Hier sind einige Fakten über den Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) in kompakter Form:
- Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart aus der Familie der Zahnspinner (Notodontidae).
- Die Art ist in Süd- und Mitteleuropa heimisch.
- Die Raupen leben gesellig und bilden auffällige Prozessionen.
- Sie bauen gemeinschaftliche, seidene Nester auf Eichenästen.
- Die Larven durchlaufen sechs Stadien und erreichen eine Länge von bis zu 40 mm.
- Sie sind mit langen, weißen Haaren und mikroskopisch kleinen, giftigen Borsten (Setae) bedeckt, die Thaumetopoein enthalten.
- Der Kontakt oder das Einatmen dieser Borsten kann Dermatitis, Konjunktivitis und Atemwegsprobleme bei Menschen und Tieren auslösen.
- Hauptsächlich befällt der Eichenprozessionsspinner Eichenbäume (Quercus spp.).
- Die Art hat einen jährlichen Generationszyklus, wobei die Falter im Sommer schlüpfen und Eimassen von 100–300 Eiern auf Zweigen ablegen.
- Die Raupen sind von Frühling bis Frühsommer aktiv.
- Die Raupen verpuppen sich in den Nestern im Juni oder Juli, wobei die Puppen 20–46 Tage in festen Kokons eingeschlossen sind, bevor die Falter schlüpfen.
- Die Falter haben graue Vorderflügel mit Zickzackmustern zur Tarnung und eine Flügelspannweite von 25–41 mm.
- Die Lebensdauer der adulten Falter ist kurz (3–4 Tage).1
- Die Raupen bevorzugen Laub-Eichen wie Quercus robur und Q. petraea, fressen aber gelegentlich auch an anderen Bäumen wie Birke (Betula), Hasel (Corylus) oder Esskastanie (Castanea sativa).
- Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von der Iberischen Halbinsel und dem Schwarzmeergebiet bis nach Mitteleuropa, mit einer Ausdehnung nach Norden aufgrund der Klimaerwärmung und der Ausbreitung durch den Menschen über befallenes Pflanzenmaterial.1