- Wissenschaftlicher Name: Cerambyx scopolii Füssli, 1775
- Familie: Bockkäfer (Cerambycidae)
- Länge: 17–28 mm, einfarbig schwarz, fein grau behaart
- Larvenentwicklung: zwei Jahre, in Ästen von Laubbäumen
- Käfer: meist Juni bis Juli auf blühenden Sträuchern, schlüpfen im Mai
- Nahrung: Larven Holz, Käfer Pollen
- Verbreitung: Europa, Nordafrika, Kleinasien bis Kaukasus
- Höhengrenze: etwa 1.600 m
Kleiner Eichenbock Cerambyx scopolii
KI-generierte Illustration (keine Fotografie)
Klassifikation
Taxonomie
- Reich
- Tiere (Animalia)
- Stamm
- Gliederfüßer (Arthropoda)
- Klasse
- Insekten (Insecta)
- Ordnung
- Käfer (Coleoptera)
- Familie
- Cerambycidae
- Gattung
- Cerambyx
Überblick
Einleitung
Der Kleine Eichenbock (Cerambyx scopolii) ist ein Käfer aus der Familie der Bockkäfer (Cerambycidae) 1. Er ist einfarbig schwarz, fein grau behaart und wird 17 bis 28 Millimeter lang 1. Die Art ist in Europa heimisch; ihre holzbohrenden Larven entwickeln sich in Laubbäumen 12. In Deutschland ist er die häufigste Art der Gattung Cerambyx 1. Die erwachsenen Käfer besuchen im Sommer blühende Sträucher.
Auf einen Blick
Fakten (kompakt)
Kleiner Eichenbock Bilder und Fotos von echten Sichtungen
Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Der Käfer ist einfarbig schwarz mit sehr feiner grauer Behaarung. Auffällig sind die gerunzelten Flügeldecken sowie der gekörnte Halsschild und die gekörnten Flügeldecken 1. Die Körperlänge liegt bei 17 bis 28 Millimetern 1. Die Fühler der Männchen sind deutlich länger als der Körper, die der Weibchen etwa körperlang 1.
Der Unterschied zwischen den Geschlechtern zeigt sich vor allem an den Fühlern, die bei den Männchen die Körperlänge deutlich übertreffen 1. Die Larve wird bis etwa 50 Millimeter lang 1 und lebt verborgen in Rinde und Holz, sodass meist nur die Käfer selbst zu sehen sind. Verwechslungsarten nennen die ausgewerteten Quellen nicht.
Systematik
Namen & Einordnung (kurz)
Der wissenschaftliche Name Cerambyx scopolii Füssli, 1775 ist in der GBIF-Taxonomie als akzeptiert geführt 3. Im Deutschen wird die Art auch Skopolis Bockkäfer, Buchenbock, Runzelbock oder Buchenspießbock genannt 1.
Innerhalb der Gattung gibt es größere Verwandte, etwa den Großen Eichenbock und den Eichenbock; allgemeine Informationen zur Gattung bietet das Profil Cerambyx-Bockkäfer.
Lebensweise
Biologie & Lebenszyklus
Die Larven sind polyphag und leben vor allem in armdicken Ästen von Laubbäumen. Sie entwickeln sich zunächst unter der Rinde, später im Holz, etwa von Eichen, Rotbuchen, Ulmen, Walnuss, Pflaume und anderen Obstbäumen 1; englischsprachige Quellen nennen Eiche, Weide und Kastanie 2. Die Entwicklung dauert zwei Jahre; die Larve verpuppt sich im Spätherbst in einer Kammer, der fertige Käfer schlüpft im Mai 1. Die Käfer ernähren sich von Pollen, die Larven vom Holz 1.
Verbreitung
Vorkommen & Lebensraum
Das Verbreitungsgebiet umfasst Europa, Nordafrika und Kleinasien bis zum Kaukasus 1. In Deutschland kommt die Art überall außer im äußersten Nordwesten vor 1. In Nordeuropa reicht sie nicht weiter als bis Südschweden; im Gebirge ist sie seltener und über 1.600 Metern nicht zu finden, da sie mäßig wärmeliebend ist 1. Regional zeigt sie in den letzten Jahrzehnten starke Rückgangstendenzen, in vielen Gegenden ist sie aber weiterhin häufig 1.
Die erwachsenen Käfer findet man meist auf blühenden Sträuchern, an sonnigen Waldrändern oder an Obstbäumen; bevorzugt werden Holunder, Hartriegel, Weißdorn, Doldenblütler und Rosen 1.
In der OpenInsect-Community wurde bisher 1 Scan erfasst, am 16.04.2026.
Verbreitung
Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland
Sichtungen
Community-Analyse
Jahresverlauf
Saisonalität & Aktivität
Die Käfer sind meist im Juni und Juli zu sehen 1. Sie schlüpfen im Mai 1. Die Larven entwickeln sich über zwei Jahre im Holz und verpuppen sich im Spätherbst 1. Weitere Angaben zur Aktivität nennen die Quellen nicht. Da die Entwicklung der Larven zwei Jahre dauert, sind innerhalb eines Jahres Larven verschiedener Jahrgänge im Holz vorhanden; die Verpuppung findet jeweils erst nach Abschluss des zweiten Larvenjahres statt 1.
Jahresverlauf
Saisonalität und Nachfragetrend
Basierend auf dem Silberkraft TrendIndex – unserem eigenen Modell aus Suchdaten und Naturbeobachtungen
Saisonale Aktivität
Entwicklung über die Jahre
Praxiswissen
Bedeutung, Schäden & Prävention
Gelegentlich tritt der Kleine Eichenbock in Obstplantagen als Schädling auf 1. Nach englischsprachigen Angaben können die holzbohrenden Larven bei ausreichender Dichte einen Baum zum Absterben bringen 2. Eine Bedeutung als Holzschädling an verarbeitetem Holz im Haus ist in den ausgewerteten Quellen nicht beschrieben; Befall betrifft lebende oder absterbende Laubgehölze im Freien. Die Larven fressen zunächst unter der Rinde und dringen später ins Holz vor 1. Wegen des regionalen Rückgangs der Art in den letzten Jahrzehnten 1 ist nicht jeder Fund als Schädlingsbefall zu werten; der Käfer ist als Blütenbesucher an Waldrändern und in Gärten ein normaler Bestandteil der heimischen Insektenfauna. Angaben zum Schutzstatus (Rote Liste) enthalten die ausgewerteten Quellen nicht.
Zur Vorbeugung in Obstgärten gelten allgemeine Hinweise: Absterbende Äste frühzeitig entfernen und Bäume gesund halten. Bei Verdacht auf Befall (Bohrmehl, Ausbohrlöcher) kann eine Baumfachkraft oder Fachberatung hinzugezogen werden.
Nachweise
Quellen & Referenzen
- Wikipedia: Kleiner Eichenbock. de.wikipedia.org/wiki/Kleiner_Eichenbock (abgerufen 30.10.2026)
- Wikipedia: Cerambyx scopolii. en.wikipedia.org/wiki/Cerambyx_scopolii (abgerufen 30.10.2026)
- GBIF Backbone Taxonomy: Cerambyx scopolii Fueßlins, 1775. gbif.org/species/5002115