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KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Wissenschaftlicher Name Trombicula autumnalis (Shaw)
Überblick
Die Herbstmilbe (Neotrombicula autumnalis) ist eine Art der Laufmilben (Trombiculidae) aus der Unterklasse der Milben und der Klasse der Spinnentiere.1 Die Larven der Herbstmilbe sind Ektoparasiten, die lokale Reizungen und Juckreiz verursachen.2 Neotrombicula autumnalis ist der häufigste Erreger der Trombidiose beim Menschen in Europa.1
Auf einen Blick
Erkennen
Die Herbstmilbe (Neotrombicula autumnalis) gehört zur Unterklasse der Milben (Acari). Weltweit gibt es verschiedene Arten der Gattung Neotrombicula und Unterarten. Die ausgewachsenen Milben haben acht Beine. Die Larven der Herbstmilbe sind sechsbeinig und bis zu 0,3 mm groß. Sie haben eine rot-orange Farbe. Die Larven ritzen die Haut ihrer Wirte mit scherenartigen Cheliceren an. Dabei injizieren sie gewebezerstörende und gerinnungshemmende Substanzen in die kleine Wunde. Im Speichel der Larven sind Mukopolysaccharide enthalten, die ein Nahrungsrohr (Stylostom) bilden. Dieses dient der Verlängerung und Festigung des Saugkanals. Die Larven bevorzugen hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen von 25 bis 30 °C. Sie sind phototrop und negativ geotrop, bewegen sich also zum Licht und auf vertikalen Flächen entgegen der Schwerkraft. Die vollgesogenen Larven lassen sich nach einigen Tagen vom Wirt fallen und entwickeln sich über drei Nymphenstadien zum adulten Tier. Adulte Herbstmilben haben eine Länge von etwa 2 mm. Im Frühjahr legen die weiblichen Milben mehrere hundert Eier, oft an sonnenbeschienenen Grashalmen.4
Porträt
Die Herbstmilbe, wissenschaftlich als Neotrombicula autumnalis bekannt, gehört zur Familie der Laufmilben (Trombiculidae) innerhalb der Ordnung Trombidiformes und der Klasse der Spinnentiere (Arachnida). Weltweit sind verschiedene Arten und Unterarten der Gattung Neotrombicula beschrieben worden. In Europa konzentrierte sich die Forschung auf die Verbreitung und Unterscheidung von Unterarten bis in die 1960er Jahre. Sechs Arten der Trombiculiden gelten in Europa als gelegentliche Parasiten des Menschen, wobei Neotrombicula autumnalis die häufigste und am weitesten verbreitete Art in Mitteleuropa ist. Die Larven der Herbstmilbe sind durch ihre orange Farbe charakterisiert und befallen Wirbeltiere. Sie sind im späten Sommer und Herbst im Freien anzutreffen, wo sie an Stellen mit enger Kleidung und in Hautfalten beißen. Die Reaktion des Wirts wird hauptsächlich durch die Sensibilisierung gegenüber dem von Trombicula injizierten Speichel verursacht, die von einem leicht irritierenden Erythem bis hin zu Papeln oder Papulovesikeln mit starkem Juckreiz reichen kann. In seltenen Fällen können Patienten mit regionaler Adenitis, Urtikaria, bullösen oder morbilliformen Eruptionen reagieren. Die Diagnose der Trombidiose kann durch Dermoskopie bestätigt werden, um den orangefarbenen Parasiten zu visualisieren. Die Herbstmilbe durchläuft mehrere Entwicklungsstadien, darunter Ei, Larve, Nymphe und adultes Tier. Nur die Larven sind parasitisch und ernähren sich von Gewebe und Lymphe ihrer Wirte. Die adulten Milben leben im Boden und ernähren sich räuberisch von anderen Kleinstlebewesen und deren Eiern. Die Larven ritzen die Haut des Wirtes mit ihren Cheliceren an und injizieren ein Sekret, das Gewebe auflöst und die Aufnahme von vorverdauten Zellen und Lymphe ermöglicht. Die Herbstmilbe ist nicht mit Spinnmilben-Arten wie Bryobia gramineum zu verwechseln, die harmlos sind und an Pflanzen saugen.2
Systematik
