Lexikon-Eintrag

Sandtigerhai Carcharias taurus

Sandtigerhai (Carcharias taurus), KI-Illustration

KI-generierte Illustration (keine Fotografie)

Klassifikation

Taxonomie

Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Chordatiere (Chordata)
Klasse
Elasmobranchii
Ordnung
Lamniformes
Familie
Odontaspididae
Gattung
Carcharias

Überblick

Einleitung

Der Sandtigerhai (Carcharias taurus), auch als Sandtiger, Grauer Sandhai oder Schnauzenhai bekannt, ist ein in tropischen, subtropischen und warm-gemäßigten Meeren beheimateter Knorpelfisch aus der Ordnung der Makrelenhaiartigen. Die Weltnaturschutzorganisation IUCN stuft die Art als „vom Aussterben bedroht“ ein. Wegen äußerlicher Ähnlichkeiten wird er gelegentlich mit dem Tigerhai (Galeocerdo cuvieri) verwechselt, was in der Vergangenheit zu Unrecht zu einer starken Bejagung aufgrund unbestätigter Angriffe führte.1

Auf einen Blick

Fakten (kompakt)

  • Die vordere Rückenflosse ist verhältnismäßig weit nach hinten versetzt und beginnt erst hinter dem freien Ende der Brustflossen.
  • Die Augen der Haie sind im Verhältnis zum Körper eher klein und besitzen keine schützende Nickhaut.
  • Während der nächtlichen Jagd erbeuten die Tiere neben Fischen auch große Tintenfische, Krebstiere wie größere Krabben und Langusten sowie Kopffüßer.
  • Gelegentlich jagen Sandtigerhaie in kleinen Gruppen, indem sie zunächst einen großen Schwarm von Beutefischen umzingeln und danach gemeinsam über ihre Beute herfallen.
  • Bei den Balz- und Paarungsbissen verlieren die Männchen einige Zähne, die auf den Meeresgrund fallen, wodurch gefundene Zähne als Nachweis für historische Paarungsplätze dienen.1

Erkennen

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Der Carcharias taurus besitzt einen stromlinienförmigen und langgestreckten Körperbau, der sich optimal an den Lebensraum am Meeressandboden anpasst. Weibliche Tiere erreichen eine Maximallänge von bis zu 3,3 Metern, während Männchen höchstens 2,8 Meter lang werden. Das Körpergewicht adulter Exemplare liegt bei über 100 kg, wobei die Mehrzahl der Individuen eine Länge von 2 Metern oder etwas darüber aufweist. Äußerlich unterscheiden sich die Geschlechter kaum voneinander. Die Grundfärbung der Oberseite ist hellbraun bis bronzefarben und weist charakteristische gelbe bis dunkelrote Flecken auf, die mit zunehmendem Alter blasser werden. Im Gegensatz dazu ist die Bauchseite rein weiß gefärbt. Der Kopf von Carcharias taurus zeichnet sich durch eine zugespitzte und abgeflachte Schnauze sowie fünf Kiemenspalten aus. Die verhältnismäßig kleinen Augen besitzen keine schützende Nickhaut. Die langen, spitzen Zähne sind stark nach vorne gerichtet und beim ruhigen Schwimmen oft sichtbar, da das Maul leicht geöffnet bleibt. Am Thorax befinden sich zwei gleich große Rückenflossen, wobei die vordere verhältnismäßig weit nach hinten versetzt ist und hinter dem freien Ende der Brustflossen beginnt. Zudem ist die erste Rückenflosse so positioniert, dass ihr Ursprung deutlich hinter den inneren Rändern der Brustflossen liegt. Die Schwanzflosse ist verlängert und besitzt einen deutlich erkennbaren Endlappen. Jungtiere werden mit einer Länge von bis zu 1 Meter und einem Geburtsgewicht von etwa 20 Kilogramm geboren.1 Zur Abgrenzung von verwechselbaren Arten dient insbesondere die Position der ersten Rückenflosse, die bei Carcharias taurus weit hinter den Brustflossenenden ansetzt, während sie bei vergleichbaren Arten weiter vorne liegt.2

