Adulte Ichneumonidae sind schlanke Insekten mit einer charakteristischen Wespentaille, deren Körperlänge ohne Anhänge meist zwischen 3 und 40 mm variiert. Die Grundfärbung ist häufig schwarz oder braun, oft gezeichnet mit kontrastierenden weißen, gelben oder rötlichen Mustern, die der Artbestimmung dienen. Der Kopf trägt große seitliche Komplexaugen sowie drei Ocellen auf dem Scheitel, während die fadenförmigen Antennen aus 16 oder mehr Segmenten bestehen und oft über die halbe Körperlänge hinausreichen. In Ruheposition werden die Flügel typischerweise längs über das Abdomen gefaltet. Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal im Vorderflügel ist das Areolet, eine kleine, fünfeckige Zelle, die durch das Zusammentreffen der Adern 2-Rs, 3rs-m und 2m-cu gebildet wird, wenngleich das Flügelgeäder generell reduziert ist. Zur Abgrenzung von den verwandten Braconidae dient das Fehlen der Ader 1-Rs+M im Vorderflügel sowie meist das Vorhandensein einer seitlichen Furche (Glymma) am ersten Hinterleibssegment. Das Abdomen (Metasoma) besteht aus 6 bis 8 sichtbaren Segmenten und endet bei Weibchen in einem spezialisierten Legebohrer (Ovipositor). Dieser kann je nach Unterfamilie extrem variieren, von sehr kurz bis hin zu Längen von über 10 cm bei den Rhyssinae, womit er die Körperlänge deutlich übertrifft. Strukturell besteht der Legebohrer aus verzahnten Valvulae mit gesägten Spitzen, die das Durchdringen von Wirtsgewebe ermöglichen. An den Beinen finden sich oft kammartige Tarsalklauen mit kleinen Zähnen, die den Halt am Wirt verbessern. Ein ausgeprägter Sexualdimorphismus zeigt sich darin, dass Männchen meist kleiner sind und keinen Legebohrer besitzen. Die Eier sind oval und blass, wobei einige Arten Verankerungsstrukturen aufweisen. Die Larven durchlaufen 3 bis 5 Stadien, wobei das erste Stadium bei Ektoparasitoiden spindelförmig und bei Endoparasitoiden oft geschwänzt (caudat) ist. Die Verpuppung erfolgt meist in einem seidenen Kokon, der entweder innerhalb der Wirtsüberreste oder extern gesponnen wird.7