Die Herbstmilbe, wissenschaftlich als Neotrombicula autumnalis (Shaw, 1790) bekannt, ist eine Art der Familie Trombiculidae (Laufmilben). Derzeit wird der Name Trombicula autumnalis als ein Synonym betrachtet. Früher wurde die Herbstmilbe unter dem Namen Acarus autumnalis geführt.1 Im Deutschen sind verschiedene Trivialnamen für N. autumnalis gebräuchlich, darunter Herbstgrasmilbe, Heumilbe und Grasmilbe. Diese Namen sind jedoch irreführend, da die Herbstmilbe nicht mit Pflanzenmilben oder Läusen verwandt ist.1
Lebensweise
Die erwachsenen Laufmilben und die (Deuto-)Nymphen der Trombiculiden leben räuberisch von anderen Kleinstlebewesen und deren Eiern sowie auch von totem organischem Material im Boden.1 Nur die bis 0,3 mm großen, rot-orangen sechsbeinigen Larven nehmen als Parasiten Zellsekret (verflüssigte epitheliale Hautzellen, Gewebsflüssigkeit und Lymphe) von ihren Wirten auf.156 Die Larven haben weder Stechrüssel noch -kanüle wie viele hämatophage Tiere, sondern scherenartige Cheliceren, mit denen sie die Haut anritzen. Sie injizieren gewebezersetzende (histolytische) und gerinnungshemmende (antikoagulierende) Substanzen in die kleine Wunde.1 Eine weitere Komponente des Speichels sind Mukopolysaccharide, die erhärtend ein Nahrungsrohr (Stylostom) bilden zur Verlängerung und Festigung des Saugkanals mit dem Ziel der Verankerung wie auch der Unterdrückung einer Immunreaktion des Wirtes. Am tierischen Wirt kann die Nahrungsaufnahme mehrere Tage dauern.27 Beim Menschen ist die Saugzeit oft deutlich kürzer (ca. 6-8 Stunden). Durch Cuticulabildung während des Saugens (Neosomie) kann die Larve bis zum 25-fachen ihrer Größe anwachsen. Anschließend fällt sie vom Wirt ab und geht in ein Ruhestadium (Protonymphe; Nymphochrysalis) über. Es entwickelt sich nach wenigen Wochen nach einer Häutung ein achtbeiniges Nymphen-Stadium.27 Die Larven krabbeln nach dem Schlüpfen aus dem Ei an die Bodenoberfläche, um ihre natürlichen Wirte (kleinere Säugetiere, Vögel) zu befallen.28 Sie bevorzugen hohe Luftfeuchtigkeit1, Temperaturen von 25 bis 30 °C und sind phototrop sowie negativ geotrop, das heißt, die Larven bewegen sich zum Licht und auf vertikalen Flächen entgegen der Schwerkraft nach oben.1 An Pflanzen scheinen sie jedoch keine weiten Wege nach oben zurückzulegen. Sie wurden in Sträuchern oder hohem Gras nicht nachgewiesen.92 Möglicherweise ist die Kletter-Höhe von der Luftfeuchtigkeit abhängig.1 Die Larven sind als Parasiten auf einen maßvollen Umgang mit ihren Energie- und Wasservorräten angewiesen, da sie außerhalb des Wirts keine Nahrung aufnehmen. Sie können Wasserverluste des Körpers durch Transpiration nicht ausgleichen und verenden in für sie ungünstiger Umgebung.2 Im Frühjahr legen weibliche Milben mehrere hundert Eier, oft an sonnenbeschienene Grashalme.1 Nach einigen Tagen am Wirt lassen sich die vollgesogenen Larven zu Boden fallen und entwickeln sich über drei Nymphenstadien zum Erwachsenen- (Adult-)Stadium mit einer Länge von etwa 2 mm. Zwei der drei Nymphenstadien sind inaktiv (Proto- und Tritonymphe).2
Lebensweise
Die Larven der Herbstmilbe, Neotrombicula autumnalis, sind phototrop und bewegen sich zum Licht. Sie sind auch negativ geotrop, was bedeutet, dass sie sich auf vertikalen Flächen entgegen der Schwerkraft bewegen. Die Kletter-Höhe der Larven könnte von der Luftfeuchtigkeit abhängen.10 Die Larven scheinen keine weiten Wege auf Pflanzen zurückzulegen und wurden nicht in Sträuchern oder hohem Gras nachgewiesen.113 Als Parasiten sind die Larven auf einen maßvollen Umgang mit ihren Energie- und Wasservorräten angewiesen, da sie außerhalb des Wirts keine Nahrung aufnehmen können. Sie können Wasserverluste des Körpers durch Transpiration nicht ausgleichen und verenden in für sie ungünstiger Umgebung.3
Lebensweise