Porträt

Beschreibung

Der Sandtigerhai (Carcharias taurus) ist ein großwüchsiger Knorpelfisch aus der Ordnung der Makrelenhaiartigen, der weltweit in tropischen, subtropischen und warm-gemäßigten Meeren vorkommt. Typischerweise weist die Art einen stromlinienförmigen, langgestreckten Körperbau mit einer hellbraunen bis bronzefarbenen Oberseite und einer weißen Bauchseite auf. Entlang des Körpers zeigen sich charakteristische gelbe bis dunkelrote Flecken, die bei älteren Tieren zunehmend verblassen. Äußerlich unterscheiden sich die Geschlechter kaum voneinander, wobei Weibchen eine maximale Länge von 3,3 Metern und Männchen von 2,8 Metern erreichen. Im natürlichen Lebensraum fällt die Art durch ihre gemächliche Schwimmweise und das beim Schwimmen leicht geöffnete Maul auf, wodurch die langen, spitzen Zähne sichtbar sind. Anatomisch besitzt der Sandtigerhai als einzige bekannte Haiart die Fähigkeit, atmosphärische Luft an der Wasseroberfläche abzuschlucken und im Magen zu speichern. Dieser adaptierte Mechanismus fungiert als physiologischer Ersatz für eine fehlende Schwimmblase und ermöglicht es den Tieren, reglos im Wasser zu schweben. Am Tag halten sich die Haie oft schwebend in küstennahen Höhlen auf.1 Die Embryonalentwicklung ist durch ausgeprägten pränatalen Kannibalismus geprägt, bei dem die jeweils kräftigeren Jungtiere beim Erreichen einer Länge von ca. 10 cm schwächere Ungeborene im Mutterleib fressen (Adelphophagie). Zudem ernähren sich die Keimlinge von unbefruchteten Eiern der Mutter (Oophagie), wodurch die Jungtiere schließlich mit einer Größe von bis zu einem Meter und einem Gewicht von etwa 20 Kilogramm geboren werden.1 Historisch wurde die Art im Jahr 1810 durch den US-amerikanischen Naturforscher Constantine S. Rafinesque-Schmaltz unter Verwendung eines Exemplars aus Sizilien als Terra typica beschrieben. Systematisch wurde die Art lange Zeit in die Familie der Sandhaie eingeordnet, jedoch ergaben phylogenetische Untersuchungen eine nähere Verwandtschaft zu den Makrelenhaien und dem Riesenhai. Zur Wiederherstellung monophyletischer Taxa wurde daraufhin die Familie Carchariidae revalidiert, womit Carcharias taurus als einzige Art dieser Familie geführt wird. Belastbare Daten zur genauen Populationsstruktur in einigen entlegenen Regionen sind spärlich, während historische Bestandsrückgänge von bis zu 95 Prozent zwischen 1950 und 1990 für australische Küstengewässer dokumentiert sind.1

Systematik

Name & Einordnung

Der Sandtigerhai (Carcharias taurus) wurde im Jahr 1810 durch den US-amerikanischen Universalgelehrten Constantine S. Rafinesque-Schmaltz wissenschaftlich beschrieben, wobei Sizilien als Terra typica angegeben wurde.1 Die Gattung Carcharias und die Artbezeichnung basieren auf dieser Erstbeschreibung, zu deren bekannten Synonymen und historischen Kombinationen unter anderem Carcharias griseus (Ayres, 1843), Odontaspis taurus sowie Eugomphodus taurus zählen.12 Als weiteres historisches Synonym galt zeitweise der Indische Sandtigerhai (Carcharias tricuspidatus), dessen Artstatus jedoch revidiert wurde, wodurch die Gattung Carcharias heute als monotypisch gilt. Im deutschen Sprachraum ist die Art neben dem Hauptnamen Sandtigerhai auch als Sandtiger, Grauer Sandhai oder Schnauzenhai bekannt. Im englischen und internationalen Sprachraum existieren ebenfalls verschiedene Trivialnamen, während in der systematischen Zuordnung lange Zeit eine Einordnung bei den Sandhaien (Odontaspididae) üblich war. Da morphologische und phylogenetische Untersuchungen zeigten, dass der Sandtigerhai nicht nah mit der Typusgattung Odontaspis verwandt ist, wurde im November 2019 die Familie Carchariidae revalidiert. Diese Familie geht auf die Erstbeschreibung als Carchariae durch die deutschen Zoologen Johannes Müller und Jakob Henle im Jahr 1838 zurück. Innerhalb dieser monotypischen Familie stellt Carcharias taurus die einzige Art dar, während die Gattung Odontaspis bei den Odontaspididae verbleibt.1

