Neudorff Promanal AF Neu Schild- und Wolllausfrei
Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.
ab 24,99 €
Schädlingsberater
Ein paar Klick-Fragen zu deinem Befall – du bekommst eine Einschätzung, die passenden Mittel in der richtigen Menge und einen Zeitplan.
365 Tage Bestpreisgarantie – Du findest unser Produkt innerhalb von 365 Tagen nach deiner Bestellung irgendwo günstiger? Melde dich bei uns – wir prüfen den Preis und finden eine faire Lösung für dich.
Das Silberkraft Preisversprechen ist ein freiwilliger Service. Deine gesetzlichen Rechte (Widerrufsrecht, Gewährleistung) bleiben unberührt.
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Überblick
Die Schmierläuse (Pseudococcidae), auch Wollläuse genannt, sind eine Familie der Schildläuse (Coccoidea) innerhalb der Ordnung der Schnabelkerfe.12 Ihre Trivialnamen leiten sich von der oft wolligen und bei Kontakt schmierenden Behaarung beziehungsweise der dichten, puderartigen Wachsschicht ab, welche den Körper der meist flügellosen Weibchen verhüllt. Diese weltweit verbreiteten Insekten gelten als aggressive Pflanzenschädlinge, die als Phloemsauger an einer Vielzahl von Wirtspflanzen parasitieren.13
Auf einen Blick
Erkennen
Die adulten Weibchen der Pseudococcidae sind flügellos und weisen typischerweise eine dorsoventral abgeflachte, eiförmige Körperform auf.3 Sie erreichen eine Körperlänge von einem bis zwölf Millimetern, wobei die Körpersegmentierung von oben stets sichtbar bleibt.8 Charakteristisch ist die oft wollige oder mehlige Behaarung durch eine dichte, puderartige Wachsschicht, welche den Tieren ihre Trivialnamen verleiht.83 Am Körperrand befindet sich häufig ein Kranz aus Dornen. Die verschiedenen Arten unterscheiden sich unter anderem durch die Art dieser Behaarung sowie die Länge der Schwanzfäden. Während oberirdisch lebende Arten oft dichte Wachshüllen ausbilden, die sie vor Feinden und Kälte schützen, sind unterirdisch lebende Wurzelläuse fast nackt und nur mehlig behaucht.8 Im deutlichen Sexualdimorphismus sind die adulten Männchen langgestreckt, besitzen ein einziges Paar funktionsfähiger Flügel und tragen keinen Wachspanzer.3 Die Eiablage erfolgt bei den meisten Arten in einer schützenden, haarigen Wachshülle, die hunderte Eier enthalten kann.8 Ein Beispiel für die typische Morphologie ist die Baumwollschmierlaus (Phenacoccus solenopsis), deren eiförmiger Körper oft vollständig unter Wachs verborgen liegt.3
Porträt
Die Pseudococcidae, im allgemeinen Sprachgebrauch als Schmierläuse oder Wollläuse bezeichnet, bilden eine Familie innerhalb der Überfamilie der Schildläuse (Coccoidea). Ihre Trivialnamen leiten sich von der charakteristischen, oft wolligen Behaarung ab, die bei Berührung eine schmierende Substanz hinterlässt. Diese Insekten erreichen eine Körperlänge von einem bis zu zwölf Millimetern, wobei ihre Körpersegmentierung im Gegensatz zu anderen Schildlaus-Familien von oben stets sichtbar bleibt. Der Körperrand ist häufig mit einem Kranz aus Dornen besetzt.6 Ein wesentliches Merkmal vieler Arten ist die Produktion einer dichten, aus Wachs bestehenden Behaarung, die als Schutzschild gegen Fressfeinde dient. Diese Wachsschicht isoliert die Tiere zudem so effektiv, dass sie Temperaturen von bis zu −40 °C überstehen können.1 Innerhalb der Familie zeigt sich ein ausgeprägter Sexualdimorphismus. Adulte Weibchen sind flügellos, dorsoventral abgeflacht und weisen typischerweise eine ovale Körperform auf, die oft vollständig unter der pudrigen Wachsschicht verborgen liegt. Im Gegensatz dazu sind die adulten Männchen gestreckt gebaut, besitzen keine Wachshülle und verfügen über ein einzelnes Paar funktionsfähiger Flügel.3 Während die Weibchen als Phloemsauger an fast