Die adulten Herbstmilben leben im Boden. Die natürlichen Feinde der Herbstmilben und ihrer Eier sind ebenfalls Milben, nämlich Raubmilben. Diese würden einer unspezifischen Bekämpfung ebenfalls zum Opfer fallen. Die Bekämpfung adulter Herbstmilben im Boden erscheint aufgrund des ökologischen Verbreitungspotenzials und der Umweltbedingungen als aussichtslos.3 Die Larven von Neotrombicula autumnalis befallen Wirbeltiere, um sich von Gewebeflüssigkeit und Lymphe zu ernähren.12
Verbreitung
Die Herbstmilbe, wissenschaftlich als Neotrombicula autumnalis bekannt, gehört zur Familie der Laufmilben (Trombiculidae). Diese Milbenfamilie ist weit verbreitet. Neotrombicula autumnalis ist die häufigste und am meisten verbreitete Art in Mitteleuropa. In Europa ist die Forschung zur Verbreitung und Unterscheidung von Unterarten seit den 1960er Jahren kaum weitergeführt worden. Die Larven der Herbstmilben treten von Anfang oder Mitte Juli bis Mitte Oktober auf, selten noch Ende Oktober oder Anfang November bis zum ersten Frost. Als Befallsflächen werden oft Orte wie Parks, Gärten und Grünflächen in Städten genannt. In Gärten konnten die Larven ebenso häufig wie auf den Rasenflächen auch in Blumenbeeten ohne Bodenbedeckung nachgewiesen werden. Auf kurzgeschorenem Gras, trockenem Boden sowie Waldboden mit feuchtem Laub treten sie kaum auf. Im Frühjahr legen weibliche Milben mehrere hundert Eier, oft an sonnenbeschienene Grashalme.1
Jahresverlauf
Die Larven der Herbstmilbe (Neotrombicula autumnalis) treten von Anfang oder Mitte Juli bis Mitte Oktober auf, selten noch Ende Oktober oder Anfang November bis zum ersten Frost auf. Außerhalb dieses Zeitraumes wurden keine Larven gefangen. Die Anzahl an nachgewiesenen Larven (Abundanz) folgt dabei einer Glockenkurve mit einem kontinuierlichen Anstieg der Abundanzen ab Juli, einem Höhepunkt Anfang/Mitte September und einem kontinuierlichen Auslaufen bis in den Oktober.3 Die weiblichen Milben legen im Frühjahr mehrere hundert Eier, oft an sonnenbeschienene Grashalme.4
Jahresverlauf
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Praxiswissen
Die Herbstmilbe (Neotrombicula autumnalis) ist primär ein Lästling, dessen Larven durch ihren Speichel Juckreiz und Hautentzündungen (Trombidiose) auslösen können.14 Die Reaktion des Wirts wird hauptsächlich durch die Sensibilisierung gegenüber dem Speichel der Trombicula verursacht, die von leichter Reizung bis hin zu Papeln oder Bläschenbildung mit starkem Juckreiz reichen kann. In seltenen Fällen können Patienten mit regionaler Adenitis, Urtikaria oder morbilliformen Eruptionen reagieren. Die Diagnose erfolgt meist anhand der Anamnese der juckenden Läsionen, da die Hautbefunde unspezifisch sind. Die Larven der Herbstmilbe sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen, aber die dermoskopische Untersuchung kann helfen, den orangefarbenen Parasiten zu identifizieren. Zur Vorbeugung empfiehlt es sich, Gebiete mit Herbstmilbenbefall zu meiden und die Haut vollständig zu bedecken, wenn der Kontakt unvermeidlich ist. Repellentien mit N,N-Diethyl-3-methylbenzamid und Permethrin können ebenfalls verwendet werden. Nach dem Aufenthalt im Freien sollten die Kleider bei mindestens 55 °C gewaschen werden, um die Larven abzutöten. Die Behandlung von Herbstmilbenbissen zielt hauptsächlich auf die Linderung der Symptome mit oralen Antihistaminika oder topischen Kortikosteroidcremes zur Reduzierung des Juckreizes ab.13
Praxiswissen
Es liegen keine Informationen über eine nennenswerte wirtschaftliche Bedeutung der Herbstmilbe Neotrombicula autumnalis vor. Die vorhandenen Quellen konzentrieren sich auf die Biologie, Ökologie und medizinische Bedeutung der Milbe, insbesondere im Zusammenhang mit Trombidiose beim Menschen und Haustieren, ohne ökonomische Aspekte zu erwähnen.29
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Nachweise