Lebensweise

Biologie & Lebenszyklus

Der Sandtigerhai (Carcharias taurus) zeichnet sich durch eine komplexe Fortpflanzungsbiologie mit intrauterinem Kannibalismus aus. Weibliche Exemplare erreichen bei einer Körperlänge von etwa zwei Metern die Geschlechtsreife. Während der Balz und Paarung beißen die Männchen die Weibchen, welche durch eine wesentlich dickere Haut geschützt sind. In den paarigen Eierstöcken bilden sich bis zu 25 Eizellen, die in den Eileitern befruchtet werden. Die einjährige Trächtigkeit beginnt mit sechs bis sieben Embryos pro Eierstock, die nach dem Aufzehren des Dottersacks etwa 18 Zentimeter lang sind. Durch Adelphophagie, eine Form des pränatalen Kannibalismus, fressen die kräftigsten Jungtiere ab einer Länge von etwa zehn Zentimetern schwächere Ungeborene im Mutterleib. Ergänzend betreiben die Embryos Oophagie, bei der sie unbefruchtete Eier fressen, die das Muttertier hierfür zusätzlich bereitstellt. Durch diese proteinreiche Ernährung werden die Jungtiere mit einer Länge von bis zu einem Meter und einem Geburtsgewicht von etwa 20 Kilogramm geboren. Die erwachsenen Haie ernähren sich nachts überwiegend von mittelgroßen Knochenfischen wie Makrelen, Seehechten, Heringern, Blaufischen oder Lippfischen, erbeuten aber auch kleinere Haie, Rochen, große Tintenfische und Krebstiere. Wegen fehlender Schwimmblasen sind die Tiere ständig in einer gemächlichen Schwimmweise in Bewegung, besitzen jedoch als einzige Haiart die Fähigkeit, abgeschluckte Luft im Magen zu speichern, um reglos im Wasser zu schweben. Markierte adulte Exemplare, die nach über 20 Jahren in Freiheit wiedergefangen wurden, belegen eine lange Lebensdauer der Art. Natürliche Mortalitätsfaktoren und Feinde sind im adulten Stadium kaum vorhanden, jedoch ist die Population vor allem durch anthropogene Einflüsse wie Überfischung und Beifang extrem gefährdet.

Lebensweise

Verhalten

Der Sandtigerhai (Carcharias taurus) zeigt ein charakteristisches, kontinuierlich aktives Schwimmverhalten, da ihm aufgrund der fehlenden Schwimmblase die Abtriebskompensation fehlt und er durch ständige Fortbewegung ein Absinken verhindern muss. Als einzige Haiart besitzt die Art jedoch die Fähigkeit, Luft an der Wasseroberfläche abzuschluchzen und im Magen zu speichern, wodurch dieser als Schwimmblase fungiert und ein regloses Schweben im Wasser ermöglicht wird. Tagsüber nutzen die Tiere diese Anpassung häufig, um in Höhlen schwebend zu ruhen. Während des Schwimmens halten Sandtigerhaie ihr Maul stets leicht geöffnet, was die langen, spitzen Zähne sichtbar macht, obwohl die Art gegenüber Menschen nicht aggressiv ist. Das Beutefangverhalten erfolgt überwiegend nachtaktiv, wobei die Tiere einzeln oder gelegentlich in kleinen Gruppen jagen. Bei der Gruppenjagd wird zunächst ein Beutefischschwarm umzingelt, bevor die Haie gemeinsam in den Schwarm stoßen.1 Darüber hinaus unternehmen weibliche Sandtigerhaie saisonale Wanderungen zwischen Paarungs- und Aufzuchtgebieten. Jungtiere zeigen zudem eine ausgeprägte Ortstreue zu sommerlichen Kinderstuben.2

