- Die Gesamtfruchtbarkeit der Weibchen liegt bei 150 bis 200 Eiern.
- Die embryonale Entwicklung der Eier nimmt einen Zeitraum von 12 bis 20 Tagen in Anspruch.
- Das Larvenstadium dauert 25 bis 30 Tage, während der die Larven ebenfalls die Blätter skelettieren.
- Zur Verpuppung wandern die entwickelten Larven in die oberste Bodenschicht in der unmittelbaren Nähe der Wirtspflanzen.
- Die Puppen weisen eine Größe von 3,5-4 mm auf und sind schwarz gefärbt.
- Nach einer Puppenruhe von 8 bis 12 Tagen schlüpfen die neuen Imagines, die nach einer kurzen Fraßphase in die Überwinterung übergehen.1
Weidenblattkäfer (Gattung) Galerucella
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Insekten (Insecta)
- Ordnung
- Käfer (Coleoptera)
- Familie
- Chrysomelidae
- Gattung
- Galerucella
Überblick
Einleitung
Die Gattung Galerucella gehört zur Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae) innerhalb der Käfer und umfasst weit verbreitete Arten, die unter anderem als biologische Kontrolle eingeführter, invasiver Seerosen eingesetzt werden oder an Erdbeerpflanzen fressen. Einige Vertreter wie Galerucella tenella ernähren sich von Erdbeerpflanzen. Die Taxonomie der Gattung unterteilt sich in die Untergattungen Galerucella und Neogalerucella.1
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Weidenblattkäfer (Gattung) Bilder und Fotos von echten Sichtungen
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Die Gattung Galerucella umfasst kleine Blattkäfer mit einer Körperlänge der Imagines von 3,5-4,2 mm. Ihre Grundfärbung ist gelblich-braun, während Metathorax und Abdomen schwarz gefärbt sind. Die Flügeldecken (Elytra) zeichnen sich durch eine gleichmäßig konvexe Form aus. Eier weisen eine Größe von 0,5-0,6 mm auf, sind globos geformt und rötlich-gelb gefärbt. Larven erreichen eine Länge von 5-6 mm und zeigen eine gelblich-braune Grundfärbung mit Reihen dunkler Querbinden sowie borstentragenden Warzen. Der Kopf und die Beine der Larven sind schwarz pigmentiert. Das Puppenstadium ist durch eine schwarze Färbung und eine Größe von 3,5-4 mm gekennzeichnet. Weitere morphologische Details zu Kopfstrukturen, Beinen oder einem spezifischen Sexualdimorphismus sind in der aktuellen Datenlage für die Gattung nicht umfassend belegt. Belastbare Unterscheidungsmerkmale zur genauen Artabgrenzung innerhalb der Gattung sowie zu anderen Chrysomeliden fehlen in den vorliegenden Primärquellen weitgehend.1
Porträt
Beschreibung
Die Gattung Galerucella umfasst Blattkäfer aus der Familie Chrysomelidae, die 1873 durch George Robert Crotch beschrieben wurde und weit mit Ausnahme der Neotropis verbreitet ist.1 Die Typusart ist Chrysomela nymphaeae, festgelegt durch Originalbezeichnung.2 Im natürlichen Lebensraum fallen die adulten Käfer durch ihre gelbbraune Grundfärbung auf, während Metathorax und Abdomen schwarz gefärbt sind. Die Elytra sind gleichmäßig konvex geformt. Im Feld lassen sich adulte Exemplare durch ihre kompakte Größe von 3,5-4,2 mm bestimmen. Unter dem Mikroskop offenbaren sich spezifische morphologische Details wie die mit Borsten besetzten Warzen und dunklen Querbinden der Larven. Belastbare morphologische Daten zur Unterscheidung der Geschlechter über den gesamten Lebenszyklus fehlen in der aktuellen Literatur. Die Gattung unterteilt sich in die Untergattungen Galerucella und Neogalerucella, wobei letztere gelegentlich als eigenständige Gattung geführt wird. Einige Arten dieser Gattung ernähren sich von Seerosen und finden Anwendung als biologische Bekämpfungsmittel gegen eingeführte, invasive Seerosen. Andere Vertreter wie Galerucella tenella ernähren sich von Erdbeerpflanzen. Die unreifen Käfer überwintern unter Pflanzenresten. Nach dem Verlassen der