Lexikon-Eintrag

Gerandete Jagdspinne Dolomedes fimbriatus

Gerandete Jagdspinne (Dolomedes fimbriatus), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Klassifikation

Taxonomie

Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung
Webspinnen (Araneae)
Familie
Pisauridae
Gattung
Dolomedes

Überblick

Einleitung

Die Gerandete Jagdspinne (Dolomedes fimbriatus), auch als Gerandete Listspinne bekannt, gehört zur Familie der Raubspinnen (Pisauridae) innerhalb der Überfamilie der Lycosoidea. Sie ist eine auffällig große Spinnenart, die bevorzugt an Ufern stehender oder langsam fließender Gewässer sowie in Feuchtgebieten wie Hochmooren und Bruchwäldern lebt. Anhand ihres Habitus ist sie nur schwer von der nah verwandten Gerandeten Wasserspinne (Dolomedes plantarius) zu unterscheiden. Im Jahr 2020 wurde die Art von der Arachnologischen Gesellschaft zur Spinne des Jahres gekürt.1

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Die Raubspinnen unterscheiden sich von den ähnlichen Wolfsspinnen unter anderem durch die Stellung der beiden hinteren Augenpaare, die ein Trapez bilden, das breiter als lang ist.
  • Bei erwachsenen Männchen kann ein kleineres Herzmal auf dem Rückenschild des ansonsten dunkelbraunen Körpers vorhanden sein.
  • Bei vielen Exemplaren, insbesondere bei Jungtieren und seltener bei älteren, fehlen die Längsstreifen völlig, wodurch die Spinne einheitlich gelbbraun gefärbt ist.
  • Vor allem Jungtiere halten sich zeitweise in größerer Entfernung zum Wasser und auf höherer Vegetation wie Gebüsch auf.
  • Sehr große Beute wird offenbar nur von Weibchen während der Reifungsphase der Eier genutzt.
  • Die gefangene Beute wird in einem mehrstündigen Akt an Land verflüssigt und aufgesogen.1

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Gerandete Jagdspinne (Dolomedes fimbriatus) zählt zu den größten und auffälligsten Spinnenarten Mitteleuropas und weist einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus auf. Weibliche Tiere erreichen Körperlängen von 15-22 mm, nach neueren Angaben sogar bis zu 25 mm, während Männchen deutlich kleiner bleiben und eine Länge von 9-15 mm erreichen. Die Grundfärbung des Körpers variiert bei beiden Geschlechtern zwischen gelbbraun und schwarzbraun. Charakteristisch sind auffällige gelbe oder weiße Längsstreifen, die über die Körperflanken verlaufen und der Art ihren Trivialnamen geben. Bei erwachsenen Männchen kann sich zusätzlich ein kleineres Herzmal auf dem ansonsten dunkelbraunen Rückenschild befinden. Vor allem bei Jungtieren und gelegentlich bei älteren Exemplaren fehlen diese Längsstreifen völlig, sodass die Tiere einheitlich gelbbraun gefärbt sind. Jungtiere zeigen meist einen hellen, grünlich-gelben Grundton. Wie alle Raubspinnen unterscheidet sich Dolomedes fimbriatus von den ähnlichen Wolfsspinnen durch die Stellung der beiden hinteren Augenpaare, die ein Trapez bilden, welches breiter als lang ist. Eine Unterscheidung zur nah verwandten und ebenfalls in Mitteleuropa vorkommenden Dolomedes plantarius gestaltet sich aufgrund des Habitus und der großen Ähnlichkeit als äußerst schwierig. Der Eikokon ist kugelig, weist eine weißliche bis hellbraune Färbung auf und besitzt einen Durchmesser von 1 cm. Belastbare morphologische Detaildaten zu Larvalstadien oder genauen Maßen der Eier jenseits des Kokondurchmessers fehlen in der Primärliteratur.1

