- Die Gattung Otiorhynchus umfasst über 1.500 beschriebene Arten und gehört zur Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae).1
- Adulte Käfer sind flugunfähig, da ihre Deckflügel (Elytren) verwachsen sind und die Hinterflügel zurückgebildet wurden.3
- Die Larven leben im Boden, sind beinlos, C-förmig gekrümmt und besitzen eine weiße Färbung mit einer gelb-braunen Kopfkapsel.2
- Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet ist die Paläarktis (Europa, Asien), wobei Arten wie Otiorhynchus sulcatus weltweit verschleppt wurden.1
- Viele Arten pflanzen sich parthenogenetisch fort, sodass Populationen oft ausschließlich aus weiblichen Tieren bestehen.3
- Adulte Tiere sind nachtaktiv und verursachen den charakteristischen Buchtenfraß an Blatträndern.1
- Die Larven fressen an Wurzeln, was die Nährstoffaufnahme stört und zum Absterben der Pflanzen führen kann.2
- Zu den bevorzugten Wirtspflanzen zählen Erdbeeren (Fragaria), Rhododendren, Eiben und Weinreben.1
- Biologische Bekämpfungsmaßnahmen nutzen entomopathogene Nematoden (z. B. Heterorhabditis bacteriophora), die in den Boden eingebracht werden.2
- Auch insektenpathogene Pilze wie Metarhizium anisopliae werden zur Regulation der Populationen eingesetzt.1
- Spezifische Lockstoffzusammensetzungen (Pheromone) wurden entwickelt, um die Käfer für Monitoringzwecke anzulocken.2
- Das saisonale Suchinteresse an diesen Schädlingen erreicht in Deutschland im Mai und Juni seinen Höhepunkt.5