdomen trägt blass gefärbte, zylindrische Siphunculi mit dunklen Spitzen und Operculi, deren Länge etwa ein Drittel der Körperlänge ausmacht. Die schwertförmige Cauda (Schwänzchen) ist deutlich kürzer als die Siphunculi und trägt sechs bis zwölf Haare. Nymphen ähneln morphologisch den adulten Tieren in miniaturisierter Form. Belastbare morphologische Daten zu Eiern, Puppen sowie ein ausgeprägter Sexualdimorphismus bezüglich spezifischer Messwerte jenseits der bekannten geflügelten Morphare sind in der zugrundeliegenden Datenlage nicht systematisch dokumentiert. Zur genauen Abgrenzung von anderen Blattlausarten dienen insbesondere die Länge der Siphunculi im Verhältnis zum Körper sowie die charakteristischen Antennentuberkel.1

Porträt

Beschreibung

Macrosiphum euphorbiae ist eine weltweit verbreitete phytophage Pflanzenlaus aus der Familie der Aphididae, die als bedeutender Schädling in landwirtschaftlichen Kulturen auftritt. Im natürlichen Lebensraum zeigt die Art ein charakteristisches Erscheinungsbild mit einem birnenförmigen Körper, der bei ungeflügelten Weibchen etwa 4 mm Länge erreicht. Farblich treten überwiegend grüne oder gelegentlich rosafarbene Morphen auf, wobei Letztere keine Präferenz für bestimmte Blattetagen zeigen, während die grüne Morphe bevorzugt auf älteren, unteren Blättern von Kartoffelpflanzen zu finden ist. Morphologisch unterscheidet sich die Art durch längere Beine und Antennen, die länger als der Körper sind und auf nach außen gerichteten Tuberkeln sitzen. Die Siphunculi sind blass, zylindrisch geformt, weisen dunkle Spitzen sowie Operkuli auf und erreichen etwa ein Drittel der Körperlänge. Im Gegensatz dazu besitzt die schwanzförmige Cauda 6 bis 12 Haare und ist deutlich kürzer als die Siphunculi. Geflügelte Weibchen weisen einen einheitlich dunkler gefärbten Körper samt Appendizes sowie einen grünen Abdomen auf. Larven ähneln in ihrem Aussehen miniaturenhaften Versionen der Adulten und durchlaufen im Verlauf von etwa zehn Tagen mehrere Häutungen. Die Entwicklung der Population wird maßgeblich von Umweltfaktoren beeinflusst, wobei das Temperaturoptimum für das Populationswachstum bei 68 °F liegt. Bei hohen Populationsdichten oder ungünstigen Umweltbedingungen werden geflügelte Individuen gebildet, die neue Wirtspflanzen besiedeln. Als hochgradig polyphage Art befällt Macrosiphum euphorbiae über zweihundert Pflanzenarten aus mehr als zwanzig Familien, zeigt jedoch eine ausgeprägte Präferenz für Solanaceen. Neben direkten Saugschäden fungiert die Art als Vektor für zahlreiche bedeutende Pflanzenviren, darunter das Kartoffel-Blattrollvirus und das Kartoffel-Virus Y. Belastbare Daten zu historischen Erstbeschreibungen jenseits der taxonomischen Einordnung sind in der primären Literaturbasis nicht systematisch dokumentiert.1

Systematik

Name & Einordnung

Die Grünstreifige Kartoffellaus ist wissenschaftlich als Macrosiphum euphorbiae (Thomas, 1878) innerhalb der Familie der Aphididae eingeordnet.12 Im deutschen Sprachraum ist die Art geläufig als Grünstreifige Kartoffellaus bekannt. Im englischsprachigen Raum wird sie als potato aphid bezeichnet. Die Art gehört zur Gattung Macrosiphum, welche pflanzensaugende Insekten umfasst.1 Belastbare historische Details zur genauen Erstbeschreibung durch Thomas im Jahr 1878 oder mögliche Synonyme sind in den vorliegenden Daten nicht weiter spezifiziert.12 Weitere frühere Familien- oder Gattungszuordnungen sowie detaillierte Etymologien gehen aus den verfügbaren Primärquellen nicht hervor, weshalb hierzu keine Angaben gemacht werden können.