Porträt

Beschreibung

Die Gerandete Jagdspinne (Dolomedes fimbriatus) ist eine auffällige und sehr große Spinnenart aus der Familie der Raubspinnen und gehört zur Überfamilie der Lycosoidea. Im Jahr 2020 wurde das Tier von der Arachnologischen Gesellschaft zur Spinne des Jahres gekürt. Sie besiedelt bevorzugt ufernahe Bereiche stehender oder langsam fließender Gewässer und ist zudem in Hochmooren, Feuchtwiesen, Bruchwäldern sowie vereinzelt in Gärten anzutreffen. Die paläarktisch verbreitete Art zeigt eine enge Bindung an feuchte Habitate, wobei Funde vereinzelt bis in Höhenlagen von 1500 m nachgewiesen sind. Ihr natürliches Erscheinungsbild wird im Lebensraum maßgeblich durch die Anpassung an die Wasseroberfläche geprägt. Im Vergleich zu ähnlichen Wolfsspinnen unterscheidet sich Dolomedes fimbriatus anatomisch vor allem durch die Stellung der beiden hinteren Augenpaare, die ein trapezförmiges, breiter als langes Muster bilden. Die Grundfärbung variiert bei beiden Geschlechtern zwischen gelbbraun und schwarzbraun, ergänzt durch charakteristische gelbe oder weiße Längsstreifen an den Körperflanken. Bei erwachsenen Männchen kann zusätzlich ein kleineres Herzmal auf dem ansonsten dunkelbraunen Rückenschild auftreten. Viele Exemplare, insbesondere Jungtiere, zeigen jedoch keine Längsstreifen und sind stattdessen einheitlich gelbbraun gefärbt. Aufgrund dieses variablen Habitus und großer Ähnlichkeiten ist die Art im Gelände nur schwer von der selteneren, ebenfalls in Mitteleuropa vorkommenden Gerandeten Wasserspinne (Dolomedes plantarius) zu unterscheiden. Hinsichtlich der Geschlechterdimorphismen zeigen sich deutliche Größenunterschiede über den Lebenszyklus hinweg. Weibchen erreichen Körperlängen von 15 bis 22 mm, nach neueren Angaben sogar bis zu 25 mm, während Männchen mit neun bis 15 mm deutlich kleiner bleiben. Als besondere anatomische Anpassung besitzen die Tiere eine dichte Körperbehaarung, die es ihnen ermöglicht, die Oberflächenspannung des Wassers zu nutzen. Anders als Wolfsspinnen „schwimmt“ Dolomedes fimbriatus aktiv mit dem Körper, indem sie die Beine im Hüftgelenk dreht und mit dem zweiten sowie dritten Beinpaar rudert. Diese an Insekten wie Wasserläufer erinnernde Fortbewegung sowie die Fähigkeit zu tauchen dienen sowohl der Flucht vor Feinden als auch dem Beutefang. Die zweijährige Entwicklung der Jungtiere beginnt nach der Eiablage von bis zu 1000 Eiern, die vom Weibchen in einem kugeligen Kokon von 1 cm Durchmesser bewacht werden. Kurz vor dem Schlüpfen befestigt das Weibchen den Kokon in einem glockenförmigen Gespinst in der niedrigen Ufervegetation. Jungtiere sind meist hell mit einem grünlich-gelben Grundton gefärbt und halten sich im Gegensatz zu den adulten Tieren häufig in größerer Entfernung vom Gewässer auf höherer Vegetation oder in Gebüschen auf. Die Überwinterung erfolgt meist im subadulten Stadium, gefolgt von der letzten Häutung im Mai. Die Paarung findet im Mai und Juni statt, wobei das Männchen kein Brautgeschenk überreicht, sondern sich dem fressenden Weibchen nähert, um dem Kannibalismus bei unvorsichtiger Annäherung zu entgehen. Als carnivore polyphage Art erbeutet sie vom Wasserspiegel aus Insekten, Kaulquappen und kleine Fische durch blitzschnelle Giftbisse. Sehr große Beute wird offenbar nur von Weibchen während der Eireifung genutzt und in einem mehrstündigen Prozess verflüssigt und aufgesogen.1

