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Schlagfallen

Schlagfallen und Köderdepots für Mäuse und Ratten: Die passende Größe, der richtige Platz an der Wand und die tägliche Kontrolle entscheiden, ob du schnell und tierschutzgerecht fängst. Welche Falle zu deiner Situation passt, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

3 Produkte
Kauf-Ratgeber Schlagfallen

Schlagfallen für Mäuse und Ratten richtig wählen und aufstellen

Eine passend große Schlagfalle ist gegen Hausmäuse und einzelne Ratten im und am Haus das Mittel der Wahl – vorausgesetzt, sie steht am richtigen Ort und du kontrollierst sie täglich. Hier findest du, welche Falle zu welchem Tier passt, wann ein verschließbares Köderdepot sinnvoll ist und was beim Aufstellen zählt.

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Schnellwahl: Was ist deine Situation?

Ratte in Keller, Garage oder Schuppen

Rattenfalle oder Rattenköder-Depot

Für Ratten brauchst du eine kräftige Rattenfalle – eine Mausefalle ist zu klein und verletzt die Tiere nur. Ratten sind misstrauisch gegenüber Neuem: Leg den Köder zuerst ein paar Tage in die ungespannte Falle und spann sie erst, wenn er angenommen wird. Bei mehreren Ratten oder Ratten im Wohnbereich stellst du mehrere Fallen entlang aller Laufwege auf, kontrollierst täglich, dichtest Eintrittsstellen ab und wiederholst die Kontrolle nach zwei bis drei Wochen.

Draußen am Haus, an Gartenhaus oder Kompost

Köderdepot statt offener Falle

Eine offene Schlagfalle kann draußen Vögel, Igel oder Katzen treffen. Nimm im Freien deshalb ein verschlossenes Depot und stell es dicht an die Hauswand oder an den Laufweg. Für Wühlmäuse im Beet gibt es eigene Fallen, siehe Wühlmäuse. Maulwürfe sind besonders geschützt und dürfen nicht gefangen werden.

Die Ratte in der Falle lebt noch

Nicht selbst töten – Tierarzt fragen

Das passiert, wenn die Falle zu klein oder zu schwach ist oder das Tier schräg hineinläuft. Ein Wirbeltier darf nur töten, wer die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat – ruf einen Tierarzt. Damit es nicht wieder passiert, nimm eine Rattenfalle in einem Depot, in das das Tier gerade hineinläuft.

Klebefalle oder Marderfalle?

Beides nicht für dich

Klebefallen für Mäuse und Ratten sind nach Tierschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung verboten, weil die Tiere am Leim lange leiden. Marder unterliegen dem Jagdrecht – fangen dürfen sie nur Berechtigte. Was du gegen Marder tun kannst, steht bei Marder.

Fallen und Alternativen im Vergleich

Entscheidend sind die richtige Größe, der richtige Ort und die tägliche Kontrolle. Ohne abgedichtete Eintrittsstellen kommen neue Tiere nach.

