Lexikon-Eintrag

Zackenbindiger Rindenspanner Ectropis crepuscularia

Zackenbindiger Rindenspanner (Ectropis crepuscularia), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Klassifikation

Taxonomie

Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Insekten (Insecta)
Ordnung
Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie
Geometridae
Gattung
Ectropis

Überblick

Einleitung

Der Zackenbindige Rindenspanner (Ectropis crepuscularia) ist ein nachtaktiver Schmetterling aus der Familie der Spanner (Geometridae).1 Die Art besiedelt als polyphager Herbivor Wälder, Parks und Gärten in Europa, Asien und Nordamerika.12 Die Färbung der Flügel ähnelt stark jener des Rauten-Rindenspanners (Peribatodes rhomboidaria), wobei die Beschuppung bei Ectropis crepuscularia weniger kontrastreich von der Grundfarbe abgehoben ist.1

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Die Unterarteneinteilung des Zackenbindigen Rindenspanners umfasst neben der Nominatform Ectropis crepuscularia crepuscularia auch das Taxon Ectropis crepuscularia abraxaria.1
  • Als Überwinterungsstadium fungieren ausschließlich die Puppen der zweiten Generation.12
  • Die grauen Raupen der Art lassen sich in zwei zeitlichen Fenstern von Mai bis Juli sowie von August bis September in der Natur antreffen.1

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Der Zackenbindige Rindenspanner (Ectropis crepuscularia) ist ein nachtaktiver Falter aus der Familie der Spanner (Geometridae), der sich durch eine variable, tarnende Flügelzeichnung auszeichnet. Die Art erreicht eine Flügelspannweite von 38 bis 45 mm. Die Grundfärbung der Flügel variiert von grau bis schmutzig-weiß, wobei dichte braune bis dunkelgraue Schüppchen aufgelagert sind. Neben typischen Exemplaren kommen recht häufig auch deutlich dunklere beziehungsweise melanistische Falter vor. Ein charakteristisches Merkmal ist eine schwach gezackte, weiße Wellenlinie, die auf der Innenseite dunkel eingefasst ist und sich nahtlos von den Vorderflügeln auf die Hinterflügel fortsetzt. Im Vergleich zu dem ansonsten sehr ähnlichen Rauten-Rindenspanner (Peribatodes rhomboidaria) hebt sich die Schuppenfärbung bei Ectropis crepuscularia weniger stark von der Grundfarbe ab. Die Raupen des Zackenbindigen Rindenspanners sind grau gefärbt und ernähren sich polyphag von zahlreichen Laub- und Nadelbäumen, Sträuchern sowie niederen Pflanzen.1 Weitere morphologische Details wie Kopfstrukturen, Thoraxbehaarung, Beine, Eier oder Puppen sind in der wissenschaftlichen Literatur für diese Art nicht im Detail belegt, weshalb hierzu keine spezifischen Messwerte vorliegen. Belastbare morphologische Daten zum Sexualdimorphismus oder zu feineren anatomischen Merkmalen des Abdomens fehlen ebenfalls in den aktuellen Datenquellen.