Systematik

Name & Einordnung

Die Art Dolomedes fimbriatus ist im deutschen Sprachraum primär als Gerandete Jagdspinne bekannt. Als Trivialname wird gelegentlich auch die Bezeichnung Gerandete Listspinne verwendet.1 Innerhalb der Systematik der Webspinnen wird die Art der Familie der Raubspinnen (Pisauridae) zugeordnet.1 Der Gattungsname Dolomedes leitet sich aus dem Griechischen ab und beschreibt spinnenartige Tiere, während das Artepithet fimbriatus auf die fransige oder gerandete Zeichnung verweist. Die Art wurde historisch mehrfach in andere Gattungen oder unter synonymen Kombinationen geführt, wobei die Zuordnung zur Gattung Dolomedes heute fest etabliert ist. Belastbare historische Details zu weiteren heterotypischen Synonymen oder genauen Fundorten der Erstbeschreibung sind in der aktuellen Datenlage für diese Sektion nicht lückenlos dokumentiert. Die Arachnologische Gesellschaft kürte die Art im Jahr 2020 zur Spinne des Jahres, wodurch ihre Bekanntheit im deutschsprachigen Raum zusätzlich gesteigert wurde.1

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Die Fortpflanzungsperiode von Dolomedes fimbriatus erstreckt sich auf die Monate Mai und Juni. Männchen nähern sich dem Weibchen während des Beutefangs, um dem Kannibalismus zu entgehen, da sie kein Brautgeschenk überreichen. Ab Ende Juni legen die Weibchen bis zu zweimal jährlich jeweils bis zu 1000 Eier. Diese werden in einem kugelförmigen, 1 cm großen Kokon mit den Cheliceren transportiert. Kurz vor dem Schlupf befestigt das Weibchen den Kokon in einem glockenförmigen Gespinst in der niedrigen Ufervegetation und bewacht ihn. Die Entwicklung der Nachkommenschaft verläuft zweijährig. Jungtiere überwintern meist im subadulten Stadium und vollziehen ihre letzte Häutung im darauffolgenden Mai. Jungspinnen weisen überwiegend einen hellen, grünlich-gelben Grundton auf und dispergieren oft weit vom Gewässer entfernt in die Vegetation.1 Sowohl Larven als auch Adulte ernähren sich als carnivore Polyphagen.2 Adulte erbeuten am Wasserspiegel Insekten, Kaulquappen sowie kleine Fische durch einen schnellen Giftbiss. Sehr große Beutetiere werden offenbar nur von Weibchen während der Eireifungsphase genutzt. Die extraintestinale Verdauung erfolgt in einem mehrstündigen Prozess an Land. Belastbare physiologische Daten zu spezifischen Diapause-Mechanismen oder genauen Temperatur-Optima jenseits der saisonalen Aktivität fehlen. Natürliche Mortalitätsfaktoren umfassen insbesondere innerartlichen Kannibalismus während der Paarung sowie Prädatoren im aquatischen und amphibischen Lebensraum.1

Lebensweise

Verhalten

Die Gerandete Jagdspinne (Dolomedes fimbriatus) zeigt artspezifische Verhaltensweisen zur Fortbewegung an und auf Wasseroberflächen, indem sie mit ihrem Körper schwimmt und durch das Drehen im Hüftgelenk der Beine ein an Insekten erinnerndes Rudermuster nutzt. Bei Gefahr nutzt das Tier sowohl die Fähigkeit zum Tauchen als auch die Fortbewegung auf dem Wasser zur Flucht. Die Jagd erfolgt vom Wasserspiegel aus, wobei Insekten, Kaulquappen und kleine Fische durch blitzschnelle Bewegungen gegriffen werden. Zur Tötung der Beute setzt die Spinne einen Giftbiss ein, der innerhalb weniger Sekunden wirkt. Große Beute wird an Land gezogen und dort über mehrere Stunden verflüssigt und aufgesogen. Während der Reifungsphase der Eier nutzen offenbar nur Weibchen sehr große Beute. Das Fortpflanzungsverhalten im Mai und Juni ist dadurch gekennzeichnet, dass das Männchen kein Brautgeschenk überreicht, sondern die Nahrungsaufnahme des Weibchens abwartet, um sich gefahrlos zu nähern. Unvorsichtige Männchen werden während dieses Prozesses vom Weibchen verspeist. Den Eikokon transportieren die Weibchen mit den Kieferklauen und bewachen ihn später in einem glockenförmigen Gespinst in der niedrigen Vegetation am Gewässerufer. Jungtiere zeigen ein dispersal-ähnliches Verhalten, indem sie sich häufig in größerer Entfernung vom Wasser und auf höherer Vegetation wie Gebüsch aufhalten.1

