Adulte Drosophila melanogaster sind kleine Fliegen mit einer Körperlänge von etwa 2 bis 3 mm und einer Breite von rund 2 mm. Die Grundfärbung des Körpers ist gelb-braun, wobei das Abdomen charakteristische schwarze Querstreifen aufweist.31 Der rundliche Kopf trägt große, ziegelrote Facettenaugen, die aus jeweils 700 bis 750 Ommatidien bestehen.1 Zudem besitzen sie kurze Antennen, die mit einer gefiederten Borste (Arista) ausgestattet sind, sowie einen einziehbaren Rüssel.13 Am Thorax befinden sich membranöse Flügel mit einer einfachen Aderung, bei der nur fünf Längsadern den Flügelrand erreichen.3 Die Subcostalader ist unvollständig und die Analzelle ist klein oder fehlend, während Halteren für die Flugbalance sorgen. Ein ausgeprägter Sexualdimorphismus zeigt sich an den Vorderbeinen der Männchen, die charakteristische Geschlechtskämme (Sex Combs) aus etwa 11 Borsten tragen. Weibchen sind etwas größer und besitzen ein längliches Abdomen mit sieben sichtbaren Segmenten und einem sklerotisierten Legebohrer.13 Männchen hingegen haben ein rundlicheres Hinterleibsende mit nur fünf sichtbaren Segmenten und einer durchgehenden schwarzen Pigmentierung am posterioren Bereich. Die länglichen, weißen Eier messen etwa 0,5 mm und verfügen am anterioren Ende über eine Mikropyle für den Spermieneintritt. Die Larven sind weiße, zylindrische Maden mit einem transparenten Körper, der in zehn Rumpfsegmente unterteilt ist. Sie wachsen über drei Stadien auf bis zu 5 mm heran und besitzen Mundhaken sowie posteriore Analfelder mit Atemöffnungen. Die Verpuppung erfolgt in einem tonnenförmigen Puparium, das aus der verhärteten Larvenkutikula besteht und eine bräunliche Färbung annimmt. Das Puparium behält einige larvale Merkmale wie die Spirakelpapillen bei und besitzt ein Operculum für den Schlupf der Imago.1 Drosophila melanogaster gehört zur Untergattung Sophophora und lässt sich morphologisch nur schwer von nahen Verwandten wie Drosophila simulans unterscheiden.35 Die sichere Abgrenzung erfordert oft die Untersuchung der Genitalien, da Hybriden aufgrund genetischer Inkompatibilitäten meist steril sind.5