Porträt

Beschreibung

Der Zackenbindige Rindenspanner (Ectropis crepuscularia) ist ein nachtaktiver Falter aus der Familie der Spanner (Geometridae).1 Taxonomisch gehört die Art zur Ordnung der Schmetterlinge (Lepidoptera) und repräsentiert eine morphologisch angepasste Insektengruppe.4 Ein historisches Synonym für die Art ist der Pflaumenspanner, wobei dieser Name primär den Schlehenspanner (Angerona prunaria) bezeichnet. Zudem ist die taxonomische Einordnung des Heidelbeerspanners (Ectropis bistortata) als Synonym zum Zackenbindigen Rindenspanner in der Wissenschaft umstritten. Die Art umfasst die Unterarten Ectropis crepuscularia crepuscularia und Ectropis crepuscularia abraxaria. Im natürlichen Lebensraum zeigt die Art ein Erscheinungsbild mit grau bis schmutzig-weiß gefärbten Flügeln, die eine Definierung durch braune bis dunkelgraue Schüppchen aufweisen. Im Vergleich zu dem ansonsten sehr ähnlichen Rauten-Rindenspanner (Peribatodes rhomboidaria) hebt sich diese Beschuppung weniger stark von der Grundfarbe ab. Typisch für das Erscheinungsbild ist zudem das Auftreten melanistischer, also dunklerer Falter, die in Populationen recht häufig vorkommen. Als charakteristisches Merkmal zieht sich eine schwach gezackte, weiße Wellenlinie von den Vorderflügeln auf die Hinterflügel fort, welche innenseitig dunkel begleitet wird. Morphologisch erreicht Ectropis crepuscularia eine Flügelspannweite von 38 bis 45 Millimeter.1 Bezüglich der anatomischen und ökologischen Anpassungen zeigt sich eine polyphage Ernährungsweise der Larven.2 Die grauen Raupen nutzen ein breites Spektrum an Nahrungsquellen und ernähren sich sehr vielseitig von Laub- und Nadelbäumen, Sträuchern sowie niederen Pflanzen. Im Jahresverlauf entwickelt die Art üblicherweise zwei Generationen, wobei die Falter der ersten Generation von März bis Mai und die der zweiten Generation von Juni bis September fliegen. Unter ungünstigen Lagen oder bei sehr schlechten Witterungsbedingungen reduziert sich der Entwicklungszyklus auf eine Generation pro Jahr.1 Als Überwinterungsstadium fungiert ausschließlich die Puppe der zweiten Generation.12 Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den Britischen Inseln über Mittel- und Osteuropa bis nach Ostasien sowie in Teilen Nordamerikas. Die südliche Verbreitungsgrenze verläuft über den westlichen Mittelmeerraum inklusive der Balkanländer, Kleinasien und den Kaukasus bis nach Kasachstan, während im Norden das Areal in Höhe des Polarkreises endet. In diesem geografischen Rahmen besiedelt Ectropis crepuscularia bevorzugt Wälder aller Art, Marschländer, Parks sowie Gärten. Belastbare Daten zu mikroskopischen Unterscheidungsmerkmalen gegenüber Nahverwandten liegen in der Standardliteratur nicht detailliert vor, weshalb hier eine Lücke in der systematischen Feldbeschreibung besteht.1

Systematik

Name & Einordnung

Der Zackenbindige Rindenspanner wird wissenschaftlich als Ectropis crepuscularia geführt. Als weiterer deutscher Trivialname existiert gelegentlich die Bezeichnung Pflaumenspanner, welche jedoch synonym beziehungsweise irrtümlicherweise auch für den Schlehenspanner (Angerona prunaria) verwendet wird. Die Einordnung erfolgt innerhalb der Familie der Spanner (Geometridae) und der Gattung Ectropis. Einige Autoren führen den Heidelbeerspanner (Ectropis bistortata) als Synonym zu Ectropis crepuscularia, wobei diese Zuordnung in der Wissenschaft umstritten ist. Innerhalb der Art werden zudem Unterarten wie Ectropis crepuscularia crepuscularia und Ectropis crepuscularia abraxaria unterschieden.1 Belastbare Daten zu historischen Erstbeschreibern, genauen Etymologien oder weiteren Synonymen jenseits der genannten liegen in der aktuellen Literaturbasis nicht vor.

