Lexikon-Eintrag

Kiefernspinner Dendrolimus pini

Kiefernspinner (Dendrolimus pini), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Klassifikation

Taxonomie

Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Insekten (Insecta)
Ordnung
Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie
Lasiocampidae
Gattung
Dendrolimus

Überblick

Einleitung

Der Kiefernspinner (Dendrolimus pini) ist ein Nachtfalter aus der Familie der Glucken (Lasiocampidae). Die Art ist in fast ganz Europa sowie östlich bis nach Ostasien verbreitet und bewohnt bevorzugt Kiefernwälder auf sandigen Böden. Historisch für massenhafte Vermehrungen in Kiefernwäldern bekannt, tritt der Schädling heute meist nur noch vereinzelt auf.

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Frisch geschlüpfte Raupen erreichen eine Länge von etwa 5 Millimetern und sind blassgelb gefärbt sowie mit dunkelblauen bis schwarzen, relativ lang behaarten Warzen bedeckt.1
  • Die Raupen erreichen eine maximale Länge von ca. 70 Millimetern und zeigen graubraune oder gelblich graue Grundfarben mit hell eingefassten, rautenförmigen Flecken auf dem Rücken.
  • An den Seiten der Raupen befinden sich dichte, helle Haarbüschel sowie braune Längsstreifen.1
  • Die dunkelbraune bis schwarze Puppe misst ca. 30 Millimeter in der Länge und 9 Millimeter in der Breite.
  • Vor jeder Häutung stellen die Raupen für jeweils 2 bis 5 Tage die Nahrungsaufnahme ein.
  • In bestimmten Fällen kann sich die Überwinterung der Raupen über zwei Jahre erstrecken.
  • Die Verpuppung erfolgt in einem langgestreckten, gelblichen Kokon, der sich auf den Zweigen der Futterpflanzen zwischen den Nadeln befindet.1

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Der Kiefernspinner (Dendrolimus pini) ist ein auffälliger Nachtfalter aus der Familie der Glucken mit einer Flügelspannweite von 50 bis 80 Millimetern. Adulte Weibchen übertreffen die Männchen dabei deutlich in ihrer Körpergröße. Die Grundfärbung der Falter variiert stark zwischen hellgrau, fuchsrot und schwarzbraun. Auf den Vorderflügeln ver 견laufen drei gezackte, dunkelbraune Querbinden, wobei die abgegrenzten Areale unterschiedlich gefärbt sein können. Dicht an der innersten Binde befindet sich ein charakteristischer kleiner, weißer Punkt. Die Hinterflügel ähneln in ihrer Färbung stark den Vorderflügeln. Ein ausgeprägter Sexualdimorphismus zeigt sich vor allem an den Fühlern: Männchen besitzen lange und gefiederte Fühler, während die der Weibchen kurz und kammzähnig ausgebildet sind. Die Beine des Falters sind dicht behaart. Frisch geschlüpfte Raupen messen ungefähr 5 Millimeter und sind blassgelb gefärbt. Sie tragen dunkelblaue bis schwarze, relativ lang behaarte Warzen, wobei sich die Zeichnung nach der ersten Häutung kaum noch verändert. Ältere Raupen erreichen eine Länge von etwa 70 Millimetern und zeigen eine graubraune oder gelblich graue Grundfarbe. Auf dem Rücken tragen sie hell eingefasste, rautenförmige Flecken sowie dichte helle Haarbüschel und braune Längsstreifen an den Flanken. Bei Störung stülpen die Raupen aus den Brustsegmenten am Rücken zwei metallisch blaue Haarpolster aus.1 Die zylindrischen Puppen sind dunkelbraun bis schwarz gefärbt und weisen eine Länge von ca. 30 Millimetern bei einer Breite von 9 Millimetern auf. Die Ablage erfolgt in Form von langgestreckten, gelblichen Eiern, die in kleinen Gruppen mit bis zu 30 Stück an den Nadeln der Futterpflanzen platziert werden.1

