Lexikon-Eintrag

Goldgrüner Weidenflohkäfer Crepidodera aurata

Goldgrüner Weidenflohkäfer (Crepidodera aurata), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Klassifikation

Taxonomie

Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse
Insekten (Insecta)
Ordnung
Käfer (Coleoptera)
Familie
Chrysomelidae
Gattung
Crepidodera

Überblick

Einleitung

Der Goldgrüne Weidenflohkäfer (Crepidodera aurata), im deutschen Sprachraum auch als Weiden-Erdfloh bekannt, ist ein Blattkäfer aus der Familie der Chrysomelidae. Die Art ist in Europa sowie Teilen Nordafrikas und Asiens weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Weidenarten als Wirtspflanzen. Charakteristisch für das 2,5–3,5 mm große Insekt ist sein goldgrüner bis bläulich schimmernder Metallglanz der Flügeldecken.1

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Die Beine von Crepidodera aurata sind mit Ausnahme der schwarz verdickten hinteren Femora rötlich gefärbt.
  • Die Fühler der Käfer sind an der Basis gelbbraun oder rötlich gefärbt, während die übrigen Fühlerglieder verdunkelt sind.
  • Das natürliche Verbreitungsgebiet der Art umfasst im Norden auch die Britischen Inseln.1

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Der Goldgrüne Weidenflohkäfer (Crepidodera aurata) ist ein kleiner Blattkäfer mit einer Körperlänge von 2,5–3,5 mm. Adulte Exemplare besitzen eine charakteristische länglich-ovale Gestalt. Die Grundfärbung zeigt ein auffälliges optisches Spiel, bei dem die Flügeldecken grün- bis bläulich-golden schimmern. Im Gegensatz dazu präsentiert sich der Halsschild in einer rötlich-goldenen Färbung. Diese kontrastierende Metallfärbung begründet auch das lateinische Art-Epitheton aurata, was „goldgeschmückt“ oder „vergoldet“ bedeutet. Die Flügeldecken sind durch deutliche Punktreihen strukturiert. Am Kopf befinden sich Fühler, deren basale Glieder gelbbraun oder rötlich gefärbt sind. Die übrigen Fühlerglieder sind dagegen deutlich verdunkelt. Die Beine sind überwiegend rötlich gefärbt, weisen jedoch als markantes Merkmal schwarze und verdickte hintere Femora auf. Belastbare morphologische Beschreibungen zu den weiteren Kopfstrukturen, dem Abdomen, den Larven, Puppen sowie den Eiern fehlen in der aktuellen Datenlage. Ebenso sind keine publizierten Merkmale zur systematischen Abgrenzung von verwechselbaren Arten oder zu einem Sexualdimorphismus dokumentiert.1

Porträt

Beschreibung

Der Goldgrüne Weidenflohkäfer (Crepidodera aurata) repräsentiert einen auffälligen Vertreter der Blattkäfer aus der Familie der Chrysomelidae. Das lateinische Art-Epitheton aurata verweist direkt auf das charakteristische Erscheinungsbild und bedeutet übersetzt „goldgeschmückt“ oder „vergoldet“. Im natürlichen Lebensraum fällt die Art durch ihre metallisch glänzende Farbgebung auf, die sie von vielen anderen phytophagen Insekten abhebt. Die Körpergröße der adulten Käfer bewegt sich in einem Bereich von 2,5–3,5 mm bei einer länglich-ovalen Gestalt. Hinsichtlich der Färbung zeigt sich ein markantes Muster, bei dem die Flügeldecken in grün- bis bläulich-goldenen Tönen schimmern. Der Halsschild setzt sich davon durch eine rötlich-goldene Färbung ab. Unter dem Mikroskop offenbaren sich auf den Flügeldecken deutliche Punktreihen, die als strukturelles Merkmal dienen. Die Extremitäten zeigen eine zweifarbige Aufteilung: Während die Beine überwiegend rötlich gefärbt sind, fallen die hinteren Femora durch eine schwarze Verdickung auf.1 Diese anatomische Anpassung der Hinterschenkel ist typisch für die Unterfamilie der Flohkäfer und ermöglicht die namensgebenden Sprungfähigkeiten. Die Fühler weisen ebenfalls eine differenzierte Färbung auf, wobei die basalen Glieder gelbbraun bis rötlich gefärbt und die übrigen Segmente verdunkelt sind. Bezüglich der ökologischen Nische fungieren Weiden (Salix) als Hauptwirtspflanzen, während Pappeln (Populus) seltener genutzt werden. An diesen Blättern verursachen die Tiere durch ihren Fraß kleinere, rundliche Löcher. Die Phänologie der im Freiland aktiven Generation erstreckt sich von April bis Oktober, wobei der Mai die Phase maximaler Aktivität markiert. Im Sommer erfolgt die Eiablage, woraufhin sich die Larven unauffällig an den Wurzeln der Wirtspflanzen entwickeln. Die Emergenz der neuen Generation findet im Herbst statt, gefolgt von der Überwinterung in der Bodenstreu oder unter Borke. Historisch lässt sich die Art über verschiedene Synonyme wie Chrysomela aurata Marsham, 1802 oder Chalcoides aureola Foudras, 1860 nachvollziehen. Belastbare morphologische Daten zu feineren Geschlechtsunterschieden oder spezifischen Larvenstadien jenseits der Wurzeletappe fehlen in den vorliegenden Quellen.1