Winterquartiere in der zweiten Aprilhälfte bei Temperaturen von 13-14 °C beginnen die Käfer mit dem Zusatzfraß, bei dem Blätter skelettiert und geschwungene Löcher genagt werden. Seltener schädigen sie auch Blattstiele, Blütenstände und Blüten. Während der Knospenstreckung legen die Weibchen täglich ein oder zwei Eier in die genagten Löcher an der Blattunterseite ab. Die Eier sind mit 0,5-0,6 mm globos und rötlich-gelb gefärbt. Die Eierlegeperiode erstreckt sich über einen Zeitraum von 30 bis 45 Tagen, wobei die Gesamtfruchtbarkeit bei 150-200 Eiern liegt. Die embryonale Entwicklung dauert 12 bis 20 Tage. Die schlüpfenden Larven erreichen eine Länge von 5–6 mm und sind gelbbraun gefärbt, mit schwarzen Beinen und schwarzem Kopf. Die Larvenphase beansprucht 25 bis 30 Tage, in denen sie ebenfalls die Blätter skelettieren. Nach Abschluss der Larvenentwicklung wandern die Tiere in die oberste Bodenschicht nahe der Wirtspflanzen ab und verpuppen sich. Die Puppen weisen eine Größe von 3,5–4 mm auf und sind schwarz gefärbt. Nach einer Puppenruhe von 8 bis 12 Tagen schlüpfen die adulten Käfer, die nach einer kurzen Fraßphase in die Überwinterung gehen. Pro Jahr entwickelt sich eine Generation.1
Systematik
Name & Einordnung
Die Gattung Galerucella wurde im Jahr 1873 durch den Entomologen George Robert Crotch wissenschaftlich beschrieben.12 Als Typusart der Gattung wurde Chrysomela nymphaeae Linnaeus, 1758 festgelegt.2 Historisch wurde die Taxonomie durch spätere Unterteilungen erweitert, wobei Chûjô im Jahr 1962 das Subgenus Neogalerucella etablierte, welches zeitweise auch als eigenständige Gattung geführt wird.1 Ein bekanntes Synonym auf Gattungsebene ist Hydrogaleruca, beschrieben von Laboissière im Jahr 1922.2 Im deutschen Sprachraum sind Vertreter der Gattung als Weidenblattkäfer bekannt. Belastbare historische Etymologien sowie weitere Synonyme oder internationale Trivialnamen sind in der aktuellen Datenlage für die Gattung als Ganzes nicht umfassend dokumentiert.
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Die Vertreter der Gattung Galerucella durchlaufen einen univoltinen Entwicklungszyklus mit einer Generation pro Jahr. Die unreifen Käfer überwintern unter pflanzlichen Rückständen. Im Frühjahr verlassen die Käfer ab der zweiten Aprilhälfte bei Erreichen von Temperaturen zwischen 13 und 14 °C ihre Winterquartiere. Nach dem Erwachen beginnen die Adulten mit Zusatzfraß, bei dem sie Blätter skelettieren, seltener auch Blattstiele, Blütenstände sowie Blüten schädigen. Während der Knospenentwicklung legen die Weibchen täglich ein bis zwei Eier ab, die in zuvor genagte Löcher an der Blattunterseite platziert werden. Die Eiablage erstreckt sich über einen Zeitraum von 30 bis 45 Tagen. Die Gesamtfertilität eines Weibchens liegt bei 150 bis 200 Eiern. Die globosen, rötlich-gelben Eier weisen eine Größe von 0,5 bis 0,6 mm auf. Die embryonale Entwicklung beansprucht 12 bis 20 Tage. Nach dem Schlupf durchlaufen die Larven eine Entwicklung von 25 bis 30 Tagen, in deren Verlauf sie ebenfalls durch Blattfraß auffallen. Die ausgereiften Larven erreichen eine Länge von 5 bis 6 mm und sind durch eine gelblich-braune Grundfärbung mit dunklen Querbinden und borstentragenden Warzen gekennzeichnet. Zur Verpuppung wandern die Larven in die oberste Bodenschicht in unmittelbarer Nähe der Wirtspflanzen ab. Die Puppenphase dauert 8 bis 12 Tage. Nach dem Schlupf nehmen die neuen Adulten kurzzeitig Nahrung zu sich, bevor sie sich in die Winterquartiere begeben.1
Lebensweise
Verhalten