Lebensweise

Ökologie

Die Gerandete Jagdspinne (Dolomedes fimbriatus) besetzt als amphibisch lebende Räuberin eine spezialisierte ökologische Nische an Gewässerrändern. Sie besiedelt bevorzugt stehende oder langsam fließende Gewässer in Hochmooren, Feuchtwiesen, Bruchwäldern sowie verlandenden Biotopen.1 Ihre Habitatpräferenzen umfassen neben den Uferzonen auch feuchte Habitate wie Heide- und Moorlandschaften, wobei sie in Höhenlagen bis zu 1500 m nachgewiesen wurde.12 Auf der Wasseroberfläche bewegt sich die Art fort, indem sie die Oberflächenspannung mit einer dichten Körperbehaarung nutzt und mit dem zweiten sowie dritten Beinpaar rudert. Diese Fortbewegungsweise ermöglicht es ihr, sowohl aquatische als auch terrestrische Habitate zu erschließen. Als polyphage Carnivore umfasst ihr Beutespektrum am Wasserspiegel Insekten, Kaulquappen sowie kleine Fische. Besonders große Beutetiere werden offenbar nur von Weibchen während der Eireifungsphase erbeutet. Die Beute wird nach einem Giftbiss an Land gezogen und dort innerhalb mehrerer Stunden verflüssigt und aufgesogen. Vor allem Jungtiere zeigen ein dispergiertes Verhalten und halten sich zeitweise in größerer Entfernung zum Wasser auf höherer Vegetation wie Gebüschen auf. Natürliche Feinde und Mortalitätsfaktoren zeigen sich unter anderem im Fortpflanzungsverhalten, bei dem unvorsichtige Männchen während der Annäherung vom Weibchen verspeist werden, sofern letzteres gerade mit Nahrungsaufnahme beschäftigt ist.1

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Die Gerandete Jagdspinne (Dolomedes fimbriatus) ist paläarktisch verbreitet und besiedelt weite Teile der eurosibirischen Region. Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den gesamten Kontinent, wobei die Art eng an spezifische Feuchtbiotope gebunden ist. In Mitteleuropa und im DACH-Raum kommt die Art flächendeckend vor, ist jedoch stark lokalisiert. Ihr Vorkommen konzentriert sich primär auf die Uferbereiche stehender oder langsam fließender Gewässer. Als typische Habitate fungieren Hochmoore, Feuchtwiesen, Bruchwälder sowie verlandende Gewässerzonen. Darüber hinaus besiedelt die Art auch von Menschen angelegte Gärten mit geeigneten Gewässerstrukturen. Die vertikale Verbreitung reicht bis in subalpine Höhenstufen, wie ein Nachweis in einem Moor am Piller Sattel bei 1500 m belegt. In Tälern wie dem Gurgltal wurde die Art zudem bei 830 m dokumentiert. Während adulte Exemplare strikt an die unmittelbare Uferregion gebunden bleiben, halten sich vor allem Jungtiere auch in größerer Entfernung zum Wasser auf. Diese Juvenilen nutzen dann oft höher gelegene Vegetation oder Gebüsch als Habitat. Belastbare Daten zu historischen Einschleppungen oder Arealerweiterungen außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebietes fehlen. Auch eine systematische Erfassung in städtischen oder rein agrarischen Habitaten wird durch die Datenlage nicht gestützt.1

Verbreitung

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Bissendorfer Moor, Bissendorf, 49143, Germany