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Die Art Macrosiphum euphorbiae ist ein pflanzensaugendes Insekt, das sich vorwiegend von den Pflanzensäften verschiedener Wirtspflanzen ernährt. Weibliche Individuen überwintern als Eier an Unkräutern, Kartoffelkeimen in Lagern oder an Salat unter Glas. Die Larven beziehungsweise Nymphen schlüpfen gewöhnlich im April und beginnen zunächst an mehrjährigen Unkräutern, insbesondere der Familie Chenopodiaceae, zu saugen. Im Mai oder frühen Juni wandern sie auf Gemüsekulturen wie Kartoffeln, Kohl und Tomaten über. Dort besiedeln sie Triebe, Blattunterseiten, Knospen sowie Blüten, wobei sie stark polyphag über 200 Arten aus mehr als 20 Pflanzenfamilien nutzen, jedoch Solanaceae bevorzugen. Larven und Adulte ernähren sich gleichermaßen durch das Saugen von Pflanzensäften. Die Entwicklung der Nymphen erfolgt über mehrere Häutungen innerhalb von etwa zehn Tagen. Ein Weibchen produziert im Zuge der Parthenogenese bis zu 70 Jungtiere über einen Zeitraum von drei bis sechs Wochen. Während der Sommermonate können bis zu zehn Generationen ausgebildet werden. Das Optimum für das Populationswachstum liegt bei einer temperatur von 68 °F. Bei hoher Populationsdichte oder in Abhängigkeit von Tageslänge, Temperatur und Elterntyp werden geflügelte Individuen gebildet, die neue Wirtspflanzen besiedeln. Im August wandern die Tiere zurück zu den Primärwirten, um Eier abzulegen. Natürliche Kontrollfaktoren wie hohe Temperaturen oder starker Regenfall reduzieren den Befall, zudem wirken Prädatoren, Parasiten und Pathogene regulierend. In Nordamerika werden die Nymphen stark von der Braconiden-Wespe Aphidius nigripes parasitiert.1

Lebensweise

Verhalten

Das Verhalten von Macrosiphum euphorbiae ist stark durch saisonale Migrationen und Wirtspflanzenpräferenzen geprägt. Im Frühjahr wandern die Individuen von ihren Primärwirten auf verschiedene Kulturpflanzen wie Kartoffeln oder Tomaten ab. Dort ernähren sie sich bevorzugt an Sprossen, Knospen, Blüten und auf der Unterseite von Blättern, wobei sie häufig die unteren Pflanzenteile aufsuchen. Innerhalb der Population zeigt sich zudem eine Verteilung nach Farbmorphen: Die grüne Morphe wird vermehrt auf älteren, unteren Blättern älterer Pflanzen angetroffen, während die rosafarbene Morphe diese Präferenz nicht zeigt. Bei starkem Populationsaufbau werden geflügelte Individuen gebildet, die aktiv abfliegen, um neue Wirtspflanzen besiedeln. Im Spätsommer, ab August, erfolgt schließlich die Rückwanderung zu den Primärwirten.1

Lebensweise

Ökologie

Macrosiphum euphorbiae ist eine hochgradig polyphage Pflanzenlaus, die sich primär von Arten der Familie Solanaceae ernährt, aber insgesamt über zweihundert Pflanzenarten aus mehr als zwanzig Familien als Wirt nutzt. Im Frühjahr schlüpfen die weiblichen Tiere aus überwinternden Eiern an Unkräutern oder Kartoffeltrieben und besiedeln zunächst perennierende Unkräuter, bevor sie im Mai oder Frühsommer auf Kulturpflanzen wie Kartoffeln, Tomaten und Kohl übergehen. Dort saugen sie an Trieben, Knospen, Blüten und den Unterseiten älterer Blätter. Die optimale Temperatur für das Populationswachstum liegt bei 68 °F, während extreme Faktoren wie hohe Temperaturen oder starke Niederschläge den Befall reduzieren können. Natürliche Gegenspieler wie Raubfeinde, Parasiten und Pathogene kontrollieren die Populationen auf natürliche Weise, wobei in Nordamerika insbesondere die Braconiden-Wespe Aphidius nigripes als Parasitoid auftritt. Zudem fungiert die Art als Vektor für zahlreiche pflanzenpathogene Viren wie das Kartoffel-Blattrollvirus und das Kartoffel-Virus Y.1