FallentypSo funktioniert sieWofürDarauf achten
Offene Schlagfalle Ein starker Bügel schlägt zu, wenn das Tier am Köder zieht. Mäuse bzw. einzelne Ratten in geschlossenen Räumen ohne Kinder und Haustiere Mausefalle für Mäuse, Rattenfalle für Ratten. Quer zur Wand, Köderseite zur Wand, auf den Laufweg stellen. Täglich kontrollieren.
Köderdepot mit Schlagfalle Die Falle sitzt in einer verschließbaren Box mit Einlauföffnungen. Haushalte mit Kindern oder Haustieren, Keller, Garage, außen am Haus Mit Schlüssel verschließen. Neue Kunststoffboxen werden anfangs oft nicht sofort angenommen – Geduld und Köder nachlegen.
Lebendfalle Eine Klappe schließt sich hinter dem Tier, es bleibt unverletzt. Einzelne Mäuse, wenn du sie nicht töten möchtest Alle paar Stunden kontrollieren. Ausgesetzte Mäuse überleben oft nicht lange. Lebendfallen findest du bei Mäuse & Ratten.
Giftköder Blutgerinnungshemmer wirken erst nach einigen Tagen. Nur bei festgestelltem Befall Viele Mittel sind nur für die berufliche Anwendung zugelassen; für dich nur Köder, die laut Etikett für Privatpersonen zugelassen sind, immer in einer verschlossenen Köderbox und nie vorbeugend.
Klebefalle Das Tier bleibt lebend am Leim kleben. Nicht erlaubt Für Mäuse und Ratten nach Tierschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung verboten. Ausnahmen kann nur die zuständige Behörde erteilen.
Abdichten und Futter entziehen Ohne Zugang und Nahrung kommen keine neuen Tiere nach. Immer – vor, während und nach dem Fangen Mäuse passen durch Öffnungen von etwa 6 mm. Lücken mit Metallgitter, Lochblech oder Stahlwolle schließen, Vorräte und Tierfutter dicht verschließen.

So stellst du Schlagfallen richtig auf

Geschlossenes schwarzes Köderdepot und eine Rattenschlagfalle an einer Kellerwand, die Köderseite der Falle zeigt zur Wand, im Hintergrund eine Hausmaus
Geschlossenes schwarzes Köderdepot und eine Rattenschlagfalle an einer Kellerwand, die Köderseite der Falle zeigt zur Wand, im Hintergrund eine Hausmaus

Mäuse und Ratten laufen bevorzugt an Wänden entlang und meiden offene Flächen. Daraus ergeben sich die wichtigsten Regeln.

  • An den Laufweg: Stell die Falle direkt an die Wand, dorthin, wo du Kot, Nagespuren oder Laufspuren findest – hinter Schränke, an Kellerwände, neben Vorräte.
  • Quer zur Wand: Eine offene Falle steht im rechten Winkel zur Wand, die Köderseite zur Wand. In einem Depot oder Tunnel läuft das Tier ohnehin gerade auf den Bügel zu und wird besser getroffen.
  • Wenig, aber attraktiver Köder: Eine erbsengroße Menge Erdnussbutter oder Nuss-Nougat-Creme fest auf den Köderhalter drücken. Der Köder muss attraktiver sein als das, was die Tiere sonst finden.
  • Täglich kontrollieren: Aus Tierschutzgründen jeden Tag nachsehen. Gefangene Tiere mit Handschuhen und ohne direkten Kontakt in einem Beutel über den Restmüll entsorgen.
  • Passende Größe: Mausefallen für Mäuse, Rattenfallen für Ratten. Eine zu kleine Falle tötet nicht sicher und lässt das Tier leiden.

Daraus folgt: Die richtige Falle am richtigen Ort, täglich kontrolliert, ist tierschutzgerecht und fängt am besten.

In 5 Schritten Mäuse und Ratten fangen

  1. Schritt 1: Tier bestimmen

    Mäusekot ist 3 bis 5 mm lang und spitz, Rattenkot deutlich größer. Danach richtet sich die Fallengröße. Spitzmäuse und Siebenschläfer sind geschützt und dürfen nicht gefangen werden.

  2. Schritt 2: Falle wählen

    Mäuseköder-Depot gegen Mäuse, Rattenfalle oder Rattenköder-Depot gegen Ratten. Mit Kindern, Haustieren oder draußen immer ein verschließbares Depot.

  3. Schritt 3: Beködern und aufstellen

    Erbsengroße Menge Köder fest aufdrücken, Falle direkt an die Wand auf den Laufweg stellen, bei Mäusen mehrere Fallen. Bei Ratten erst ein paar Tage ungespannt anbieten.

  4. Schritt 4: Täglich kontrollieren

    Jeden Tag nachsehen, Fänge mit Handschuhen entsorgen, Köder bei Bedarf erneuern.