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Der Zackenbindige Rindenspanner (Ectropis crepuscularia) ist ein nachtaktiver Falter aus der Familie der Spanner, der in Nord- und Mitteleuropa in Wäldern, Parks und Gärten vorkommt.12 Adulte Falter fliegen von März bis September und werden nachts stark von künstlichem Licht angezogen. Im Laufe eines Jahres bringt die Art typischerweise zwei Generationen hervor, wobei die Flugzeit der ersten Generation von März bis Mai und die der zweiten von Juni bis September dauert. Unter ungünstigen Witterungsbedingungen oder in extremen Lagen reduziert sich der Entwicklungszyklus auf eine Generation pro Jahr. Die polyophagen Raupen ernähren sich sehr vielseitig von Laub- und Nadelbäumen, Sträuchern sowie niederen Pflanzen. Larven der ersten Generation sind von Mai bis Juli zu finden, während die zweite Generation von August bis September auftritt. Belastbare Daten zu den exakten Larvenstadien, spezifischen Wirtspflanzenpräferenzen, physiologischen Schwellentemperaturen oder konkreten Parasitoiden fehlen in der aktuellen Literaturlage. Die Überwinterung erfolgt ausnahmslos im Stadium der Puppe, welche die ungunstige Jahreszeit überdauert.1 Nach Datenlage überwintern weder Eier, Raupen noch adulte Falter.2 Die Imagines erreichen eine Flügelspannweite von 38 bis 45 Millimeter und zeigen graue bis schmutzig-weiße Flügel, die mit braunen oder dunkelgrauen Schüppchen besetzt sind. Häufig treten neben der hellen Grundform auch melanistische, deutlich dunklere Falter auf. Eine schwach gezackte, weiße Wellenlinie zieht sich von den Vorderflügeln bis auf die Hinterflügel durch.1

Lebensweise

Verhalten

Der Ectropis crepuscularia zeigt eine ausgeprägte nachtaktive Lebensweise und fliegt ausschließlich des Nachts. Adulte Falter werden stark von künstlichen Lichtquellen angezogen, was auf eine positive Phototaxis hindeutet. Hinsichtlich der Aktivitätsperiode bildet die Art in Mitteleuropa meist zwei Generationen pro Jahr aus, wobei die Flugzeit der ersten Generation von März bis Mai und die der zweiten von Juni bis September reicht. Unter extrem schlechten Witterungsbedingungen oder in ungünstigen Lagen reduziert sich der Zyklus auf eine Generation jährlich.1 Die Überwinterung erfolgt ausschließlich im Stadium der Puppe, welche die ungünstige Jahreszeit überdauert.12

Lebensweise

Ökologie

Der Zackenbindige Rindenspanner (Ectropis crepuscularia) besiedelt als polyphager Herbivor ein breites Spektrum an Habitaten und ist primär in Wäldern aller Art, Marschland, Parks sowie Gärten anzutreffen. Die ökologische Nische der polyphagen Raupen umfasst die Ernährungsweise von einer Vielzahl unterschiedlicher Laub- und Nadelbäume, Sträucher sowie niederen Pflanzen. In puncto Voltinismus zeigt die Art eine variable Anpassung an die Umweltbedingungen, wobei in Mitteleuropa standardmäßig zwei Generationen pro Jahr ausgebildet werden.12 Unter ungünstigen Witterungsbedingungen oder in extremen Lagen reduziert sich dieser Zyklus auf eine Generation jährlich.1 Die Überwinterung erfolgt ausnahmslos im Stadium der Puppe. Adulte Falter weisen eine nocturnal ausgerichtet Lebensweise auf, fliegen nachts und werden stark von künstlichen Lichtquellen angezogen.12 Die geografische Verbreitung erstreckt sich von den Britischen Inseln über Mittel- und Osteuropa bis nach Ostasien sowie nach Nordamerika, wobei die nördliche Verbreitungsgrenze nahe dem Polarkreis verläuft. Im Süden findet die Art ihre natürlichen Arealgrenzen im westlichen Mittelmeerraum inklusive der Balkanländer, Kleinasien sowie im Kaukasusraum bis nach Kasachstan.1