Lebensweise

Ökologie

Der Carcharias taurus besetzt als räuberischer Meeresorganismus eine Position im oberen Nahrungsnetz tropischer, subtropischer und warm-gemäßigter Meere. In Bezug auf seine Habitatpräferenzen hält sich die Art bevorzugt einzeln in flachen Wasserschichten in Küstennähe oder bei Korallen- und Felsriffen in küstenferneren Gebieten auf. Tagsüber nutzen die Tiere häufig Höhlen als Rückzugsräume, in denen sie schwebend ruhen. Das Nahrungsspektrum umfasst primär mittelgroße Knochenfische wie Makrelen, Seehechte, Heringe, Blaufische oder Lippfische, wird jedoch durch kleinere Haie, Rochen, große Tintenfische, Krebstiere wie Krabben und Langusten sowie Kopffüßer ergänzt. Die Jagd findet überwiegend nachts statt, wobei gelegentlich auch kooperative Jagden in kleinen Gruppen nach dem Umzingeln von Beutefischen beobachtet werden. Konkrete Daten zu spezifischen Parasitoiden oder natürlichen Fressfeinden außerhalb des menschlichen Einflusses liegen in den Quellen nicht vor, jedoch stellen anthropogene Einflüsse wie Überfischung und der Klimawandel wesentliche Gefährdungsfaktoren dar.1 Weibliche Tiere zeigen saisonale Wanderungen zwischen Paarungs- und Aufzuchtgebieten, während juvenile Exemplare eine ausgeprägte Ortstreue zu sommerlichen Kinderstuben aufweisen.2

Verbreitung

Vorkommen & Lebensraum

Der Sandtigerhai (Carcharias taurus) ist ein weit verbreiteter Knorpelfisch, der in tropischen, subtropischen und warm-gemäßigten Meeren rund um den Globus vorkommt. Im westlichen Atlantik erstreckt sich das natürliche Verbreitungsgebiet vom Golf von Maine über die Karibik und den Golf von Mexiko bis nach Brasilien und in südliche Bereiche Argentiniens. Auch im Ostatlantik vor den Küsten Marokkos, im Mittelmeer, bei den Kanarischen Inseln sowie bis zum Golf von Guinea ist die Art nachgewiesen. Weitere Populationen besiedeln den Indischen Ozean vor der südafrikanischen Ostküste sowie das Rote Meer. Darüber hinaus existieren Vorkommen in Küstengewässern vor Australien, Korea und Japan.1 Im persischen Golf belegen Nachweise vor Kuwait die Präsenz der Art in dieser Region.2 Die Tiere halten sich bevorzugt einzeln oder in Gruppen in flachen Wasserschichten in Küstennähe sowie an Korallen- und Felsriffen auf. Tagsüber nutzen sie häufig Höhlen als Rückzugsräume.1 Saisonale Wanderungen zwischen Paarungs- und Aufzuchtgebieten sind für bestimmte Bestände dokumentiert.2 Belastbare Daten für ein Vorkommen in nordeuropäischen Gewässern oder speziell in Deutschland fehlen gänzlich. Durch Überfischung und Habitatverlust schrumpft der weltweite Lebensraum der Art kontinuierlich.1

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Jahresverlauf

Saisonalität & Aktivität

Der Carcharias taurus zeigt im Jahresverlauf ausgeprägte saisonale Wanderungsbewegungen, bei denen Weibchen zwischen Paarungs- und Wurfgebieten migrieren.2 Während dieser saisonalen Wanderungen sowie während der Fortpflanzungszeit oder zur gemeinsamen Jagd versammren sich die ansonsten eher einzeln lebenden Tiere gelegentlich in größeren Gruppen.1 Erwachsene Weibchen wandern saisonal zwischen zentralen Regionen für die Paarung und nördlicheren Wurfgebieten. Juvenile Haie zeigen hingegen eine deutliche Ortstreue zu sommerlichen Kinderstuben.2 Wegen des Fehlens einer Schwimmblase sind die Tiere ständig in einer gemächlichen Schwimminbewegung, um ein Absinken zu verhindern. Als Besonderheit können sie jedoch Luft im Magen speichern, um reglos im Wasser zu schweben. Tagsüber ruhen sie häufig schwebend in Höhlen. Nachts begeben sich die Tiere aktiv auf die Jagd nach Fischen, Krebstieren und Kopffüßern. Bei Tageslicht sind sie nur gelegentlich bei der Nahrungsaufnahme zu beobachten.1 Ergänzende Analysen des Suchinteresses im deutschsprachigen Raum zeigen wiederkehrende monatliche Schwankungen mit erhöhten Werten im Januar.3 Bisher fehlen jedoch umfassende, flächendeckende Langzeitstudien zur exakten Temperaturabhängigkeit der Aktivitätsmuster.1