  5. Schritt 5: Ursache beseitigen

    Futterquellen entfernen und Eintrittsstellen abdichten. Kommen trotzdem immer wieder Tiere nach oder sind Ratten im Wohnbereich, stelle zusätzliche Fallen an allen Laufwegen auf, kontrolliere täglich und prüfe nach zwei bis drei Wochen, ob neue Spuren auftauchen.

Merksätze

  • Mausefalle für Mäuse, Rattenfalle für Ratten – eine zu kleine Falle lässt Tiere leiden.
  • Fallen gehören direkt an die Wand auf den Laufweg.
  • Mit Kindern, Haustieren oder draußen nur verschlossene Köderdepots.
  • Täglich kontrollieren – das verlangt der Tierschutz.
  • Klebefallen für Mäuse und Ratten sind verboten.

Häufige Fragen zu Schlagfallen

Welcher Köder eignet sich für Mause- und Rattenfallen?

Bewährt haben sich Erdnussbutter und Nuss-Nougat-Creme, für Ratten auch Nüsse oder ein Stück Speck. Nimm nur eine erbsengroße Menge und drück sie fest auf den Köderhalter, damit das Tier daran ziehen muss. Der Köder muss attraktiver sein als das übrige Futterangebot – räum deshalb offene Vorräte und Tierfutter weg.

Wo stelle ich Schlagfallen am besten auf?

Direkt an der Wand auf den Laufwegen, dort, wo du Kot, Nagespuren oder Laufspuren findest, etwa hinter Schränken, an Kellerwänden oder in der Garage. Eine offene Falle stellst du quer zur Wand, die Köderseite zur Wand. Bei Mäusen helfen mehrere Fallen im Abstand weniger Meter.

Warum geht keine Ratte in die Falle?

Ratten sind sehr vorsichtig und meiden neue Gegenstände oft einige Tage. Leg den Köder deshalb zuerst in die ungespannte Falle und spann sie erst, wenn er angenommen wird. Trage beim Beködern Handschuhe und stell mehrere Fallen entlang der Laufwege auf. Bleibt der Befall, stelle mehr Fallen entlang der Laufwege auf, wechsle den Köder und kontrolliere nach zwei bis drei Wochen erneut.

Was tun, wenn die Ratte in der Schlagfalle noch lebt?

Versuche nicht, das Tier selbst zu töten: Ein Wirbeltier darf nur töten, wer die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat. Ruf einen Tierarzt. Meist war die Falle zu klein oder zu schwach oder das Tier lief schräg hinein – eine kräftige Rattenfalle in einem Depot verhindert das.

Sind Klebefallen für Mäuse erlaubt?

Nein. Klebefallen für Mäuse und Ratten sind in Deutschland nach Tierschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung verboten, weil die Tiere am Leim lange leiden und sich beim Befreien schwer verletzen. Ausnahmen kann nur die zuständige Behörde erteilen. Nimm eine passend große Schlagfalle und kontrolliere sie täglich.

Darf ich Marder mit einer Schlagfalle fangen?

Nein. Marder unterliegen dem Jagdrecht – fangen oder töten dürfen sie nur Jäger bzw. Personen mit entsprechender Berechtigung. Du kannst Marder vergrämen und ihre Zugänge verschließen – aber nicht von März bis Juni, wenn Jungtiere im Versteck sein können. Mehr dazu bei Marder.

Schlagfalle oder Lebendfalle – was ist besser?

Eine passend große Schlagfalle tötet das Tier in der Regel sofort; kontrolliere sie trotzdem täglich. Eine Lebendfalle fängt unverletzt, muss aber alle paar Stunden geprüft werden, sonst verdursten oder unterkühlen die Tiere. Gefangene Mäuse überleben in fremder Umgebung oft nicht lange. Bei Ratten ist die Schlagfalle im Depot die gebräuchliche Wahl.

Schlagfallen außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufstellen und täglich kontrollieren.

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