Porträt

Beschreibung

Der Kiefernspinner (Dendrolimus pini) repräsentiert als nachtaktiver Schmetterling aus der Familie der Glucken (Lasiocampidae) eine an extreme Habitatbedingungen angepasste Art der Nadelwälder. Im natürlichen Lebensraum spiegelt sich die Variabilität der Art in einer Farbskala der Falter wider, die von Hellgrau über Fuchsrot bis Schwarzbraun reicht. Feldbeobachtungen zeigen, dass die Tiere bevorzugt in Kiefernwäldern auf sandigen Böden mit kontinentalem Klima vorkommen. Anatomisch besitzen die Männchen lange, gefiederte Fühler, während die Weibchen kurze, kammzähnige Fühler aufweisen. Diese morphologischen Unterschiede unterstützen vermutlich die geruchliche Auffindbarkeit der Geschlechter bei nächtlichen Aktivzeiten.1 Die Raupenentwicklung durchläuft mehrere Stadien, beginnend mit ca. 5 mm langen, blassgelben Larven nach dem Schlupf, die mit dunkelblauen bis schwarzen, lang behaarten Warzen besetzt sind.1 Im weiteren Verlauf erreichen die Raupen eine Körperlänge von ca. 70 mm und zeigen eine graubraune oder gelblich graue Grundfarbe mit hell eingefassten, rautenförmigen Rückenflecken. Als artspezifische Verteidigungsreaktion stülpen die Raupen bei Beunruhigung zwei metallisch blaue Haarpolster aus den Brustsegmenten am Rücken aus. Die Überwinterung erfolgt als Larve in unterschiedlichen Häutungsstadien, wobei sich die Raupen meist dicht am Stamm unter Moos und Nadeln am Boden verkriechen. Im Frühjahr sind sie von März bis Juni aktiv und erreichen nach einer Fressphase im letzten Häutungsstadium ihre maximale Länge. Vor einer Häutung stellen die Raupen jeweils 2 bis 5 Tage lang die Nahrungsaufnahme ein. Die Verpuppung findet in einem langgestreckten, gelblichen Kokon statt, der an den Zweigen der Futterpflanzen zwischen Nadeln angesponnen wird. Bezüglich der Entwicklungsdauer in der Puppenwiege verbleiben Männchen kürzer als Weibchen, zudem existiert eine zeitliche Korrelation zum Zeitpunkt des vorherigen Verpuppungsbeginns.1 Historische Beschreibungen aus dem 18. Jahrhundert durch den Naturforscher Adolph Christian Siemssen dokumentieren bereits detailliert das Massenauftreten sowie frühe Überlegungen zur biologischen Schädlingsbekämpfung. Belastbare molekulare oder ökologische Langzeittrends zu aktuellen Populationsdichten außerhalb historischer Aufzeichnungen fehlen in der aktuellen Datenlage.1

Systematik

Name & Einordnung

Der Kiefernspinner (Dendrolimus pini) wurde im Jahr 1758 von dem schwedischen Naturforscher Carl von Linné wissenschaftlich erstbeschrieben. Die Art gehört zur Familie der Glucken innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge (Lepidoptera). Neben dem etablierten Hauptnamen existieren historische und regionale Trivialbezeichnungen wie die „große Tannenraupe“.1 International ist die Art im englischen Sprachraum als pine-tree lappet bekannt. Innerhalb der Art werden verschiedene Unterarten wie Dendrolimus pini pini (Linnaeus, 1758), Dendrolimus pini iberica (Schawerda, 1926), Dendrolimus pini schultzeana (Rebel, 1934) sowie Dendrolimus pini cederensis (Daniel, 1939) unterschieden. Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile der Paläarktis von Europa bis nach Ostasien.1 Belastbare Daten zu älteren nomenklatorischen Synonymen oder detaillierten etymologischen Herleitungen des Gattungsnamens Dendrolimus und des Artnamens pini liegen im Rahmen der verifizierten Primärquellen nicht in systematischer Vollständigkeit vor.