Systematik

Name & Einordnung

Der Goldgrüner Weidenflohkäfer (Crepidodera aurata) gehört innerhalb der Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae) zu den Flohkäfern. Das lateinische Art-Epitheton aurata leitet sich von der Bedeutung „goldgeschmückt“ oder „vergoldet“ her. Historisch wurde die Art erstmals von Marsham im Jahr 1802 unter der Bezeichnung Chrysomela aurata beschrieben. Im Laufe der taxonomischen Geschichte wurden verschiedene Synonyme und alte Kombinationen etabliert, darunter Chalcoides aureola Foudras, 1860, Haltica pulchella Stephens, 1834 sowie Haltica versicolor Kutschera, 1860. Diese historischen Zuordnungen spiegeln die wechselnde gattungssystematische Einordnung innerhalb der Chrysomelidae wider. Im deutschen Sprachraum ist die Art primär unter dem Trivialnamen Weiden-Erdfloh bekannt. Belastbare historische Erstbeschreibungs-Publikationsorte außerhalb der Autorenschaft sowie weiterführende internationale Trivialnamen sind in der aktuellen Datenlage nicht systematisch belegt.1

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Der Goldgrüne Weidenflohkäfer (Crepidodera aurata) absolviert seinen Lebenszyklus in enger Bindung an Weiden- und seltener Pappelpflanzen. Die Aktivitätsperiode der Adulten erstreckt sich von April bis Oktober, wobei sie im Mai besonders häufig beobachtet werden. Nach der Winterruhe beginnen die Käfer mit dem Reifungsfraß an den Blättern der Wirtspflanzen, was zu charakteristischen, kleineren rundlichen Fraßlöchern führt. Die Paarung erfolgt im Laufe des Frühjahrs, woraufhin im Sommer die Eiablage stattfindet. Die Eier werden im Boden oder Nahe der Wirtspflanzen abgelegt, da sich die nachfolgenden Larvenstadien spezialisiert an den Wurzeln der Wirtspflanzen entwickeln. Dort ernähren sich die Larven unterirdisch von Wurzelsubstrat, während die Adulten oberirdisch das Blattgewebe nutzen. Nach Abschluss der Larvalentwicklung und Verpuppung im Boden erscheint die neue Käfergeneration im Herbst. Diese jungen Imagines bereiten sich auf die Überwinterung vor, welche sie geschützt in der Bodenstreu oder unter Baumrinde verbringen. Belastbare quantitative Daten zur genauen Dauer der einzelnen Entwicklungsstadien, exakten Temperaturabhängigkeiten, Fertilitätsraten sowie spezifischen Mortalitätsfaktoren und Parasitoiden liegen in der Literatur bisher nicht systematisch dokumentiert vor. Auch physiologische Details zur Kältetoleranz oder genaue physiologische Mechanismen der Diapause sind für Crepidodera aurata wissenschaftlich noch nicht detailliert beschrieben.1

Lebensweise

Verhalten

Der Goldgrüner Weidenflohkäfer (Crepidodera aurata) zeigt eine stark an seine Wirtspflanzen gebundene Aktivitätsdynamik. Die Imagines fliegen von April bis Oktober, wobei ihre Aktivität im Mai ihren Höhepunkt erreicht. Für ihre Ernährung nutzen die Käfer primär die Blätter verschiedener Weidenarten sowie seltener Pappeln. Durch diesen Blattschlag entstehen charakteristische, kleinere rundliche Fraßlöcher. Im Verlauf des Sommers findet die Eiablage statt. Die darauf folgende Larvenentwicklung ist eng an die Wurzelregion der Wirtspflanzen geknüpft. Nach Abschluss der Metamorphose erscheint die neue Generation im Herbst. Zur Überwinterung verlassen die Käfer die Wirtspflanzen und suchen geschützte Verstecke in der Bodenstreu oder unter Rinde auf.1

Lebensweise

Ökologie

Der Goldgrüne Weidenflohkäfer (Crepidodera aurata) besetzt eine herbivore ökologische Nische, die eng an das Vorkommen bestimmter Gehölzarten gekoppelt ist. Die Hauptwirtspflanzen der Art bilden Weiden (Salix), während Nutzungen von Pappeln (Populus) seltener zu beobachten sind. Im Zuge ihrer Ernährungsweise verursachen die adulten Käfer charakteristische, kleinere rundliche Fraßlöcher an den Blättern der Wirtspflanzen. Die Aktivitätsphase der Imagines erstreckt sich von April bis Oktober, wobei sie im Mai die höchste Abundanz erreichen. Nach der im Sommer stattfindenden Eiablage vollzieht sich die Larvalentwicklung subterranean an den Wurzeln der Wirtspflanzen. Die neue Generation schlüpft im Herbst und sucht zur Überwinterung geschützte Habitate in der Bodenstreu oder unter Baumborke auf. Belastbare Daten zu spezifischen Parasitoiden, Konkurrenten oder mikroklimatischen Detailanforderungen fehlen in der aktuellen Literaturlage weitgehend.1