Praxiswissen

Bedeutung, Schäden & Prävention

Der Sandtigerhai (Carcharias taurus) ist weder Schädling noch Lästling, sondern eine vom Aussterben bedrohte marine Knorpelfischart, deren Bestände weltweit stark rückläufig sind. Ein originäres Schadpotenzial durch Angriffe auf Badende oder Taucher wird in der Literatur häufig fälschlicherweise zugeschrieben, resultiert jedoch meist aus einer Verwechslung mit dem Tigerhai (Galeocerdo cuvieri), da Carcharias taurus trotz seines furchterregenden Aussehens mit leicht geöffnetem Maul und sichtbaren Zähnen nicht aggressiv ist. Historisch führten unbegründete Angriffsannahmen zu einer starken Bejagung und massiven Bestandsrückgängen von bis zu 95 Prozent zwischen 1950 und 1990 vor den Küsten Australiens. Zu den wesentlichen Gefährdungsfaktoren und anthropogenen Schadwirkungen zählen die gezielte Überfischung für den Fleisch-, Flossen- und Lebertranmarkt, der unbeabsichtigte Beifang in Schleppnetzen sowie der Einsatz von beköderten Langleinen, Harpunen und Explosivgeschossen durch Sportfischer. Ergänzend bedrohen Habitatverluste durch unkontrollierte Bautätigkeit, Zersiedelung, zunehmende Umweltverschmutzung und die Errichtung von Aquakulturen den Lebensraum der Art.1 Als präventive und schützende Managementmaßnahmen wurden in mehreren Verbreitungsgebieten wie den Hoheitsgewässern der Vereinigten Staaten, vor Queensland und New South Wales sowie in Südafrika gesetzliche Fangverbote und Meeresschutzgebiete wie das Cod Grounds Commonwealth Marine Reserve eingerichtet.12 Aktuelle südafrikanische Gesetzgebungen verbieten sowohl den kommerziellen als auch den rekreativen Fang der Art vollständig.2 Belastbare Daten zu spezifischen Monitoring-Methoden im Rahmen einer integrierten Schädlingsbekämpfung fehlen für diese Art, da es sich um geschützte Wildtiere handelt und Schutzbemühungen auf Habitat- und Artenschutz ausgerichtet sind.12

Praxiswissen

Wirtschaftliche Bedeutung

Wirtschaftlich wird Carcharias taurus in einigen Regionen durch die gezielte Fischerei sowie im Tourismussektor genutzt. In Japan ist das Fleisch des Sandtigerhais begehrt und wird primär mit beköderten Langleinen gefangen. Zudem werden die Flossen der Tiere für Haiflossensuppe und der Lebertran als Öl verwertet. Darüber hinaus hat die Art eine positive wirtschaftliche Bedeutung im Bereich des Tauchtourismus und wird häufig in öffentlichen Aquarien zur Schau gestellt. Einer kommerziellen Nutzung stehen mittlerweile jedoch strenge gesetzliche Schutzbestimmungen entgegen; so verbietet die südafrikanische Gesetzgebung beispielsweise jeglichen kommerziellen und sportlichen Fang der Art.

Nachweise

Quellen & Referenzen

  1. de.wikipedia.org/wiki/Sandtigerhai
  2. gbif.org/species/2420766
  3. Aggregierte Suchanfragen-Zeitreihe für den deutschsprachigen Raum