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Der Kiefernspinner (Dendrolimus pini) absolviert als nachtaktiver Schmetterling einen univoltinen Entwicklungszyklus, der stark an die Bedingungen von Nadelwäldern angepasst ist. Die Falterflüge finden von Anfang Juni bis Mitte August statt, wobei die nächtliche Paarung mehrfach erfolgen kann und die Partner dabei senkrecht mit abgewandten Köpfen sitzen. Bereits am Tag nach der Befruchtung beginnen die Weibchen mit der Ablage ihrer langgestreckten, gelblichen Eier, die in kleinen Gruppen von bis zu 30 Stück an den Nadeln der Wirtspflanzen befestigt werden. Nach einer Embryonalentwicklung von 13 bis 18 Tagen schlüpfen die ca. 5 mm langen, blassgelben Raupen, die sich durch dunkelblaue bis schwarze, lang behaarte Warzen auszeichnen. Die larvalen Stadien ernähren sich ausnahmslos oligophag von den Nadeln verschiedener Nadelbäume, wobei vor allem die Waldkiefer (Pinus sylvestris), aber auch Fichten (Picea abies) und die Weißtanne (Abies alba) als Nahrungssubstrat dienen. Die Raupen fressen je nach Temperatur bis in den November hinein, zeigen ein unterschiedlich schnelles Wachstum und überwintern schließlich als Raupe im Streu oder dicht am Stamm unter Moos und Nadeln. Dabei stellen sie die Nahrungsaufnahme vor jeder der Häutungen für 2 bis 5 Tage ein und können in ungünstigen Jahren gelegentlich sogar zweimal überwintern. Im darauffolgenden Frühjahr sind die Larven ab März erneut aktiv und erreichen im Juni ihre maximale Länge von ca. 70 mm. Vor der Verpuppung spinnen sie einen langgestreckten, gelblichen Kokon auf den Zweigen der Futterpflanzen zwischen den Nadeln. Die Dauer des Puppenstadiums variiert geschlechtsspezifisch und zeitlich, wobei früh verpuppte Individuen länger als spät verpuppte in der Puppe verbleiben und Männchen eine kürzere Puppenruhe als Weibchen aufweisen. Die adulten Falter nehmen keine Nahrung mehr zu sich und haben eine Lebensdauer, die durch die Flugzeit bis Mitte August begrenzt ist. Historisch und ökologisch spielen natürliche Feinde wie Vögel und Schlupfwespen eine wesentliche Rolle als Mortalitätsfaktoren zur Regulation der Populationsdichte.

Lebensweise

Verhalten

Der Kiefernspinner (Dendrolimus pini) zeigt eine strikt nachtaktive Lebensweise, die sowohl für die Falter als auch für die Raupen gilt. Die Paarung findet ebenfalls in der Nacht statt, wobei die Partner senkrecht und mit den Köpfen voneinander abgewandt sitzen. Die Falter fliegen von Anfang Juni bis Mitte August. Nach der Eiablage schlüpfen die Raupen nach 13 bis 18 Tagen. Die Raupen ernähren sich ausnahmslos von Nadeln von Nadelbäumen, wobei sie vor allem an Waldkiefern sowie an Fichten und Weißtannen zu finden sind. Wenn die Raupen beunruhigt werden, stülpen sie aus den Brustsegmenten am Rücken zwei metallisch blaue Haarpolster aus. Die Raupen durchlaufen mehrere Entwicklungsstadien und überwintern zusammengerollt am Boden im Streu, meist dicht am Stamm unter Moos und Nadeln. Im Frühling werden sie früh aktiv und sind von März bis Juni ausgewachsen. Vor einer Häutung fressen die Raupen jeweils 2 bis 5 Tage lang nichts. Die Verpuppung erfolgt in einem langgestreckten, gelblichen Kokon auf den Zweigen der Futterpflanzen zwischen den Nadeln.