allen Pflanzenteilen zu finden sind, variiert ihre Mobilität je nach Gattung stark. Bei den meisten Arten leben die Weibchen nach dem Festsaugen an der Wirtspflanze stationär. Vertreter der Gattung Phenacoccus hingegen bleiben mobil und wechseln für Nahrungsaufnahme, Eiablage oder Häutung den Standort.6 Eine spezialisierte Gruppe, die Wurzelläuse, lebt fast nackt oder nur mehlig behaucht unterirdisch an den Wurzeln und ist schwer zu entdecken. Die Reproduktion erfolgt meist durch die Ablage hunderter Eier in einer schützenden Wachshülle, wobei unter günstigen Bedingungen bis zu acht Generationen pro Jahr entstehen können.1 Neuere genetische Untersuchungen, etwa am mitochondrialen Genom der Art Phenacoccus solenopsis, bestätigen zudem genetische Besonderheiten wie einen extrem hohen AT-Gehalt und spezifische phylogenetische Nähen zu Arten wie Phenacoccus manihoti.3
Systematik
Die Schmierläuse (Pseudococcidae) bilden eine Familie innerhalb der Überfamilie der Schildläuse (Coccoidea). Ein im Deutschen häufig verwendetes Synonym ist die Bezeichnung Wollläuse. Beide Trivialnamen nehmen Bezug auf die oft wollige Körperbehaarung der Tiere, die bei Kontakt eine schmierende Konsistenz aufweist. Als Autor des wissenschaftlichen Taxons gilt Heymons, der die Familie im Jahr 1915 beschrieb.4 Molekularbiologische Untersuchungen des mitochondrialen Genoms bestätigen die Monophylie der Pseudococcidae und ordnen sie phylogenetisch in die Nähe der Familien Aclerdidae und Coccidae ein.5 Innerhalb der Familie werden ökologisch spezialisierte Gruppen unterschieden, wie etwa die an Wurzeln saugenden Wurzelläuse.4
Videos
Beobachtungen und Einreichungen unserer Nature-Community
Aus der Community
Aus der silbarkrift.community, aufgenommen mit OpenInsect
Lebensweise
Die Weibchen der Schmierläuse sind Phloemsauger, die an fast allen Pflanzenteilen saugen und meist stationär auf der Wirtspflanze verbleiben, sobald sie sich festgesaugt haben. Bei einigen Arten, wie jenen der Gattung Phenacoccus, bleiben die Weibchen jedoch mobil und wechseln für Nahrungsaufnahme, Eiablage, Häutung oder zum Überwintern den Ort.8 Es besteht ein deutlicher Sexualdimorphismus: Während adulte Weibchen flügellos, dorsoventral abgeflacht und oft von pulvrigem Wachs bedeckt sind, besitzen die länglichen Männchen ein Paar funktionaler Flügel und keine Wachsschicht.3 Die Fortpflanzung erfolgt meist durch die Ablage hunderter Eier in einer schützenden, oft haarigen Wachshülle während der wärmeren Jahreszeit. Die Entwicklungsdauer variiert stark; in der Natur entstehen jährlich ein bis zwei Generationen, während unter günstigen Bedingungen im Gewächshaus bis zu acht Generationen möglich sind.8 Schmierläuse zeigen eine hohe Anpassungsfähigkeit an lokale Umweltbedingungen und ein breites Wirtsspektrum; so befällt die Art Phenacoccus solenopsis über 150 verschiedene Pflanzenarten.3 Bevorzugt werden krautige Pflanzen wie Gräser, Korbblütler und Hülsenfrüchtler, aber auch Sukkulenten und Kulturpflanzen wie Zitrusgewächse dienen als Nahrungssubstrat. Physiologisch zeichnen sich manche Arten durch die Produktion dichter Wachsbehaarung aus, die vor Fressfeinden schützt und das Überleben bei Temperaturen bis zu −40 °C ermöglicht. Im Gegensatz dazu leben Wurzelläuse unterirdisch an den Wurzeln und sind fast nackt oder nur mehlig behaucht. Zu den natürlichen Feinden zählen Marienkäfer wie Cryptolaemus montrouzieri, Florfliegen und Schlupfwespen, die auch zur biologischen Bekämpfung genutzt werden.8
Lebensweise
