- Die Fühler von Diaphorina citri besitzen im Gegensatz zu Blattläusen zehn Segmente, zudem fehlen ihnen die für Blattläuse typischen Siphonen am Abdomen.
- Nymphen weisen eine gelblich-orange Färbung ohne abdominale Flecken auf und besitzen besonders in den späteren Stadien ausgeprägte Flügelscheiden.
- Die Eier werden vertikal mit ihrer Längsachse zur Blattebene platziert und verändern ihre Farbe von anfangs blass über gelb zu orange vor dem Schlupf.
- Das spezialisierte Bakteriom-Organ beherbergt die Symbionten Candidatus Carsonella ruddii für die Nährstoffversorgung sowie Candidatus Profftella armatura, welche zusätzlich Verteidigungstoxine und Carotinoide bereitstellt.
- Eine Infektion mit dem Bakterium Wolbachia kann das Überleben des Huanglongbing-Erregers begünstigen, indem sie die zelluläre Lyse durch Bakteriophagen inhibiert.
- Das internationale Genomkonsortium wurde 2008 zur Entschlüsselung des Erbguts gegründet, nachdem ab 2005 erste Gen-Sequenzen und zwischen 2009 und 2011 erste Entwürfe von Transkriptomen erstellt wurden.1
Asiatischer Zitrussauger Diaphorina citri
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Insekten (Insecta)
- Ordnung
- Schnabelkerfe (Hemiptera)
- Familie
- Liviidae
- Gattung
- Diaphorina
Überblick
Einleitung
Diaphorina citri, im Deutschen als Asiatischer Zitrussauger bezeichnet, ist eine pflanzensaugende Insektenart aus der Familie der Liviidae innerhalb der Ordnung der Schnabelkerfe (Hemiptera). Die Art gilt als bedeutender Schädling an Zitruspflanzen und verwandten Rautengewächsen (Rutaceae), da sie als wichtigster Vektor für die Bakterien der Gattung Candidatus Liberibacter fungiert, welche die zerstörerische Citrusgreening-Krankheit (Huanglongbing) übertragen. Ursprünglich in Asien beheimatet, hat sich der Zitrussauger mittlerweile weltweit in zahlreichen Zitrusanbaugebieten ausgebreitet.
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Adulte Diaphorina citri erreichen eine Körperlänge von etwa 4 mm und besitzen einen rehbraun bis braun gescheckten Körper sowie einen hellbraunen Kopf. Der gesamte Körper ist mit einer weißlichen, wachsig staubartigen Sekretion bedeckt, die ihnen ein staubiges Aussehen verleiht. Die Fühler sind blassbraun gefärbt und weisen charakteristische schwarze Spitzen auf. Die Vorderflügel sind im hinteren Bereich am breitesten und zeigen eine dunkle Randzeichnung an der Peripherie mit einer hellen Lücke nahe der Flügelspitze. Typischerweise nehmen die adulten Insekten beim Saugvorgang eine charakteristische Haltung mit dem Kopf nach unten und dem Abdomen nach oben ein. Im Gegensatz zu den oft ebenfalls auf Zitruspflanzen vorkommenden Blattläusen sind die Psylliden aktivere, springende Insekten. Zudem besitzen die Fühler von Diaphorina citri zehn Segmente, während Blattläuse üblicherweise vier oder sechs Fühlerglieder aufweisen. Auch fehlen den Psylliden die für viele Blattläuse typischen Siphonen am Abdomen. Die Nymphen durchlaufen mit fünf Häutungen fünf Stadien und zeichnen sich durch eine gelblich-orangerote Färbung ohne abdominale Flecken aus. Besonders in den späteren Entwicklungsstadien sind die Flügelanlagen der Nymphen deutlich ausgeprägt. Die Eier sind etwa 0,3 mm lang, mandelförmig gebaut, an der Basis dicker und verjüngen sich zum oberen Ende hin. Sie werden mit ihrer Längsachse senkrecht zur Blattoberfläche abgelegt und verändern ihre Farbe von anfangs blass zu gelb und später orange vor dem Schlüpfen. Diese Kombination aus Körpergröße, der charakteristischen Flügelzeichnung und den zehnsegmentigen Fühlern unterscheidet die Art von oberflächlich ähnlichen Arten wie dem Afrikanischen Zitrussauger.1 Belastbare morphologische Daten zu Sexualdimorphismus oder spezifischen Thorax- und Beinstrukturen jenseits der genannten Merkmale liegen aus den Quellen nicht vor.