Die unreifen Käfer der Gattung Galerucella verlassen im Frühjahr in der zweiten Aprilhälfte bei Temperaturen von 13-14 °C ihre Winterquartiere unter Pflanzenresten. Nach dem Erwachen beginnen die Käfer mit der Nahrungsaufnahme, bei der sie die Blätter skelettieren und geschwungene Löcher hineinfressen. Seltener werden auch Blattstiele, Blütenstände und Blüten beschädigt. Während der Knospenentwicklung legen die Weibchen täglich ein bis zwei Eier in die zuvor genagten Löcher an der Blattunterseite ab. Dieser Eiablagezeitraum erstreckt sich über einen Zeitraum von 30 bis 45 Tagen. Die Larven leben ebenfalls auf den Pflanzen, wo sie die Blätter skelettieren. Nach Abschluss ihrer Entwicklung wandern die Larven in die oberste Bodenschicht nahe der Wirtspflanzen ab, um sich dort zu verpuppen. Nach einer Entwicklungszeit von 8 bis 12 Tagen schlüpfen die neuen Käfer, die nach einer kurzen Fraßphase das Winterquartier aufsuchen.1
Lebensweise
Ökologie
Die Gattung Galerucella besetzt eine spezifische ökologische Nische als phytophage Insektengruppe, deren Arten sich auf bestimmte Wirtspflanzen spezialisiert haben. Einige Arten ernähren sich von Seerosen und werden gezielt zur biologischen Bekämpfung eingeführter, invasiver Seerosen eingesetzt. Andere Vertreter wie Galerucella tenella nutzen Erdbeerpflanzen als Nahrungsquelle. Nach Datenlage überwintern die unreifen Käfer unter Pflanzenresten. Im Frühjahr verlassen die Käfer in der zweiten Aprilhälfte bei Temperaturen von 13-14 °C ihre Winterquartiere. Die Aktivität der Käfer führt zu charakteristischen Fraßschäden, bei denen sie Blätter skelettieren und geschwungene Löcher nagen. Seltener werden auch Blattstiele, Blütenstände und Blüten beschädigt. Während der Knospenentwicklung legen die Weibchen täglich ein oder zwei Eier in die Fraßlöcher an der Blattunterseite. Die Eiablageperiode erstreckt sich über einen Zeitraum von 30 bis 45 Tagen, wobei die Gesamtfruchtbarkeit zwischen 150 und 200 Eiern liegt. Die embryonale Entwicklung dauert 12 bis 20 Tage. Die Larven leben 25 bis 30 Tage und ernähren sich ebenfalls durch das Skelettieren von Blättern. Nach Abschluss ihrer Entwicklung wandern die Larven in die oberste Bodenschicht nahe der Wirtspflanzen aus, um sich dort zu verpuppen. Nach einer Puppenruhe von 8 bis 12 Tagen schlüpfen die neuen Käfer, fressen noch eine Zeit lang und begeben sich anschließend in die Winterruhe, womit sich eine Generation pro Jahr entwickelt.1
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Die Gattung Galerucella ist weit verbreitet, fehlt jedoch in der Neotropis. Innerhalb ihres Verbreitungsgebietes besiedelt die Gattung verschiedene terrestrische und aquatische Habitate. Bestimmte Arten der Gattung leben an Wasserpflanzen wie Seerosen, weshalb sie gezielt zur biologischen Kontrolle eingeführter, invasiver Wasserpflanzen eingesetzt werden. Andere Vertreter wie Galerucella tenella nutzen Erdbeerpflanzen als Nahrungsquelle.1 Das natürliche Vorkommen erstreckt sich über paläarktische und weitere gemäßigte Zonen, wobei genaue vertikale Höhenstufen in der aktuellen Datenlage nicht differenziert sind. Belastbare quantitative Daten zur kleinräumigen Verbreitung in Deutschland und der DACH-Region fehlen in der Primärliteratur, obwohl die Gattung dort flächendeckend vertreten ist.2 Die Überwinterung der unreifen Käfer findet geschützt unter pflanzlichen Resten statt. Im Frühjahr verlassen die Tiere bei Temperaturen von 13-14 °C ihre Winterquartiere. Die Eiablage erfolgt an den Blättern der jeweiligen Wirtspflanzen. Nach der Larvalentwicklung verpuppen sich die Tiere im oberflächlichen Bodenbereich nahe der Wirtspflanzen. Daraus resultiert eine Generation pro Jahr.1
Verbreitung
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Sichtungen
Community-Analyse