Lebensweise

Ökologie

Der Kiefernspinner (Dendrolimus pini) besiedelt bevorzugt Kiefernwälder auf sandigen Böden in Regionen mit Kontinentalklima. Die Raupen ernähren sich als Herbivore ausnahmslos von den Nadeln verschiedener Nadelbäume, wobei sie primär auf der Waldkiefer (Pinus sylvestris) sowie an Fichten (Picea abies) und der Weißtanne (Abies alba) zu finden sind. Historisch neigte die Art zu massenhaften Vermehrungen in Kiefernwäldern, während sie heute meist nur vereinzelt auftritt.1 Zu den natürlichen Feinden zählen neben Vögeln auch parasitische Hautflügler wie Schlupfwespen, die bereits im 18. Jahrhundert als bedeutende Antagonisten bei der Regulation beschrieben wurden. Die Raupen überwintern als Larven in unterschiedlichen Häutungsstadiendirekt am Boden in der Streu, meist geschützt unter Moos und Nadeln nahe am Stamm.1

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Der Kiefernspinner (Dendrolimus pini) ist in fast ganz Europa sowie östlich bis nach Ostasien verbreitet. Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über paläarktische Regionen mit moderatem bis kontinentalem Klima. Ausgenommen von diesem natürlichen Areal sind Teile der Iberischen Halbinsel, der hohe Norden sowie Großbritannien. In Mitteleuropa und im DACH-Raum ist die Art etabliert, tritt nach historischen Massenvermehrungen heute jedoch meist nur noch vereinzelt auf. Als typische Habitate besiedelt der Nachtfalter vor allem Nadelwälder auf sandigen Böden. Die vertikale Verbreitung erstreckt sich dabei bis in alpine Lagen, wie Fundnachweise aus Höhenstufen von 900 m bis 1550 m belegen. Den Schwerpunkt des Vorkommens bilden rein botanisch ausgerichtete Lebensräume mit Nadelbäumen. Als primäre Wirtspflanzen dienen den Raupen vor allem die Waldkiefer (Pinus sylvestris) sowie andere Kiefernarten. Ergänzend nutzen die phytophagen Larven gelegentlich auch die Fichte (Picea abies) und die Weißtanne (Abies alba) als Nahrungsquelle. Siedlungsbereiche oder Gebäude werden als Lebensraum gemieden, da die Art strikt an waldgebundene Biotope gebunden ist. Aggregierte Beobachtungsdaten bestätigen die Präsenz der Art in geschlossenen Forsten, während Nachweise in offenen Agrar- oder Offenlandbiotopen fehlen.1

Verbreitung

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Friedberg, Pasewalk, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