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Die Grünstreifige Kartoffellaus (Macrosiphum euphorbiae) hat ihren Ursprung in Nordamerika, von wo aus sie sich global ausgebreitet hat. Heute ist die Art kosmopolitisch in allen temperierten Regionen verbreitet, in denen Kartoffeln angebaut werden. In Europa und Asien ist sie flächendeckend in den entsprechenden Klimazonen nachgewiesen.1 Auch in Teilen Südens und Asiens, wie etwa Pakistan und Armenien, ist sie etabliert. Ihr natürliches Habitat umfasst terrestrische Lebensräume wie Grünland, Hochstaudenfluren sowie Heide- und Strauchlandschaften. Zudem besiedelt die Art regelmäßig landwirtschaftlich, gärtnerisch oder domestisch genutzte Flächen wie Kulturland und Gewächshäuser.2 Als hochgradig polyphage Art nutzt sie über 200 Pflanzenarten aus mehr als 20 Familien als Wirte.1 Ein bevorzugtes Wirtsspektrum bilden dabei Pflanzen aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae), insbesondere die Kartoffel (Solanum tuberosum).12 Im Frühjahr besiedelt sie zunächst ausdauernde Wildkräuter, vor allem Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae), bevor sie im Mai und Juni auf Kulturpflanzen wie Tomaten, Kohl und Kartoffeln überwechselt.1 Darüber hinaus wird sie in künstlichen, industriellen und sonstigen artifiziellen Habitaten angetroffen.2 Die Überwinterung erfolgt als Ei an Unkräutern, gelagerten Kartoffelkeimen oder an Salaten unter Glas.1

Verbreitung

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Hamburg, Deutschland

    13.10.2025

  • Naturpark Neckartal-Odenwald e.V., 邦门塔尔, 巴登-符腾堡, Deutschland

    12.10.2025

  • Haren (Ems), Niedersachsen, Deutschland

    31.08.2025

  • Schmarl, Rostock, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

    03.07.2025

  • Deutschland

    29.06.2025

Daten: iNaturalist

Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Die saisonale Aktivität von Macrosiphum euphorbiae beginnt im Jahresverlauf im April mit dem Schlüpfen der weiblichen Fundatrix-Generation aus Überwinterungseiern. Diese Stammmütter schlüpfen auf Unkräutern, Kartoffelspitzen in Lagern oder unter Glas kultiviertem Salat. Im Mai bis Anfang Juni wandern die Tiere auf Sommerwirtspflanzen wie Kartoffeln, Tomaten und Kohl ab, wo sie an Knospen, Blüten und den Blattunterseiten saugen. Während des Sommers pflanzen sich die Weibchen parthenogenetisch über drei bis sechs Wochen fort, wobei bis zu zehn Generationen pro Jahr entstehen. Die optimale Temperatur für dieses rasche Bevölkerungswachstum liegt bei 20 °C (68 °F). Bei starker Populationsdichte sowie in Abhängigkeit von Tageslänge und Temperatur werden geflügelte Morphen gebildet, die zu neuen Wirtspflanzen fliegen. Im August migrieren die Blattläuse zurück zu ihren Primärwirten. Dort überwintert die Art im Stadium der Eier auf Unkräutern.1 Das öffentliche Suchinteresse zeigt in den Wintermonaten November vereinzelte Peaks.2