Bei den meisten Arten der Schmierläuse (Pseudococcidae) verhalten sich die Weibchen stationär, nachdem sie sich auf der Wirtspflanze festgesaugt haben. Im Gegensatz dazu bleiben Vertreter einiger Gattungen wie Phenacoccus mobil und wechseln den Standort aktiv für die Nahrungsaufnahme, die Eiablage, die Häutung oder zum Überwintern. Die Weibchen ernähren sich als Phloemsauger an praktisch allen Teilen der Pflanzen. Eine spezifische Anpassung zeigen die Wurzelläuse, die ausschließlich unterirdisch leben und an den Wurzeln saugen. Zum Schutz vor Fressfeinden produzieren viele Arten eine dichte, aus Wachs bestehende Behaarung. Diese Wachsschicht dient auch der Thermoregulation und ermöglicht es einigen Arten, Temperaturen von bis zu −40 °C zu überstehen. Die Eiablage erfolgt meist in einer schützenden Wachshülle, wobei hunderte Eier gelegt werden.8 Während die flügellosen Weibchen oft unter dichten Wachsschichten verborgen leben, besitzen die adulten Männchen Flügel und keine Wachshülle, was ihnen eine höhere Mobilität verleiht.3
Lebensweise
Die Weibchen der Schmierläuse agieren als Phloemsauger und sind an fast allen Pflanzenteilen zu finden. Während viele Arten nach dem Festsaugen stationär leben, bleiben Vertreter der Gattung Phenacoccus mobil und wechseln für Eiablage oder Überwinterung den Standort. In der Natur bevorzugen Schmierläuse überwiegend krautige Pflanzen wie Gräser, Korbblütler und Hülsenfrüchtler.8 Invasive Arten wie Phenacoccus solenopsis weisen eine hohe Reproduktionsrate und Anpassungsfähigkeit auf und befallen ein Spektrum von über 150 Pflanzenarten.3 Zum Schutz vor Prädatoren und Kälte (bis −40 °C) bilden viele Arten eine dichte Wachsschicht aus. Unterirdisch lebende Wurzelläuse verzichten hingegen oft auf diesen Schutz und sind fast nackt. Das natürliche Feindspektrum umfasst Marienkäfer, Florfliegen und Schlupfwespen. Ein bedeutender Prädator ist der Australische Marienkäfer Cryptolaemus montrouzieri, der auch kommerziell zur Kontrolle eingesetzt wird.8
Verbreitung
Die Familie der Schmierläuse (Pseudococcidae) ist weltweit verbreitet und umfasst etwa 1000 Arten.8 Während einige Spezies wie die ursprünglich aus Nordamerika stammende Phenacoccus solenopsis mittlerweile auf allen Kontinenten außer der Antarktis zu finden sind, variieren die Verbreitungsschwerpunkte je nach Art.3 In Mitteleuropa zählt die Zitrusschmierlaus (Planococcus citri) zu den am häufigsten anzutreffenden Vertretern, wobei sich in jüngerer Zeit auch die Langschwänzige Schmierlaus (Pseudococcus longispinus) etabliert hat. Die Tiere besiedeln als Phloemsauger praktisch alle Pflanzenteile, wobei die Weibchen der meisten Arten nach dem Festsaugen stationär auf der Wirtspflanze verbleiben. Zu den bevorzugten natürlichen Habitaten zählen Bestände von krautigen Pflanzen, insbesondere Gräsern, Korbblütlern und Hülsenfrüchtlern. Neben den oberirdischen Pflanzenteilen besiedeln spezialisierte Wurzelläuse ausschließlich das unterirdische Wurzelwerk und sind daher schwer zu entdecken. Die klimatische Toleranz ist bei manchen Arten bemerkenswert hoch; eine dichte Wachsbehaarung ermöglicht das Überleben bei Temperaturen von bis zu −40 °C. In geschützten Umgebungen wie Gewächshäusern finden sie optimale Bedingungen vor, die die Entwicklung von bis zu acht Generationen pro Jahr ermöglichen. Wirtschaftlich bedeutsam ist das Vorkommen an Kultur- und Zierpflanzen wie Zitrusgewächsen, Weinreben, Zuckerrohr, Orchideen oder Ananas.8 Invasive Arten wie Phenacoccus solenopsis zeigen eine hohe Anpassungsfähigkeit an lokale Umweltbedingungen und befallen ein breites Spektrum von über 150 verschiedenen Nutzpflanzenarten.3
Verbreitung
Sichtungen
Jahresverlauf