    01.07.2026

  • Torgelow, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

    30.06.2026

  • Deutschland

    30.06.2026

  • Deutschland

    30.06.2026

  • Friedberg, Pasewalk, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

    29.06.2026

Daten: iNaturalist

Sichtungen

Community-Analyse

OpenInsect
1
Sichtungen in den letzten 12 Monaten
Daten der silbarkrift.community
Zuletzt am 05.07.2026
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Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Der Kiefernspinner (Dendrolimus pini) zeigt im Jahresverlauf einen univoltnen Entwicklungszyklus mit klar abgegrenzten Aktivitätsphasen. Die Falter fliegen von Anfang Juni bis Mitte August, wobei sowohl Männchen als auch Weibchen strikt nachtaktiv sind. Die Weibchen legen ihre Eier bereits am Tag nach der nachts stattfindenden Paarung ab. Die Raupen schlüpfen 13 bis 18 Tage nach der Ablage und fressen je nach Temperatur bis in den November hinein. Aufgrund unterschiedlich schneller Entwicklung überwintern sie in verschiedenen Häutungsstadien als Larven. Diese Überwinterung findet meist in Bodennähe im Streu statt, wo sich die Raupen dicht am Stamm unter Moos und Nadeln verkriechen. Im folgenden Frühjahr sind die Raupen früh aktiv und fressen von März bis Juni, bis sie im letzten Stadium voll ausgewachsen sind. Die Verpuppung erfolgt in einem langgestreckten, gelblichen Kokon auf den Zweigen der Futterpflanzen zwischen den Nadeln. Dabei hängt die Dauer des Puppenstadiums vom Zeitpunkt der Verpuppung sowie vom Geschlecht ab, wobei Männchen kürzer in der Puppe verbleiben als Weibchen. Gelegentlich kommt es vor, dass Larven zweimal überwintern. Öffentliches Suchinteresse konzentriert sich vor allem auf die Wintermonate, in denen statistische Peaks registriert werden.

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Der Kiefernspinner (Dendrolimus pini) wird als Forstschädling klassifiziert, da seine Raupen durch massenhaften Nadelfrass an Kiefern und anderen Nadelbäumen erhebliche Schäden verursachen können. Früher neigte die Art zu massiven Gradationen in Kiefernwäldern, während sie heute überwiegend vereinzelt auftritt. Das Schadpotenzial zeigt sich besonders im letzten Larvalstadium, in dem die Raupen den Hauptteil ihrer Nahrung aufnehmen und ganze Bestände stark schädigen können. Als typisches Schadbild fressen die Raupen die Nadeln von Waldkiefern sowie gelegentlich von Fichten und Weißtannen ab. Zur Früherkennung und Überwachung dient die Beobachtung der Larvenaktivität im Frühjahr sowie der Falterflugzeiten von Anfang Juni bis Mitte August. Historisch bewährte und naturnahe Präventions- sowie Bekämpfungsmaßnahmen umfassen die Förderung natürlicher Feinde wie Vögel und Schlupfwespen. Das mechanische Einsammeln von Puppen wurde historisch abgelehnt, da dies nützliche Parasitoide mitvernichten würde. Ergänzend wurden früher Methoden wie Teeranstrich und das Anlegen von Gräben zur Eindämmung eingesetzt. Belastbare Daten zu modernen, chemischen Bekämpfungsstrategien oder integrierten Schadsystemen fehlen in der aktuellen Quellenlage für diese Art weitgehend. Aufgrund der historischen Einordnung als bedeutender Forstschädling liegt der Fokus im Management primär auf der waldbaulichen Überwachung und der Schonung natürlicher Antagonisten.1

Praxiswissen

Wirtschaftliche Bedeutung

Der Kiefernspinner (Dendrolimus pini) trat historisch als bedeutender Forstschädling in Erscheinung, der durch den massenhaften Fraß seiner Raupen an Nadelbäumen erhebliche Schäden in der Forstwirtschaft verursachen kann. Die Raupen ernähren sich ausnahmslos von Nadeln und bevorzugen dabei die Waldkiefer (Pinus sylvestris), befallen gelegentlich aber auch Fichten und Tannen. In der Vergangenheit neigten die Populationen zu massenhaften Vermehrungen, wie sie beispielsweise in den Kiefernwäldern bei Wiener Neustadt ausführlich studiert wurden. Bereits im Jahr 1794 widmete der Naturforscher Adolph Christian Siemssen dem massenhaften Auftreten der Art eine eigene Schrift. Zur damaligen Schadensbekämpfung wurden biologische Maßnahmen wie die Förderung natürlicher Feinde sowie mechanische Methoden wie Teeranstrich, Gräbenziehen und das Absammeln empfohlen. Heute kommt die Art in Mitteleuropa allerdings nur noch vereinzelt und unauffällig vor.1

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. de.wikipedia.org/wiki/Kiefernspinner
  2. gbif.org/species/1733484