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Die Aktivität der Gattung Galerucella ist eng an den jahreszeitlichen Temperaturverlauf gekoppelt. Im Frühjahr, in der zweiten Hälfte des April, verlassen die Imagines ab einer Temperatur von 13-14 °C ihre Winterquartiere. Als Überwinterungsstadien dienen die immaturen Käfer, die verborgen unter Pflanzenresten überwintern. Nach dem Verlassen der Winterungsgründe beginnen die Tiere sofort mit dem Zusatzfraß, bei dem sie Blätter skelettieren und geschwungene Löcher nagen. Während der Knospenstreckung legen die Weibchen über einen ausgedehnten Zeitraum von 30 bis 45 Tagen fortlaufend Eier ab. Die embryonale Entwicklung der 0.5-0.6 mm großen Eier dauert 12 bis 20 Tage. Daraus schlüpfen die 5–6 mm langen Larven, deren aktive Phase auf den Blättern 25 bis 30 Tage beansprucht. Nach Abschluss der Larvalentwicklung wandern die Tiere in die oberste Bodenschicht nahe der Wirtspflanzen ab, um sich zu verpuppen. Die neuen Käfer schlüpfen nach 8 bis 12 Tagen, fressen noch für einige Zeit an der Vegetation und ziehen sich dann in die Überwinterung zurück. Pro Jahr wird exakt eine Generation ausgebildet, womit die Gattung univoltin ist.1 Ergänzend zeigt das öffentliche Suchinteresse einen deutlichen Peak im Juli, was mit der maximalen Aktivitäts- und Sommerphase der Populationen korreliert.
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Vertreter der Gattung Galerucella verursachen durch ihren Fraß Schäden an Kultur- und Wildpflanzen. Das Schadpotenzial zeigt sich in der Skeletonisierung der Blätter sowie im Annagen von Blattstielen, Blütenständen und Blüten durch adulte Käfer und Larven. Bestimmte Arten wie Galerucella tenella ernähren sich dabei von Erdbeerpflanzen. Befallsanzeichen basieren auf charakteristischen Loch- und Skelettfraßen an den Blättern sowie dem Nachweis der 5-6 mm langen, gelbraunen Larven mit dunklen Querbinden und Warzen. Im Frühjahr verlassen die unreifen Käfer bei Temperaturen von 13-14 °C ihre Winterquartiere unter Pflanzenresten und beginnen mit dem Zusatzfraß. Während der Knospenentwicklung legen die Weibchen täglich ein oder zwei Eier in die Fraßlöcher an der Blattunterseite ab. Die embryonale Entwicklung dauert 12 bis 20 Tage, worauf eine 25- bis 30-tägige Larvenphase folgt. Nach Abschluss der Entwicklung verpuppen sich die Larven in der obersten Bodenschicht nahe der Wirtspflanzen. Die schlüpfenden Käfer ernähren sich kurzzeitig weiter, bevor sie das Winterstadium aufsuchen, womit sich ein Generationszyklus pro Jahr vollzieht. Auf Basis der belegten Datenlage fehlen in der Literatur systematische Angaben zu spezifischen chemischen oder physikalischen Bekämpfungsmaßnahmen sowie zu integrierten Schädlingsbekämpfungskonzepten für diese Gattung. Dennoch werden einige Arten gezielt als biologische Kontrollagenten gegen eingeführte, invasive Seerosen eingesetzt.1
Praxiswissen
Wirtschaftliche Bedeutung
Arten der Gattung Galerucella entfalten eine direkte Relevanz im Bereich der biologischen Schädlingsbekämpfung sowie durch Fraßschäden in Kulturen. Bestimmte Arten der Gattung ernähren sich von Seerosen und werden gezielt als biologische Kontrollagenten gegen eingeführte, invasive Seerosen eingesetzt. Neben diesen Anwendungen treten Arten wie Galerucella tenella an Kulturpflanzen auf, wobei sie insbesondere Erdbeerpflanzen befallen. Die Schadwirkung äußert sich vor allem durch den adulten Fraß, bei dem die Käfer die Blätter skelettieren und geschwungene Löcher hineinfressen. Darüber hinaus schädigen die Tiere gelegentlich auch Blattstiele, Blütenstände sowie Blüten. Die Larven tragen ebenfalls durch Skelettierungsfraß an den Blättern zum Schadbild bei. Detaillierte finanzielle Bezifferungen von Bekämpfungskosten oder wirtschaftlichen Gesamtschäden liegen in den vorliegenden Daten jedoch nicht vor.1
Nachweise