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Der Zackenbindige Rindenspanner (Ectropis crepuscularia) ist von den Britischen Inseln über Mittel- und Osteuropa bis nach Ostasien verbreitet. Auch in Nordamerika tritt die Art in Erscheinung. Die südliche Verbreitungsgrenze des Areals erstreckt sich über den westlichen Mittelmeerraum inklusive der Balkanländer, Kleinasien und den Kaukasus bis nach Kasachstan. Im Norden reicht das Vorkommen bis in die Region des Polarkreises. In Nord- und Mitteleuropa besiedelt die Art vor allem Nord- und Mitteleuropa, wobei sie in nördlicheren Breiten nur noch sporadisch auftritt. Belastbare Daten zur genauen Vertikalverbreitung in Höhenstufen fehlen. Als natürlicher Lebensraum dienen primär Wälder aller Art, wobei die Art zudem in Marschland sowie in städtischen Parks und Gärten anzutreffen ist.1 Aggregierte Beobachtungsdaten bestätigen das Vorkommen in geschlossenen Waldgesellschaften sowie in urbanen Bereichen.2 In diesen Habitaten nutzen die polyphagen Raupen eine Vielzahl verschiedener Laub- und Nadelbäume, Sträucher sowie niederer Pflanzen als Wirtspflanzen. Aufgrund dieser flexiblen Ernährungsweise und Habitatwahl gelingt der Art die Besiedlung unterschiedlichster terrestrischer Biotope.1

Verbreitung

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Speckenbüttel, 27580 Bremerhaven-Lehe, Deutschland

    25.04.2026

  • Deutschland

    25.04.2026

  • Heuweiler, Germany

    25.04.2026

  • Germany

    24.04.2026

  • Deutschland

    23.04.2026

Daten: iNaturalist

Sichtungen

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8
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Daten der silbarkrift.community
Zuletzt am 01.10.2026
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Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Der Zackenbindige Rindenspanner (Ectropis crepuscularia) zeigt im Jahresverlauf eine ausgeprägte bivoltine Aktivitätsdynamik mit zwei aufeinanderfolgenden Generationen. Adulte Falter können von März bis September in freier Natur beobachtet werden. Die Flugzeit der ersten Generation erstreckt sich von März bis Mai, während die zweite Generation von Juni bis September aktiv ist. Unter ungünstigen Witterungsbedingungen oder in ungünstigen Lagen reduziert sich der Zyklus auf eine Generation pro Jahr. Die nachtaktiven Falter fliegen des Nachts und werden durch künstliche Lichtquellen angezogen. Die polyphagen Raupen treten in zwei Zeitfenstern von Mai bis Juli sowie von August bis September an verschiedenen Laub- und Nadelbäumen sowie Sträuchern und niederen Pflanzen auf. Die Überwinterung erfolgt obligat im Stadium der Puppe, speziell durch die Nachkommenschaft der zweiten Generation.1

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Der Zackenbindige Rindenspanner (Ectropis crepuscularia) gilt in Mitteleuropa weder als landwirtschaftlicher Schädling noch als medizinisch relevante Art, weshalb keine spezifischen Schadbilder oder wirtschaftlichen Verluste dokumentiert sind. Belastbare Daten zu artspezifischen Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen, Fallenmonitoren oder integrierten Schutzkonzepten für diese Art fehlen in der aktuellen Fachliteratur vollständig.12 Da die polyphagen Raupen zwar an verschiedenartigen Laub- und Nadelbäumen sowie Sträuchern fressen, jedoch keine Massenvermehrungen oder gravierende Fraßschäden bekannt sind, sind keine präventiven oder bekämpfenden Maßnahmen erforderlich.1 Auch rechtliche Aspekte wie Quarantänebestimmungen oder Meldepflichten existieren für diesen Nachtfalter nicht.12

Praxiswissen

Wirtschaftliche Bedeutung

Belastbare Daten zur wirtschaftlichen Bedeutung von Ectropis crepuscularia als Schädling oder Nützling fehlen in der aktuellen Literatur weitgehend. Obwohl die polyophagen Raupen an verschiedenen Laub- und Nadelbäumen fressen, sind keine nennenswerten wirtschaftlichen Schäden in der Forstwirtschaft dokumentiert. Auch über Bekämpfungskosten, historische Ausbrüche oder betroffene Materialien liegen keine systematischen Untersuchungen vor.1

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. de.wikipedia.org/wiki/Zackenbindiger_Rindenspanner
  2. gbif.org/species/8421569