Porträt
Beschreibung
Diaphorina citri ist eine pflanzensaugende Wanze aus der Familie Liviidae, die sich als bedeutender Vektor von Bakteriosen in Zitruskulturen etabliert hat. Im natürlichen Lebensraum fällt das adulte Tier durch eine Körperlänge von etwa vier Millimetern sowie eine rehbraune bis braune Marmorierung auf. Typischerweise nimmt das Insekt beim Nahrungsentzug an Pflanzen eine charakteristische Kopf-nach-unten- und Hinterleib-nach-oben-Haltung ein. Die Art ist durch eine staubartig wirkende, weißliche, wachsartige Sekretbedeckung gekennzeichnet. Ihre Vorderflügel sind am hinteren Ende am breitesten und zeigen eine dunkle Randumrandung mit einer hellen Lücke nahe der Spitze. Die Antennen sind hellbraun gefärbt und tragen schwarze Spitzen. Anatomisch besitzt die Art im Gegensatz zu den oft verwechselten Blattläusen zehn Antennensegmente und keine Siphonaldrüsen am Abdomen. Zudem zeichnet sich Diaphorina citri im Feld durch eine hohe Aktivität und Sprungvermögen aus, während Aphiden eher sesshaft leben. Die Entwicklung umfasst fünf Nymphenstadien, die sich durch eine gelblich-orange Färbung und ausgeprägte Flügelscheiden in den späteren Instars auszeichnen. Eier sind etwa 0,3 Millimeter lang, mandelförmig und vertikal zur Blattoberfläche angeordnet. Ihre Farbe wandelt sich von blass über gelb zu orange vor dem Schlupf. Ein spezielles Bakteriom-Organ beherbergt endosymbiontische Bakterien wie Candidatus Carsonella ruddii und Candidatus Profftella armatura, die der Ernährung und Abwehr dienen. Die Eiablage erfolgt bevorzugt an den Spitzen wachsender Triebe, wobei Weibchen im Verlauf ihres monatelangen Lebens bis zu 800 Eier legen können. Die gesamte Entwicklung dauert je nach Temperatur und Jahreszeit zwei bis sieben Wochen. Räuberische Insekten wie Marienkäfer sowie Parasitoiden wie Tamarixia radiata regulieren die Populationen in den Ursprungs- und Verbreitungsgebieten. Direkte Schäden durch die saugende Lebensweise sind meist gering, jedoch führt die Übertragung des Erregers der Citrus-Greening-Krankheit zu gravierenden Ernteverlusten.1
Systematik
Name & Einordnung
Der Asiatische Zitrussauger (Diaphorina citri Kuwayama, 1908) gehört innerhalb der Schnabelkerfe (Hemiptera) zur Familie der Liviidae und wurde historisch zeitweise unter anderen Bezeichnungen wie Euphalerus citri geführt. Die Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1908 durch Shôichirô Kuwayama mit der Typuslokalität Taiwan. Der Gattungsname Diaphorina leitet sich von griechischen Begriffen ab, während das Artepitheton citri auf die Hauptwirtspflanzen aus der Gattung Citrus verweist. Zu den bekannten Synonymen und historischen Kombinationen zählt insbesondere die Zuordnung zu Euphalerus citri, unter der die Art in älterer Literatur wie von Crawford (1912) geführt wurde. Als deutscher Trivialname hat sich Asiatischer Zitrussauger etabliert, während im englischen Sprachraum die Bezeichnung Asian citrus psyllid (ACP) gebräuchlich ist. Die Art ist in ihrer ursprünglichen Heimat im tropischen Asien weit verbreitet und wurde durch den Menschen weltweit in zahlreiche Zitrusanbaugebiete verschleppt. Belastbare historische Details zur genauen Etymologie jenseits des Bezugs zu den Wirtspflanzen sind in der Primärliteratur nicht dokumentiert.