Unter natürlichen Bedingungen entstehen bei Schmierläusen in einem Jahr meist ein bis zwei Generationen. Unter sehr günstigen Umgebungsbedingungen, wie beispielsweise in Gewächshäusern, kann die Reproduktionsrate jedoch auf bis zu acht Generationen jährlich ansteigen. Die Eiablage erfolgt überwiegend in der wärmeren Jahreszeit, wobei die Weibchen ihre Eier oft in schützenden Wachshüllen ablegen. Einige Arten weisen eine hohe Kältetoleranz auf und produzieren eine dichte Wachsbehaarung, die ein Überleben bei Temperaturen von bis zu −40 °C ermöglicht. Während viele Weibchen stationär leben, bleiben Vertreter der Gattung Phenacoccus mobil und wechseln zum Überwintern, zur Eiablage oder zur Häutung den Standort.6 Das öffentliche Suchinteresse verzeichnet saisonale Höchstwerte in den Monaten Mai und Juni, was auf eine korrelierende Hauptaktivitätsphase und sichtbaren Befall in diesen Monaten hindeutet. In den Wintermonaten Dezember und Januar ist hingegen ein deutlicher Rückgang der Aufmerksamkeit zu beobachten.7
Jahresverlauf
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Praxiswissen
Schmierläuse gelten weltweit als aggressive Schädlinge, die durch ihre hohe Reproduktionsrate und Anpassungsfähigkeit gravierende ökonomische Verluste verursachen. Besonders die Baumwollschmierlaus (Phenacoccus solenopsis) befällt ein breites Spektrum von über 150 Nutzpflanzenarten und verursacht signifikante Schäden im Gartenbau und der Landwirtschaft.3 An Ananaspflanzen zählen Dysmicoccus brevipes und Dysmicoccus neobrevipes zu den Hauptschädlingen. Die weiblichen Tiere betätigen sich als Phloemsauger an fast allen Pflanzenteilen, was die Wirtspflanzen schwächt. Ein Befall an Topfpflanzen lässt sich oft an typischen weißen Schmierspuren an den Gefäßinnenwänden erkennen. Zur physikalischen Bekämpfung bei Topfpflanzen wird das sorgfältige Abstreifen der Tiere per Hand oder, bei Wurzelbefall, das Abspülen der Wurzeln und der Austausch des Substrats empfohlen. Bei Zimmerpflanzen kann eine Lösung aus Paraffinöl und Schmierseife eingesetzt werden, welche den wasserabweisenden Wachspanzer der Insekten anlöst. Für Kakteen wird das Besprühen mit reinem Brennspiritus als wirksame Maßnahme beschrieben, da dieser die Körperhülle durchdringt und die Läuse abtötet. Im Rahmen des biologischen Pflanzenschutzes kommen natürliche Gegenspieler wie Florfliegen, Schlupfwespen und Marienkäfer zum Einsatz. Speziell der Australische Marienkäfer (Cryptolaemus montrouzieri) wird kommerziell vermarktet, wobei dessen Status als potenzielle invasive Art in Europa beachtet werden muss. Systemische Insektizide wie Imidacloprid oder Dimethoat sind für die Bekämpfung zugelassen, erfordern jedoch aufgrund ihrer Toxizität gegenüber Nichtzielorganismen eine vorsichtige Anwendung.6
Praxiswissen
Schmierläuse gelten weltweit als aggressive Schädlinge, die in der Landwirtschaft und im Gartenbau erhebliche wirtschaftliche Verluste verursachen. Aufgrund ihrer hohen Reproduktionskapazität und Anpassungsfähigkeit befallen sie eine breite Palette von Wirtspflanzen. Allein die Art Phenacoccus solenopsis verursacht gravierende Schäden an über 150 verschiedenen Nutzpflanzen- und Gartenbauarten.3 Zu den wirtschaftlich relevanten Kulturen, die häufig befallen werden, zählen Zitruspflanzen, Zuckerrohr, Weinreben und Maniok. Im Ananasanbau stellen insbesondere die Ananasschmierlaus (Dysmicoccus brevipes) sowie Dysmicoccus neobrevipes zwei der wichtigsten Hauptschädlinge dar. Auch im Zierpflanzensektor sind Schmierläuse problematisch, da sie Orchideen, Kakteen und andere Sukkulenten schädigen. Zur Minderung der wirtschaftlichen Schäden werden biologische Bekämpfungsmittel, wie der kommerziell vertriebene Marienkäfer Cryptolaemus montrouzieri, sowie systemische Insektizide eingesetzt.8
Aus unserem Shop
Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.
ab 24,99 €
Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.
ab 20,95 €
Nachweise