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Macrosiphum euphorbiae ist ein bedeutender schadsaugender Insektenschädling aus der Familie der Blattläuse (Aphididae), der Kartoffeln und andere wirtschaftlich wichtige Kulturen wie Tomaten und Kohl befällt. Das Schadpotenzial ergibt sich primär aus dem Entzug von Pflanzensaft an Trieben, Knospen, Blüten sowie an der Unterseite der unteren Blätter. Belastbare Daten zeigen, dass die Art stark polyphag ist und über zweihundert Pflanzenarten in mehr als zwanzig Familien befällt, wobei Pflanzen der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) bevorzugt werden. Neben dem direkten Sageschaden besitzt Macrosiphum euphorbiae eine erhebliche phytosanitäre Relevanz als Vektor für zahlreiche Pflanzenviren. Zu den nachgewiesen übertragenen Viren zählen unter anderem das Kartoffelvirus Y, das Kartoffelblattrollvirus, das Salat-Mosaikvirus sowie das Tulpen-Breaking-Virus. Eine Früherkennung stützt sich auf die Kontrolle der Blattunterseiten und Triebe, insbesondere an älteren Pflanzen und den unteren Blättern, wo sich vor allem die grüne Biotype bevorzugt ansammelt. Die natürliche Populationsdynamik wird durch Witterungsfaktoren wie hohe Temperaturen oder starke Niederschläge sowie durch natürliche Gegenspieler wie Räuber, Parasiten und Pathogene reguliert. Präventiv kann die Anfälligkeit der Kulturpflanzen durch Sortenwahl beeinflusst werden, da beispielsweise bei Tomaten glatte Blätter stärker bevorzugt werden und Sortenunterschiede bezüglich des Gehalts an Inhaltsstoffen wie Zucker und Aminosäuren bestehen. Bei Salatpflanzen zeigen Kopfsalat-Varietäten meist eine mäßige bis hohe Resistenz, während Crisphead-Varietäten anfällig sind. Steigen die Populationsdichten stark an, kann eine chemische Bekämpfung mittels Insektizidseifen versucht werden. Diese Maßnahme ist jedoch oft eingeschränkt wirksam, da sich die Läuse bevorzugt auf den Unterseiten der unteren Blätter aufhalten und dort durch Spritzmittel schwer erreichbar sind.1

Praxiswissen

Wirtschaftliche Bedeutung

Macrosiphum euphorbiae verursacht als saugendes Schadinsekt erhebliche wirtschaftliche Schäden in der Landwirtschaft, insbesondere im Kartoffel-, Tomaten- und Gemüsebau. Die Art befällt neben Kartoffeln zahlreiche kommerziell bedeutende Kulturen wie Kohl und Tomaten, an denen sie an Trieben, Knospen, Blüten und den Unterseiten der Blätter saugt. Durch den direkten Saugakt kommt es zu Beeinträchtigungen der Wirtspflanzen. Eine wesentliche wirtschaftliche Schadwirkung geht zudem von der Übertragung verschiedener Pflanzenviren aus. Zu den Vektorenkrankheiten, die durch Macrosiphum euphorbiae übertragen werden, gehören unter anderem das Kartoffelvirus Y, das Kartoffelblattrollvirus sowie das Salat-Mosaik-Virus. Auch wirtschaftlich relevante Viren an Zierpflanzen und Rüben wie das Tulpen-Breaking-Virus und das Rübenvergilbungsvirus werden verbreitet. Bei starkem Befall wird im Rahmen der Bekämpfung versucht, chemische Maßnahmen mit insektiziden Seifen durchzuführen. Diese Bekämpfung ist jedoch häufig erschwert, da sich die Läuse vorwiegend auf den Unterseiten der unteren Blätter aufhalten und dort mit Spritzmitteln schwer zu erreichen sind. Belastbare finanzielle Gesamtschadenssummen oder exakte Bezifferungen von Bekämpfungskosten fehlen in den vorliegenden Daten jedoch weitgehend.1

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. en.wikipedia.org/wiki/Macrosiphum_euphorbiae
  2. gbif.org/species/2077747