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Der Lebenszyklus von Diaphorina citri ist eng an das Wachstum seiner Wirtspflanzen aus der Familie der Rutaceae, insbesondere Citrus- und Murraya-Arten, gekoppelt. Weibliche Individuen legen bis zu 800 Eier im Laufe ihres mehrere Monate währenden Lebens ab. Die etwa 0,3 mm langen, mandelförmigen Eier werden einzeln oder in Gruppen an den Spitzen wachsender Triebe zwischen sich entfaltenden Blättern positioniert. Die gesamte Entwicklung vom Ei bis zum adulten Insekt dauert temperaturabhängig zwei bis sieben Wochen. Nach dem Schlupf durchlaufen die Nymphen fünf Entwicklungsstadien, bevor sie das adulte Stadium erreichen. Sowohl die flügellosen Nymphen als auch die adulten Tiere ernähren sich ausschließlich saugend von den Phloemsäften junger Triebe. Durch die Saugtätigkeit der Nymphen, die typischerweise in Kolonien auf den Blattaustrieben leben, entstehen toxikogen bedingte Missbildungen und das Absterben der Triebspitzen. Die Adulten erreichen eine Körperlänge von etwa 4 mm und zeichnen sich durch eine charakteristische kopf-abwärts-körper-aufwärts-Haltung bei der Nahrungsaufnahme aus. Im Rahmen ihrer Physiologie beherbergt die Art ein spezialisiertes Bakteriom-Organ mit bakteriellen Endosymbionten wie Candidatus Carsonella ruddii und Candidatus Profftella armatura, die für die Nährstoffbereitstellung und Abwehrfunktionen essenziell sind. Natürliche Mortalitätsfaktoren umfassen Prädatoren wie Marienkäfer, Florfliegen und Schwebfliegen sowie spezialisierte Parasitoide. Zu den bedeutendsten Gegenspielern zählt die eulophide Wespe Tamarixia radiata, welche die Populationen effektiv regulieren kann. Zudem fungiert die Art als Hauptvektor für die Bakterien der Gattung Candidatus Liberibacter, die die zerstörerische Citrus-Greening-Krankheit verursachen.
Lebensweise
Verhalten
Diaphorina citri zeigt ein aktives, springendes Fortbewegungsverhalten, wodurch sie sich deutlich von sesshaften Blattläusen unterscheidet. Bei der Nahrungsaufnahme auf Wirtspflanzen nimmt das adulte Insekt typischerweise eine Haltung ein, bei der der Kopf nach unten und das Abdomen nach oben gerichtet ist. Die Orientierung zu Wirtspflanzen erfolgt primär über visuelle Reize, wobei die Wahrnehmung von reflektiertem ultraviolettem Licht und gelben Farben die Attraktivität auf entsprechende Fallen verstärkt. Dagegen konnte eine direkte Anlockung durch flüchtige Geruchsstoffe in Studien nicht nachgewiesen werden. Die Entscheidung, auf einer Pflanze zu verweilen und Nahrung aufzunehmen, trifft das Insektenweibchen erst nach der Landung durch Probing mit den Mundwerkzeugen. Dabei wird die Saugaktivität durch niedermolekulare Substanzen wie Ameisensäure und Essigsäure stimuliert. Die räumliche Verteilung von Eiern und Nymphen auf den Wirtspflanzen ist direkt mit dem Bewegungsverhalten gravider Weibchen bei der Auswahl von Ovipositionsorten verknüpft. Mit steigender Population im Freiland führt die Dispersionsaktivität der Weibchen zu einer verstärkten Ausbreitung und einem stark aggregierten beziehungsweise kontagiösen Verteilungsmuster der unreifen Stadien auf den Trieben.1
Lebensweise
Ökologie