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Crepidodera aurata ist in Europa weit verbreitet und besiedelt dort diverse biogeografische Regionen von Fennoskandinavien im Norden bis in den Mittelmeerraum und nach Nordafrika im Süden. Nach Osten erstreckt sich das natürliche Areal der Art bis nach Vorder- und Zentralasien.1 Innerhalb dieses großen Verbreitungsgebietes ist die Art ein charakteristischer Bewohner feuchterer Offenbiotope und Auenlandschaften. Als primäre Habitate dienen Bestände mit Vorkommen der Wirtspflanzen, insbesondere Weiden (Salix)-Arten und seltener Pappeln (Populus). Belastbare Daten zur genauen Vertikalverbreitung oder spezifischen Höhenstufen fehlen in der aktuellen Literatur. Die Tiere sind eng an das Vorkommen ihrer Wirtsgehölze gebunden, an deren Blättern die Imagines fressen und die Larven sich im Wurzelbereich entwickeln. Beobachtungsdaten belegen ein flächendeckendes Vorkommen im mitteleuropäischen Raum in entsprechenden Habitaten.1 Siedlungsbereiche oder Gebäude werden nicht als typische Lebensräume genutzt, sofern dort keine entsprechenden Wirtspflanzen vorhanden sind. Die Aktivitätsperiode der Imagines erstreckt sich von April bis Oktober, wobei die Art im Mai am häufigsten angetroffen wird. Nach der Sommergeneration und der Überwinterung in der Bodenstreu oder unter Borke beginnt der Lebenszyklus im Frühjahr von neuem. Bisher liegen keine systematischen Untersuchungen zu historischen Arealverschiebungen oder künstlichen Einschleppungen außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebietes vor.1

Verbreitung

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Hille, 32479 Hille, Deutschland

    01.05.2026

  • Kelkheim, Hesse, Deutschland

    30.04.2026

  • Leverkusen Hitdorf Antoniushof, 51371 Leverkusen, Deutschland

    29.04.2026

  • Germany

    29.04.2026

  • Deutschland

    29.04.2026

Daten: iNaturalist

Sichtungen

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3
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Daten der silbarkrift.community
Zuletzt am 26.10.2026
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Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Die Aktivitätsperiode von Crepidodera aurata erstreckt sich im Jahresverlauf von April bis Oktober. Adulte Käfer werden während dieses Zeitfensters besonders im Mai häufig beobachtet. Im Sommer findet die Eiablage an den Wirtspflanzen statt. Daraus folgend entwickeln sich die Larven an den Wurzeln der Wirtspflanzen. Die Nachkommenschaft der neuen Generation erscheint im Herbst. Das öffentliche Suchinteresse zeigt in diesem Zeitraum, insbesondere im Oktober, erhöhte Werte. Die Überwinterung erfolgt als im Herbst geschlüpfte Adulte in der Bodenstreu oder unter Baumrinde. Belastbare Daten zu spezifischen Generationenfolgen pro Jahr oder exakten Temperaturabhängigkeiten der Aktivität fehlen.1

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Der Goldgrüne Weidenflohkäfer (Crepidodera aurata) gilt primär als phytophager Schädling an Gehölzen der Gattung Salix und seltener Populus. Das Schadpotenzial äußert sich durch den typischen Blattschaden, der durch den Adultenfraß verursacht wird. An den Wirtspflanzen entstehen charakteristische, kleinere rundliche Fraßlöcher in den Blättern. Belastbare Daten zu quantitativen Ernteverlusten oder wirtschaftlichen Schadschwellen in der Forstwirtschaft oder im Zierpflanzenbau fehlen in der aktuellen Fachliteratur. Medizinische oder gesundheitliche Relevanzen wie Allergieauslösungen oder Vektoreigenschaften sind für Crepidodera aurata nicht bekannt. Frühe Befallsanzeichen zeigen sich von April bis Oktober durch die Aktivität der 2,5–3,5 mm großen, metallisch grün- bis bläulich-golden schimmernden Käfer auf den Blättern. Die Hauptaktivität und damit die höchste Wahrscheinlichkeit für eine optische Früherkennung konzentriert sich auf den Monat Mai. Da spezifische Monitoring-Methoden, Fallen oder präventive bauliche beziehungsweise hygienische Schutzmaßnahmen für diesen Weiden-Erdfloh nicht systematisch in Studien evaluiert wurden, lassen sich dazu keine belegten Handlungsempfehlungen ableiten. Auch für biologische, physikalische oder chemische Bekämpfungsmaßnahmen sowie integrierte Konzepte fehlen standardisierte und evidenzbasierte Daten in der wissenschaftlichen Literatur. Spezifische rechtliche Aspekte wie Quarantänemaßnahmen oder Meldepflichten existieren für diesen weitverbreiteten europäischen Blattkäfer nicht.1

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. de.wikipedia.org/wiki/Weiden-Erdfloh