    29.04.2026

  • Deutschland

    26.04.2026

  • Deutschland

    23.04.2026

  • Deutschland

    18.04.2026

  • Haus des Gastes, 38877 Oberharz am Brocken, Alemanya

    14.04.2026

Daten: iNaturalist

Sichtungen

Community-Analyse

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1
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
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Zuletzt am 01.05.2026
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Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Die Aktivität von Dolomedes fimbriatus ist stark an die warmen Monate des Jahres gekoppelt. Die Paarungszeit der Gerandeten Jagdspinne findet im Mai und Juni statt. Ab Ende Juni legen die Weibchen bis zu zweimal jährlich ihre Eier in kugelige Kokons. Die Entwicklung der Jungtiere erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Jahren. Sie überwintern beim ersten Mal meist subadult. Im darauffolgenden Mai erfolgt die letzte Häutung der Spinne.1 Das öffentliche Suchinteresse an der Art zeigt in den Sommermonaten Juli deutliche Peaks. Belastbare Daten zur genauen Temperaturabhängigkeit oder tageszeitlichen Aktivitätsmustern fehlen in der wissenschaftlichen Literatur bisher.

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Gerandete Jagdspinne (Dolomedes fimbriatus) ist ein naturnaher Bewohner von Feuchtgebieten und stellt weder einen Schädling noch einen Lästling dar, sondern erfüllt als Prädatorenart eine wichtige ökologische Funktion in aquatischen Randbiotopen. Ein spezifisches Schadpotenzial oder wirtschaftliche Schadbilder im Sinne von Material-, Vorrats- oder Gebäudeschäden existieren für diese Art nicht. Medizinische oder gesundheitliche Relevanzen sind ebenfalls nicht gegeben, da die Art nicht als Vektor für Krankheitserreger fungiert und Angriffe auf den Menschen ausschließlich in Form von Abwehrbissen bei direktem, mechanischem Kontakt erfolgen; spezifische Allergien durch Gifte dieser Art sind nicht dokumentiert. Befallsanzeichen im Sinne eines Haus- oder Vorratsbefalls treten nicht auf, da die Art strikt an Gewässerbiotope wie Moorgebiete und Uferzonen gebunden ist. Präventionsmaßnahmen in Form von baulichen oder hygienischen Eingriffen sind daher obsolet, zumal die Art in urbanen oder trockenliegenden Bereichen keinen Lebensraum findet. Spezifische Monitoring-Methoden für die Schädlingsbekämpfung existieren für Dolomedes fimbriatus nicht, da keine Bekämpfungsmaßnahmen erforderlich sind. Bekämpfungs- oder Regulierungsmaßnahmen im Sinne einer Schädlingsbekämpfung sind weder biologisch, physikalisch noch chemisch indiziert. Integrierte Schädlingsbekämpfungskonzepte (IPM) finden keine Anwendung, da die Art nicht als Schadorganismus eingestuft wird. Rechtliche Aspekte bezüglich Quarantäne oder Meldepflichten bestehen für diese europäische Spinnenart nicht. Belastbare Daten zu artspezifischen Populationskontrollen in menschlicher Nähe fehlen, da die Tiere naturgewollt in Feuchtbiotopen verbleiben. Aufgrund ihrer Bindung an intakte Feuchtgebiete liegt der Fokus primär im Naturschutz und der Erhaltung ihrer natürlichen Habitate.1

Praxiswissen

Wirtschaftliche Bedeutung

Eine wirtschaftliche Bedeutung im Sinne von Schädlingen oder Nutztieren ist für Dolomedes fimbriatus in den Quellen nicht belegt. Belastbare Daten zu wirtschaftlichen Schäden in Forstwirtschaft, Lagerhaltung oder Bauwesen fehlen vollständig. Ebenso existieren keine quantifizierten Angaben zu Bekämpfungskosten oder Qualitätsminderungen in der Landwirtschaft. Die Art ist als Raubspinne an feuchte Habitate wie Uferzonen, Hochmoore und Bruchwälder gebunden und tritt nicht als Schadorganismus in Erscheinung. Positive wirtschaftliche Aspekte, wie eine gezielte Nutzung als Nützling oder Bestäuber, sind in der Literatur ebenfalls nicht dokumentiert.

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. de.wikipedia.org/wiki/Gerandete_Jagdspinne
  2. gbif.org/species/2150955
  3. Literaturzusammenfassung: Dolomedes fimbriatus