Diaphorina citri ist eng an Wirtspflanzen aus der Familie der Rautengewächse (Rutaceae), insbesondere Citrus-Arten und Murraya-Arten, gebunden. Die Nymphen und Imagines besiedeln bevorzugt die jungen, austreibenden Triebe der Wirtspflanzen, wo die Eiablage zwischen und nahe den sich entfaltenden Blättern erfolgt. Durch ihre saugende Ernährungsweise entziehen sie den Trieben Säfte und geben gleichzeitig Toxine ab, welche zum Absterben oder Verkrüppeln der Triebspitzen führen und eine normale Blattentfaltung verhindern. Obwohl dieser direkte Fraßschaden als eher gering einzustufen ist, hat die Art eine erhebliche ökosystem- und landwirtschaftliche Bedeutung als Vektor für das Bakterium Candidatus Liberibacter spp., welches die zerstörerische Citrus-Greening-Krankheit (Huanglongbing) auslöst. Das natürliche Gegenspielerspektrum von Diaphorina citri umfasst verschiedene Prädatoren wie Marienkäfer, Florfliegen, Schwebfliegen und die Raubwespe Brachygastra mellifica. Zudem wird die Art durch spezialisierte Parasitoide wie die Eulophide Tamarixia radiata und die Encyrtide Diaphorencyrtus aligarhensis reguliert, wobei Tamarixia radiata weltweit erfolgreich zur biologischen Kontrolle eingesetzt wird.1
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Der Asiatische Zitrussauger (Diaphorina citri) hat sein natürliches Verbreitungsgebiet in den tropischen und subtropischen Regionen Asiens, einschließlich des Indischen Subkontinents und Südostasiens. Von dort aus hat sich die Art weltweit in zahlreiche andere Zitrusanbaugebiete ausgebreitet.1 Mittlerweile ist sie in Teilen des Nahen Ostens, auf der Arabischen Halbinsel, in den Maskarenen, im Südpazifik sowie in Mittel- und Südamerika, Mexiko und der Karibik etabliert.12 In den Vereinigten Staaten wurde Diaphorina citri erstmals 1998 in Florida nachgewiesen und breitete sich in der Folge auf weitere Bundesstaaten wie Louisiana, Georgia, Arizona, South Carolina, Texas sowie Kalifornien aus.1 In Europa und im deutschsprachigen Raum liegen nach aktueller Datenlage keine etablierten Vorkommen vor, wenngleich die Art in einigen internationalen Verzeichnissen für Europa als verschleppt genannt wird.2 Als typische Habitate besiedelt die Art kultivierte und wilde Bestände ihrer Wirtspflanzen.1 Das artspezifische Spektrum beschränkt sich primär auf Rautengetragene (Rutaceae), wobei Vertreter der Gattungen Citrus und Murraya als Hauptwirtspflanzen dienen.12 Die Nymphen sind auf junge Triebe und Knospen dieser Gehölze spezialisiert, wo sie sich von Pflanzensaft ernähren.1 In Regionen wie Afghanistan wurde die Art in Höhenlagen von 500 bis 800 m nachgewiesen.2 Aufgrund der weltweiten Verschleppung durch den Handel mit Pflanzenmaterial unterliegen betroffene Regionen häufig strengen Quarantänebestimmungen.1
Sichtungen
Community-Analyse
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Die Aktivitätsdauer und Entwicklung von Diaphorina citri sind stark von der Umgebungstemperatur abhängig. Der gesamte Entwicklungszyklus von der Etablierung bis zum Adultstadium dauert je nach Temperatur und Jahreszeit zwei bis sieben Wochen. Eier werden vorzugsweise an den Spitzen wachsender Triebe zwischen und nahe sich entfaltender Blätter abgelegt. Adulte Weibchen können im Laufe ihrer mehrmonatigen Lebensdauer bis zu 800 Eier legen. Da in den bereitgestellten wissenschaftlichen Quellen keine detaillierten Angaben zu spezifischen Generationenfolgen, Überwinterungsstadien oder tageszeitlichen Aktivitätsmustern vorliegen, fehlen hierzu belastbare Daten. Öffentliche Suchinteressen weisen minimale Peaks im Januar und Juli auf, spiegeln jedoch primär mediale Aufmerksamkeit wider und lassen keine direkten Rückschlüsse auf die biologische Aktivität zu.
