Das Silberkraft Silberfischspray ist ein anwendungsfertiges Biozidprodukt mit dem Wirkstoff Geraniol (3 g je 100 ml Sprühlösung, BAuA-Reg.-Nr. N-115001). Laut Sicherheitsdatenblatt ist es als Repellent gegen Silberfische angelegt. Du sprühst es in die Eintrittsstellen und auf die Laufwege der Tiere, zum Beispiel im Bad, in Wohn- und Schlafräumen, im Keller oder in der Garage.
Silberfischspray: So wirkt es
Geraniol ist ein Bestandteil vieler ätherischer Öle. Laut Etikett meiden Silberfische die eingesprühten Bereiche. Das Spray ist damit ein Baustein und kein Komplettprogramm, denn es ersetzt weder die Suche nach dem Versteck noch die Klärung der Feuchtigkeitsursache.
Das liegt an der Lebensweise der Tiere. Silberfischchen sind nachtaktive, schnelle Läufer und reagieren auf Licht mit Fluchtreflex. Tagsüber sitzen sie in Ritzen, Spalten, hinter Fußleisten und hinter losen Tapeten. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln in Spalten und Ritzen. Dort liegen sie verborgen, ein Spray erreicht sie nicht gezielt.
Silberfischspray: Silberfische und Papierfischchen unterscheiden
Silberfische (Lepisma saccharina)
Das Silberfischchen wird 7 bis 11 mm lang, ist flügellos und trägt silbergrau schimmernde Schuppen, die es ab der dritten Häutung entwickelt. Es besiedelt Bäder, Waschküchen, Küchen und Bibliotheken. Es frisst stärke- und zuckerhaltige Stoffe wie Mehl und Grieß, außerdem Papier, tierischen Leim, Hautschuppen und Schimmelrasen. In kleiner Zahl ist es ein Lästling und überträgt keine Krankheiten. Bei starkem Befall kommen Schabe- und Lochfraß an Büchern, Tapeten und Papier hinzu.
Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata)
Papierfischchen sind mit 15 bis 19 mm deutlich größer, braungrau bis anthrazit gefärbt und tragen drei lange, gefiederte Schwanzfäden. Sie nagen an Papier, Pappe, Tapeten und gestärkten Textilien. Die Art stammt aus wärmeren Regionen und wird unter anderem mit Hygienepapier verschleppt. Als Einsatzzweck nennen Etikett und Sicherheitsdatenblatt des Sprays Silberfische.
Silberfischspray und Ursachen: Warum Silberfische auftauchen
Silberfischchen gelten als Indikator für zu hohe Feuchtigkeit, Wasserschäden, ungünstiges Lüftungsverhalten und Schimmelbildung. Ein Befall beginnt häufig mit der Einschleppung von Eiern, Larven oder erwachsenen Tieren durch Bücher, Kartonagen, Verpackungen und Baustoffe. Stoß- und Querlüften, weniger Feuchtigkeitsquellen, abgedichtete Fugen und Ritzen, regelmäßiges Staubsaugen und dicht verschlossene Vorräte nehmen den Tieren Lebensgrundlage und Verstecke. Wo sich das nicht umsetzen lässt, hilft ein laufendes Monitoring mit Klebeflächen.