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Diaphorina citri wird weltweit als bedeutender landwirtschaftlicher Schädling eingestuft, da er als Hauptvektor der Citrus-Greening-Krankheit (Huanglongbing) fungiert. Die direkten Schäden durch die saugenden Nymphen an den jungen Trieben der Wirtspflanzen äußern sich in Triebsterben, Blattverkrüppelungen und Wachstumshemmungen. Das primäre Schadpotenzial resultiert jedoch aus der Übertragung des phytopathogenen Bakteriums Candidatus Liberibacter asiaticus, welches zu deformierten, unverkäuflichen Früchten und zum Absterben der Bäume führt. Neben Zitruspflanzen gehören auch andere Rutaceae wie Murraya-Arten zu den wesentlichen Wirts- und Befallspflanzen. Befallsanzeichen an den Bäumen zeigen sich durch verkrüppelte Blatttriebe, mehlartige Ausscheidungen sowie das charakteristische Auftreten der Insekten in Kopf-nach-unten-Haltung. Zur Früherkennung und Überwachung werden zunehmend optische Fallen eingesetzt, da die Tiere besonders durch gelbe Farbtöne und ultraviolette Wellenlängen angelockt werden. Präventiv basiert das Management auf der Verwendung von gesundem Pflanzgut sowie strikten Quarantänemaßnahmen in betroffenen Regionen. Biologische Bekämpfungsmaßnahmen nutzen natürliche Gegenspieler wie die Schlupfwespe Tamarixia radiata oder Marienkäfer, welche die Populationen effektiv reduzieren können. Chemische Regulierungen erfolgen durch den Einsatz verschiedener Insektizide, wobei moderne Ansätze auch RNA-Interferenz-Biopestizide (RNAi) zur spezifischen Bekämpfung einbeziehen. Ein erfolgreiches Management erfordert eine integrierte Schädlingsbekämpfung, die Vektorkontrolle, den Einsatz gesunder Pflanzen und die rasche Entfernung infizierter Bäume kombiniert. Aufgrund des enormen wirtschaftlichen Schadens für die Zitrusindustrie unterliegen Verbreitungsgebiete in vielen Ländern strengen Quarantänebestimmungen. Belastbare Daten zu medizinischen Allergien durch die Art fehlen, weshalb die Relevanz rein phytosanitär ist.1
Praxiswissen
Wirtschaftliche Bedeutung
Diaphorina citri gilt als ernstzunehmender Schadorganismus im Zitrusanbau, da die Art als Vektor für das Bakterium Candidatus Liberibacter spp. fungiert und die schwerwiegende Zitrus-Vergilbungskrankheit (Huanglongbing) überträgt.12 Durch die Saugtätigkeit der Nymphen an jungen Trieben entsteht zwar primär eine geringfügige Schädigung durch Toxinausscheidungen, die zu Deformierungen und absterbenden Triebspitzen führt. Die eigentliche wirtschaftliche Bedrohung resultiert jedoch aus der Übertragung des Erregers der Citrus-Greening-Krankheit.1 Betroffen sind hiervon kultivierte und wilde Pflanzenarten aus der Familie der Rutaceae, insbesondere verschiedene Citrus-Arten sowie Murraya-Arten.2 Die Infektion führt dazu, dass befallene Bäume kleine, asymmetrische und teilweise grün bleibende Früchte ausbilden. Aufgrund dieser massiven Qualitätsminderung sind die Ernteprodukte nicht mehr verkehrsfähig, was zu Totalverlusten bei den betroffenen Ernten führen kann.1 Historisch wird die Art in ihrem Ursprungsgebiet in Indien und Pakistan bereits seit den 1920er Jahren als Schädling erforscht.2 Nach der weltweiten Verschleppung in andere Regionen wie Florida im Jahr 1998 und Kalifornien im Jahr 2008 wurden großflächige Quarantänemaßnahmen und Bekämpfungsprogramme eingerichtet, um die Ausbreitung einzudämmen.12
Nachweise